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Vorratsdatenspeicherung und Proxyserver

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  • Vorratsdatenspeicherung und Proxyserver

    Hallo,

    ab Sonntag gilt ja Metternich II, und die Schuldsvermutung wird eingeführt, was Internetverbindungen betrifft. Es ist aber (noch?) nicht illegal, sich dem nicht zu beugen, und Traffic über Proxyserver zu tunneln.
    Meine Frage ist nur: welche Methode wählen?

    Ich schaue mir gerade Tor an. Das scheint zurzeit die beste Option zu sein. Groß, recht populär, und hat sich bewährt. Aber vielleicht gibt es noch gute Alternativen, die mir unbekannt sind. Wie ist das bei euch?

  • #2
    Internet abbestellen, Handy nicht benutzen, festplatte verschlüsseln.

    im ernst jetzt. dank cookies und flash wirst du weiterhin verfolgbar sein.
    Otto: Apes don't read philosophy. - Wanda: Yes they do, Otto, they just don't understand
    Beleidigungen sind Argumente jener, die über keine Argumente verfügen.
    «Signanz braucht keine Worte.» | «Signanz gibts nur im Traum.»


    Das neue MTB-Projekt (PO, Wiki, Mitschriften, Ausarbeitungen, Folien, ...) ist online
    http://mtb-projekt.at

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    • #3
      Flash sehe ich ein (zB kann ein Flashplayer ohne den Proxy zu verwenden eine TCP-Verbindung aufbauen). Aber Cookies?

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      • #4
        Mit Prepaid-UMTS kann man evtl. noch ein bisserl Ruhe haben.
        In einen FBO rendern ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie, was man kriegt.

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        • #5
          Ipredator/Astrill sehen auf den ersten Blick als VPN-Anbieter ganz ok aus, finde ich.

          Aber ganz allgemein ist das alles keine wirkliche Lösung. Bei diesen Anbietern muss man immer Vertrauen haben, das kann man aber nicht. Man überweist irgendwohin Geld, hat aber keine Ahnung, ob's was bringt, was die damit machen.

          Die einzige Lösung wäre komplett in ein anderes Netz auszuweichen. Z.B. TOR (ohne Exit) oder I2P. Mir würde auch ein Ansatz gefallen, bei dem man nur zu Bekannten VPN-Links aufbaut und darauf ein geroutetes Netz aufsetzt. Mesh-Routing wie OLSR. Retroshare funktioniert so ähnlich für P2P. Das Problem ist halt, dass alle im Internet bleiben und somit bleibt auch das Problem mit den Exit-Nodes. Es müsste halt mal eine kritische Masse sich zu sowas bewegen.

          Genauso müsste ein IP-basiertes Telefonnetz von den Benutzern errichtet werden. Telefonanbieter sind Überbleibsel aus dem letzten Jahrtausend. Genauso wie sich dezentral Jabber-Server verbreitet haben, könnten sich problemlos SIP-Server verbreiten. VPN am Smartphone ist kein Problem mehr, SIP läuft auf jedem Smartphone. Also warum zahlen wir noch immer für unsere Minuten(pakete) und lassen unsere Gespräche protokollieren und Profile von den Anbietern erstellen? IP-Zugang und Rest verschlüsselt/dezentral.

          Das ist jetzt überhaupt nicht hilfreich vermutlich, aber irgendwie finde ich's erbärmlich, wie wir uns das alles gefallen lassen.

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          • #6
            Ernst gemeinte Frage: Vertraust du deinem Smartphone (Hardwarehersteller)?
            Otto: Apes don't read philosophy. - Wanda: Yes they do, Otto, they just don't understand
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            • #7
              Originally posted by Wings-of-Glory View Post
              Ernst gemeinte Frage: Vertraust du deinem Smartphone (Hardwarehersteller)?
              Die Frage will ich nicht beantworten. Für mich ist die Diskussion technisch, da haben solche subjektiven Abschätzungen meiner Meinung nach nichts zu suchen. Technisch geht es mir darum, erst möglichst gar kein Vertrauen haben zu müssen.

              Allerdings:
              * Hardware (Smartphone) habe ich in beiden Fällen
              * Für SIP gibt's Open Source Software
              * Ein eher dezentrales Netzwerk bei den Benutzers ist nicht zentral zu überwachen wie große Telekomanbieter
              * Endgeräte sind unter Benutzerkontrolle. Da kann die Software analysiert werden, Netzwerktraffic kann gesnifft und analysiert werden,... das macht nicht jeder persönlich, aber die Masse findet hier leichter Probleme als bei closed-source Produkten des Telekomanbieters, die niemand zu sehen bekommt

              Ich sehe also eher Vorteile...

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              • #8
                hej leute!

                hat jemand von euch eine ahnung, ob die TU ein telekommunikationsdienstleister im sinne des telekommunikationsgesetzes ist und folglich gezwungen ist, sämtliche verkehrsdaten zu speichern.
                mir geht's darum, ob das VPN zur TU eine schnelle (das auf jeden fall) aber vor allem sichere alternative zu TOR ist.
                denk mir nämlich, wenn "unsere überwacher" bei meinem ISP nur verbindungen zum TU-server sehen, werden sie sicher dort mal nachfragen...

                ich verwend TOR eigentlich schon seit 1. april (2012) aber es ist halt schon EXTREM langsam.

                vielen dank auf jedenfall für eure hilfe/aufklärungen,
                dk

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                • #9
                  Originally posted by dk*82 View Post
                  hat jemand von euch eine ahnung, ob die TU ein telekommunikationsdienstleister im sinne des telekommunikationsgesetzes ist und folglich gezwungen ist, sämtliche verkehrsdaten zu speichern.
                  http://www.zid.tuwien.ac.at/regelungen/
                  staroch.name | huntu.at | jabber.rueckgr.at

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                  • #10
                    ok, hab's grad selbst auch gefunden...

                    Die Universitäten werden in der am 1. 4. 2012 in Kraft getretenen österreichischen Vorratsdatenspeicherung (VDS) nicht zur Speicherung verpflichtet. Sie sind kein Anbieter von öffentlichen Kommunikationsdiensten, womit § 102a (Vorratsdatenspeicherung) nicht zutrifft. Sie fallen außerdem als nicht kommerzielle Anbieter unter die Ausnahme des §102c Abs. 6 des Telekommunikationsgesetzes (das die VDS regelt).
                    trotzdem, ist ein VPN-tunnel zur TU eine gute alternative zu TOR?

                    danke

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