Posts by Paulchen

    Es ist halt insofern komisch als dass ich meiner Meinung nach doch in ST1 einzuordnen wäre, mein Arbeitgeber mich aber aktuell in AT einordnet bzw das wohl auch in Zukunft machen wird.

    Es gibt laut IT-KV sehr wohl einfache Programmiertätigkeiten, die in AT fallen. Die Implementierung einer REST API würde ich aber nicht da einordnen.


    ST1 wird in der Einstiegsstufe derzeit mit 2393 Euro monatlich entlohnt, eventuell kann man als HTL-Absolvent sogar etwas mehr verlangen. Darunter würde ich auf gar keinen Fall gehen. Wenn deine Firma nicht bereit ist, das zu bezahlen: HTL-Absolventen sind gefragt, du findest sicher was Besseres.

    Im folgenden meine persönliche subjektive Sicht der Dinge. Die kann von dem, wie andere die Situation sehen, natürlich abweichen. :)


    Die Kernfrage, dich ich mir nach einer laengeren Suche auf der Seite https://www.karriere.at/jobs/tirol?jobFields%5B%5D=2172 stelle, ist nun: Kann es sein, dass die IT-Gehaelter tatsaechlich so niedrig sind? Ohne jetzt genauer auf eine spezifische Ausschreibung einzugehen wuerde ich schaetzen, dass die meisten Angebote in der Spanne zwischen guten 30.000 Euro bis knappen 40.000 Euro liegen (Brutto, und schon das 13. + 14. Gehalt eingerechnet). [Wie gesagt, das ist lediglich eine Schaetzung von mir und nicht tatsaechlich ausgerechnet.] In den meisten Faellen ist zwar zu lesen, dass die Bereitschaft zu einer (deutlichen) Ueberbezahlung je nach Qualifikation und Erfahrung besteht, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass diese "grosse" Unterschiede ausmacht. Um einmal konkret zu werden, folgende Ausschreibung https://www.karriere.at/jobs/5289449: Eine Spanne von 2500 Euro bis 3000 Euro monatlich. Als Absolvent ohne Erfahrung wuerde ich schaetzen, dass demnach nicht sehr viel mehr als 2500 Euro drin waeren, als ein Jahresgehalt von guten 35.000 Euro.


    Mein derzeitiger Eindruck ist, dass man in der IT zwar ganz gut verdienen kann. Reich wird man davon aber auch wieder nicht.


    Im verlinkten Stellenangebot ist auch die Rede davon, dass man sich als HTL-Absolvent bewerben kann. Eine österreichische HTL ist keine Universität, sondern eine höhere Schule mit technischem Schwerpunkt: https://de.wikipedia.org/wiki/…re_Technische_Lehranstalt


    Ein HTL-Absolvent ist dann wohl der, der bei 2500 Euro anfängt, als Absolvent eines Universitätsstudiums wirst du schon etwas höher einsteigen. Ohne Erfahrung wirst du aber eher nicht auf 3000 Euro brutto kommen.


    Nun bin ich mir im Klaren, dass das Gehalt nur vernuenftig mit den Lebenshaltungskosten eingeschaetzt werden kann. Da ich dem Internet entnommen habe, dass diese in etwa denen in Deutschland entsprechen habe ich einfach mal die Gehälter von befreundeten Absolventen in Deutschland verglichen. Das Ergebnis war, dass die Spanne zwischen knapp unter 50.000 Euro bis zu ca. 60.000 Euro Jahresgehalt lag. (Das waren allerdings alles grosse Firmen wie Siemens, Bosch, VW, BMW, IBM, etc. der tatsaechliche Durchschnitt dürfte demnach geringer sein.) Dennoch stelle ich mir die Frage, ob ich mit solchen Gehaltsdifferenzen rechnen muss, oder ob in den Stellenausschreibungen grundsätzlich nur zu niedrige Gehaltsangeben gemacht werden?


    Das, was in Stellenangeboten steht, ist das absolute Minimum. Weniger darfst du gar nicht bekommen. Dem durchschnittlichen Unternehmen ist allerdings auch klar, dass es um das Geld keine (guten) Leute bekommt, deswegen sind deutliche Überzahlungen drinnen.


    Was meiner Erfahrung nach deutlich höher eingeschätzt wird als ein Studium ist Erfahrung. Mit mehrjähriger Erfahrung kann man auf einmal deutlich mehr fordern als es als Uniabsolvent ohne Erfahrung möglich war. Da kommt man dann schon in den Bereich der 50-60k. Allerdings verstehen viele Unternehmen nicht, dass sie Leute nur behalten können, wenn sie ihnen Gehaltssteigerungen bieten. Ein Jobwechsel ist oft notwendig, um deutliche Gehaltssprünge zu erreichen.

    Das ist nicht der eigentliche Skandal. Der eigentliche Skandal ist, wie ich Seekers Posting verstanden habe, dass jemand, der zuerst nach ST2 bezahlt worden ist, nach Erreichen der Erfahrungsstufe nur mehr nach ST1 oder nach AT bezahlt worden ist - vermutlich ohne dass sich sein Tätigkeitsprofil verändert hätte.


    Mal ehrlich... wer würde sich das gefallen lassen und nicht bei der nächsten Gelegenheit der Firma den Rücken kehren?

    Einstufung in eine niedrigere Klasse?! Das sollte meinem Gerechtigkeitssinn nach auch nicht passieren... :(


    Das ist ja sogar hier im Informatik-Forum immer wieder zu finden, wo für Programmiertätigkeiten Mindestgehälter angegeben werden, die nur in AT und nicht in ST1 möglich sind.

    Ich habe jetzt erfahren


    Du hast also den oben verlinkten Artikel gelesen.


    dass diese Regelung nicht auf die Regierung, sondern auf ein Gerichtsurteil zurückzuführen ist. Dieses Urteil wurde bereits im Jahr 2016 gefällt. Die damalige Regierung war nur säumig, es umzusetzen. Der jetzigen Regierung ist somit kein Vorwurf zu machen - sie tut nur, was sie tun muss.


    Das Urteil des Verfassungsgerichtshofs hat die bestehende Ausnahme für Erwerbstätige aufgrund einer Ungleichbehandlung zwischen unselbstständig und selbstständig Erwerbstätigen aufgehoben. Ohne Beschluss einer Gesetzesnovelle müssen somit Erwerbstätige ab Wintersemester 2018/2019 Studienbeiträge entrichten.


    Sowohl für die alte als auch die neue Regierung gäbe es allerdings die Möglichkeit, eine entsprechende Novelle zu beschließen, sodass Erwerbstätige auch weiterhin keine Studienbeiträge entrichten müssen.


    Die österreichische Verfassung bestimmt nicht, dass es Studienbeiträge geben muss, sondern, dass es keine Ungleichbehandlung geben darf.

    - Ist es vorgekommen, dass ein Mitarbeiter nach Erreichen der Erfahrungsstufe gekündigt wurde, weil er dem Arbeitgeber nun zu teuer war?


    Von solchen Fällen habe ich in meinem Umfeld noch nicht gehört. Im Gegenteil, Unternehmen schauen eher darauf, gute Mitarbeiter nicht zu verlieren. Leute mit (vor allem unternehmensinterner) Erfahrung sind wertvoll. Man ist bereit, den Leuten mehr zu zahlen, um sie nicht zu verlieren.


    - Wird man als erfahrener Arbeitnehmer (in der Erfahrungsstufe) bei der Jobsuche benachteiligt (weil man die Firmen zu viel kosten würde) oder neutral bzw. bevorzugt behandelt (weil die Erfahrung positiv gewertet wird)?


    Auf jeden Fall bevorzugt. Meine Bewerbungsverfahren unmittelbar nach dem Studium und jene nach etwa vier Jahren Arbeitserfahrung nach dem Studium sind kaum zu vergleichen.

    Ich habe halt mal in einer Doku gesehen, dass eine 23-jährige mit Master Abschluss in BWL (glaube sogar in Großbritannien oder USA abgeschlossen oder Auslandssemester) über 6 Monate nach einem Arbeitsplatz gesucht hat, weil sie keine Praktika oder so absolviert hatte. Und jetzt wird sie für Praktika nicht mehr genommen, weil sie schon zu fortgeschritten ist...da ist man dann irgendwie in einer Sackgasse gefangen...ich glaube, dass es so einigen ergehen wird, wenn wieder Studiengebühren eingeführt werden...ich möchte auch keine 500€ zahlen, wenn ich dann sowieso nur ein Praktikum mache und nur 2 Kurse absolviere..


    BWL ist halt auch der Ausreißer, wenn es um arbeitslose Akademiker geht: https://diepresse.com/home/wir…n_BWL-Jus-und-Psychologie

    Randnotiz: Wieso bringen Standard und Co. das eigentlich nicht jedes verdammte mal als Schlagzeile? "{Partei X} verspricht gegen XY zu stimmen, stimmt unisono mit Ja!" - Würde ich bei JEDER Partei machen! Lügen lohnt in Österreich viel zu sehr!


    Der Standard erreicht leider die Leute nicht, die mit solchen Schlagzeilen angesprochen werden müssten. Der ist ja ein linksversifftes Gutmenschenblatt. Im Übrigen schreibt der Standard über solche Dinge, aber halt nicht wahnsinnig plakativ, siehe zum Beispiel hier: http://derstandard.at/20000710…heitspaket-rasch-umsetzen


    Kronen Zeitung, Heute und Österreich sind für solche Dinge aber halt nicht die richtigen Medien.