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    Erster Gedanke war bei mir jetzt mal irgendwas Richtung Active Contours, Level Set, Watershed.

    Hab mal schnell Goolge bemüht, vielleicht hilft das ja mal fürs erste: https://www.ricam.oeaw.ac.at/files/reports/07/rep07-17.pdf

    Zeig mal ein Bild her, damit man sich die Aufgabe besser vorstellen kann.


    Kleiner Tipp: halte dich anfangs besser an die Literatur, als wie selbst herumzuprobieren. Es ist zwar verlockend, zuerst mal "bisschen Gaußscher Weichzeichner", dann "bisschen Kantendetektion" usw. zu machen, man endet aber mit einem Programm, das zig magic numbers beinhaltet, welche bei einem Bild gute Ergebnisse liefern, beim nächsten Bild hingegegen komplett versagen.

    würde von diesen WIFI Kursen eher die Finger lassen.

    Letztlich zahlt man viel und bekommt dafür einen Zettel ausgehändigt. Jeder bekommt den. Sofern er zahlt. Somit ist das kein Qualitätsmerkmal, wie z.B. ein Uniabschluss.


    Mein Vorschlag:

    • 1-2 gute Bücher zu dem Thema kaufen und Selbststudium durchführen
    • Parallel dazu Referenzen aufbauen: Websites, irgendwelche Online-Spiele oder was weiß denn ich
    • Alles open-source machen, das heißt auf github stellen und mit einer guten und optisch ansprechenden README ausstatten
    • Dann nochmal bewerben probieren, vor allem in kleinen Buden (1-2 MA), dort hast du als Quereinsteiger eher eine Chance

    Scheiß auf den Master.


    Interessiert keine Sau.

    man geht ja nicht für "irgendeine Sau" studieren, sondern für sich selbst.

    Ich möchte den Master nicht missen, man bekommt einen viel tieferen Einblick in die Thematik, vor allem im Zuge der DA.

    Und es gibt auch Jobs, da braucht man tatsächlich Master/Doktor, z.B. bei diversen Machine Learning Jobs. Wenn das Ziel jetzt ist, Websites zu basteln, schaut die Sache natürlich wieder anders aus.

    unabhängig von dem, was im KV steht: das ist zu wenig!

    Unter 2500 würde ich an deiner Stelle keine einzige Codezeile anrühren.

    Hab im anderen Thread ein paar Zahlen genannt, an denen du dich orientieren kannst (bedenke bitte, die genannten Leute hatten alle bereits Berufserfahrung).

    Gerade mit Berufserfahrung kann man aber punkten. Dann kann man mit Bachelor locker bei 3000 EUR brutto pro Monat einsteigen und mit Master auch ein bisschen mehr. Konkret kenne ich jemanden mit Bachelor (FH) und Berufserfahrung, der mit 3100 eingestiegen ist.

    Ohne Berufserfahrung muss man da sicher ein paar Hunderter abziehen, also vielleicht 2600-2800? Vor allem muss man sich Argumente zurecht legen, warum man es in den Studienjahren nie geschafft hat, zumindest in der Ferienzeit ein paar Wochen als Programmierer gearbeitet zu haben.


    Und ja, kenne HTLer die 4000 und mehr bekommen. Konkret kenne ich sogar einen Gym-Absolventen der 4300 verdient. Aber die haben in der Zeit, in der andere studiert haben, auch nicht geschlafen, sondern haben sich relevante Fähigkeiten angeeignet. Sind wir uns ehrlich - viele der SWE Jobs brauchen ja in Wirklichkeit gar keine akademische Ausbildung.


    Wenns rein ums Geld geht ist in Ö wahrscheinlich ein Berufseinstieg nach der HTL am besten. Denn man verdient in seinen 20ern schon gut, und bis die Akademiker arbeiten anfangen, hat der HTLer auch schon ein paar Gehaltserhöhungen hinter sich.

    Als Alternative würde für mich auch das Studium der Medieninformatik (& Visual Computing) an der TU Wien passen. Nur weiß ich leider nicht wie theoretisch das Ganze ist. Ich habe in einem Beitrag hier im Forum gelesen, dass an der Uni keine praktischen Fähigkeiten in Videoschnitt etc. vermittelt werden, der Beitrag ist aber 12 Jahre alt. Wie sieht das heute an der TU aus und ist das Studium auch kreativ oder eher technisch? Wie schwer ist das Aufnahmeverfahren

    TU ist schon eher theoretisch. Computergraphik, Computer Vision, Algorithmen, Mathematik, ...

    Es geht darum zu verstehen, wie die Dinge funktionieren. Also Computergraphik im Sinne von: wie sieht eine Rendering Pipeline aus, wie werden aus einer Liste von Punkten Objekte gezeichnet, wie werden Schatten berechnet, wie funktionieren homogene Koordinaten, ... Und das ganze mit reinem Java sowie C++ und OpenGL. Und weniger im Sinne von wie bedient man GIMP oder Photoshop.

    Auf der FH lernst du wahrscheinlich mehr die Anwendung, im Sinne von: wie bediene ich Produkt X um Aufgabe Y zu lösen.


    Wenn du die Dinge bis ins kleinste Teil verstehen willst, dann ist TU ideal. Wenn du in erster Linie schöne Bilder/Websites/... generieren oder zeichnen willst, dann wohl eher FH.

    Hallo,


    mir scheint derzeit, dass das Gehalt negativ damit korreliert, wie interessant ein Job ist.

    Habe vor dem Master als "klassischer" Software (SW) Entwickler gearbeitet und dabei ganz gut verdient (obwohl nur Bachelor).

    Nach dem Master mit Schwerpunktsetzung auf Machine Learning (ML), Computer Vision und Deep Learning (DL) möchte ich wenn möglich diese Kenntnisse auch im Job weiterverwenden. Denn wenn ich 5 Jahre wieder klassische SW Entwicklung mache, so ist das Spezialwissen aus dem Master weg.


    Jobsuche in Wien und Umgebung (hätte kein Problem max. 1 Stunde mit Zug/Auto zu pendeln) ist irgendwie ernüchternd:

    • Start Ups: teilweise interessante Ideen, oft die einzigen Firmen, bei denen ML/DL eine Rolle spielt. Wenn man da >3000 verlangt schauen sie einen oft geschockt an. Wir arbeiten ja an unserer Idee ... wir verdienen alle wenig ... du bekommst ja eh Wiener Linien Karte gezahlt (365EUR!) ...
    • Etablierte Firmen: hier gibts wenige welche in besagtem Bereich tätig sind (z.B. Kapsch), bei diesen Firmen scheint die Bezahlung wiederum ganz ok zu sein
    • Klassische SW Entwicklung: obwohl man ja oft hört und liest, dass mit "einfacher" (bewusst unter Anführungszeichen) Programmiertätitgkeit kein Geld zu holen sei - meine Beobachtungen bestätigen eher das Gegenteil: Gehälter >4000 sollten mit etwas Suche problemlos möglich sein, obwohl "nur" Programmierer/SW Entwickler ohne Personalverantwortung.
    • Uni: die Forschungsarbeit ist definitiv der große Pluspunkt, der große Minuspunkt hingegen ist die Vertragsstruktur. Nur halbtags angestellt, der Rest irgendwie mit Projektarbeit aufgefüllt. Und letztlich schiebt man die Entscheidung zwecks Job ja wieder nur bis hinter den Doktor raus.


    Was sind eure Erfahrungen nach der TU?

    Habt ihr einen Job gefunden, wofür sich der Master auch was gebracht hat?

    Passt die Bezahlung?

    Sonstige Kommentare? Nur her damit ;)



    Beste Grüße


    Der Grund warum ich als Ziel das Bundesland Tirol sehe, ist tatsächlich - wie stackoverflow angedeutet hat - ich bin sehr gerne in den Bergen unterwegs: Ich wander gerne in den Alpen, möchte schon lange das Mountain Biking beginnen, eventuell auch Klettern fahre leidenschaftlich gerne Ski/Snowboard. Aus diesem Grund steht bei mir Innsbruck ziemlich hoch im Kurs, ja sogar Segelfliegen ist dort möglich. Ich denke, durch diese ganzen Möglichkeiten kann ich einiges an Lebensqualität dazu gewinnen.
    Natürlich ist das von mir eine idealisierte Vorstellung und die Realität sieht vielleicht ganz anders aus. Und natürlich mache ich mir auch Gedanken, ob das der "richtige" Schritt ist, wenn ihr bspw. der Meinung seid, ich denke zu utopisch, dann bitte ich euch auch von Herzen dies offen zu kommunizieren. Je eher ich auf den Boden der Tatsachen geholt werde, desto besser:X Auch macht mir die Bemerkung "Noch dazu bist du dort der ewige "Piefke"." etwas Angst. Na klar, ich bin und werde auch immer Ausländer in Österreich sein und sicherlich kann ichs nicht jedem recht machen, aber ich hoffe doch stark, dass ich irgendwann "akzeptiert" werde. Ich bin nun auch nicht aus Watte und denke mir: Zu verlieren habe ich nichts, versuch es einfach:)


    ok, bei deiner sportlichen Begeisterung wirst du in Tirol definitiv deine Freude haben :thumb:.
    Das mit "Piefke" darfst jetzt nicht überbewerten - ich wollte es eben nur gesagt haben - es gibt verschiedene Leute, eben auch welche, die ablehnend auf Zugezogene reagieren.
    Alles gute für deinen Berufseinstieg!

    mit Tirol hast du dir halt ein ganz spezielles Bundesland ausgesucht: du verdienst wenig, es gibt wenige technische Firmen, außerdem sind die Lebenserhaltungskosten sehr hoch. Noch dazu bist du dort der ewige "Piefke". Tirol macht meiner Meinung nur dann Sinn, wenn man in der Freizeit sehr gerne in den Bergen ist.


    Schau vor allem in und um Innsbruck, dort gibt es ein paar Firmen welche Informatiker einstellen. Außerdem gibts noch eine Handvoll Konzerne wie Swarovski oder Jenbacher (GE), die zahlen ganz ok was ich so gehört habe.
    3000EUR/Monat sollten in etwa drinnen sein (grobe Schätzung).

    Wer als DI abschließt, hat bewiesen, dass er mit den Inhalten der Informatik zumindest grundlegend vertraut ist und Basiskenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten vorweisen kann.
    Wenn jemand eher theoretische Schwerpunkte setzt, so kann es durchaus sein, dass er weniger Programmiererfahrung gesammelt hat.
    Sehe das aber nicht als Problem. Ein ET Absolvent muss ja auch nicht unbedingt Löten können, und ein MB Absolvent muss nicht unbedingt Reifenwechseln können.
    Problematisch wird es erst dann, wenn ein Theorie-Absolvent sich auf Stellen wie "C++ Experte" o.ä. bewirbt, behauptet, er kann eh programmieren, war ja schließlich auf der TU, und sich dann herausstellt, dass das nicht stimmt.
    Da ich früher Nachhilfe gegeben habe, kann ich dir aber sagen, dass das kein reines TU Phänomen ist. HTL, FH ... so Leute gibts überall. Und durch gezieltes Lernen (bezogen auf Prüfungsmodus) hat eine dann sogar ein "Sehr Gut" geschafft, obwohl sie eigentlich keinen Plan vom Programmieren hat.


    Ansonsten kann ich nur wiederholen, was ich eh schon in ein paar anderen Threads auch geschrieben habe: die österreichische IT Welt bewegt sich auf technisch niedrigem Niveau. Da gehts hauptsächlich ums Anwenden diverser Technologien wie JavaScript, SQL, C#/.NET, ...
    Dafür braucht man nicht wirklich einen TU Abschluss. Dafür reicht meist auch schon die HTL, sofern überhaupt irgendeine Ausbildung nötig ist. Deswegen oft auch wenig Verständnis für das Studienfach Informatik, weil die Leute ja Informatik mit bunte-Websites-zusammenklicken gleichsetzen. Auch hier wiederhole ich mich, indem ich zum Schluss ein Zitat (sinngemäß) eines HTL Absolventen bringe: "ja was lernt man denn in Informatik auf der Uni, Programmieren lernt man ja eh schon in der HTL, da bleibt ja nimmer viel über?".

    einer der wichtigsten Punkte für eine Abschlussarbeit ist das Interesse daran.
    Also: was interessiert dich? Computergraphik, Bildverarbeitung, maschinelles Lernen, ...? Nach ein paar Jahren Studium sollte man ja doch ein Gefühl dafür entwickelt haben, was man mag und was nicht.
    Davon ausgehend schau dir die möglichen Themen an. Wenn dich ein Thema interessiert, schreib den eingetragenen Betreuer an. Oft ist es möglich, ein Thema auch an seine Interessen anzupassen bzw. die Schwerpunkte entsprechend zu setzen.
    Wichtig ist meiner Meinung nach auch, dass es genug Literatur zu dem Thema gibt. Also kein zu exotisches Thema nehmen ;-)


    CG: https://www.cg.tuwien.ac.at/courses/projekte/
    CVL: https://cvl.tuwien.ac.at/bache…-praktika-masterarbeiten/
    IMS: https://www.ims.tuwien.ac.at/topics

    Das stimmt. Leider gibt es die Annahme, dass Informatiker ja doch nur akademische EDV-Techniker sind. Dass das halt doch ein eigenes Berufsbild ist, ist vielen nicht ganz klar.


    eben. Aber in den anderen technischen Fächern ist's nicht anders. Ein Maschinenbauer kann doch mal schnell was am Auto reparieren, ein Elektrotechniker den Fernseher, und ein Informatiker eben beliebige Computerprobleme lösen.
    Die Antwort ist jedes Mal: wenn der (die) Absolvent(in) sich in der Freizeit damit beschäftigt hat, dann ja, sonst nein.

    ich hab auch ET studiert, und muss dich leider enttäuschen: ET ist sehr theoretisch ausgelegt. Du lernst zwar die Eigenschaften des EM Felds, nicht aber, welches Lamperl am Computer wann leuchtet (und ehrlich gesagt ist das auch nicht Sinn eines Studiums).
    Wenns schon unbedingt eine LVA sein muss, dann mach das Messtechniklabor. Allerdings brauchst du dort schon einige Grundlagen a la ET1, ET2 und SigSys1.
    Viel besser wäre es, wenn du dir ein Mikrocontroller Set zulegst und damit rumspielst. Oder du kaufst dir ein Elektronik Baukasten, da kann man ohne Löten schnell diverse Schaltungen zusammenstecken. Dazu noch irgendein Simulationstool (z.B. Spice).


    Wenns dich beruhigt: es gibt genug Informatiker, die keinen Plan vom Innenleben eines Computers bzw. Elektronik haben. Und eigentlich ist das auch nicht nötig, man muss ja nicht Mädchen-Für-Alles sein.

    vielleicht lernst du falsch. Im Gegensatz zu den klassischen Lernfächern der Schule muss man in Mathe und Informatik die Dinge wirklich begreifen und nicht nur wiederkäuen.
    Arbeite also daran, möglichst unterschiedliche Probleme lösen zu können (arbeite an deiner "Problemlösungskompetenz"). Es hat keinen Sinn, Bubble Sort auswendig zu lernen. So einen einfachen Algorithmus sollte man mit nachdenken und ausprobieren an einfachen Beispielen leicht herleiten können.
    Du kannst ja z.B. einige Problemstellungen von https://leetcode.com/problemset/algorithms/ durcharbeiten, da ist von einfach bis schwierig alles dabei.


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    Beim Programmieren war unser Prof. kreativ und hat komplett andere Aufgaben drangenommen


    und

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    „Einfache Aufgaben mache ich oft falsch“, weil ich zu viel überlege (und mich verunsichere)


    und

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    welche ich intensiv durchdacht und auch zum Teil auswendig gelernt habe


    und

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    Bei der Umwandlung von Dez -> Bin (welche in Schlaf gekonnt hatte) habe ich trotzdem Rechenfehler gemacht.


    überlegen wäre schon mal der richtige Ansatz. Du versuchst hingegen eine Schema-F Lösung aus den Unterlagen zu suchen, und das ist problematisch: 1. weil der Prof. zum Glück immer neue Aufgaben gibt um genau das sture Auswendiglernen zu verhindern und 2. weil du einen Algorithmus nur schwer fehlerfrei auswendiglernen kannst, herleiten hingegen ist oft einfach (aber: man muss es verstanden haben!).

    kann dem nur zustimmen. Kaum zahlt man selbst, nehmen sich die Ärzte auch Zeit.
    Mein früherer Zahnarzt ist auch aus dem Kassenvertrag ausgestiegen. Er hat als Erklärung die Liste veröffentlicht, in welcher drinnen steht, für welche Behandlung er wie viel von der Kasse bekommt. Das waren erstaunlich kleine Beträge. Also nicht nur die Patienten werden kurz gehalten, den Ärzten geht es gleich.
    Wenn man sich dann jedoch anschaut, welche Schlösser und Glaspaläste die Krankenkassen haben, und wenn man bedenkt, wie viele "Manager" oder andere Nichtsnutze mit fürstlichem Gehalt es dort wohl gibt, kann man erraten, warum das Gesundheitssystem immer mehr zusammengekracht.

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    Du steigst aber danach auch mit Titel aus, was in der Privatwirtschaft kaum der Fall ist (monetär zahlt es sich dann aber auch nicht aus einen Phd zu machen um nachher mehr zu verdienen). Und bei AllIn Verträgen in der Privatwirtschaft ist das Stundenpensum auch nicht wirklich besser (ich zumindest habe schon von weitaus mehr Consultants mit Burnout gehört oder von Phd-Studenten ;))


    das Stundenpensum eines PhD Studenten kann ich nur durch Erzählungen beurteilen. Und da sind mir zumindest zwei Fälle bekannt, wo Leute mit <<40h Vertrag allerdings >40h arbeiten.
    Consultant ist natürlich ein Spezialfall, da ist der Deal viel Geld für viel Arbeit, aber in der reinen SW Entwicklung reißen sich die meisten keinen Haxen aus (auch wenn viel gejammert wird), egal ob mit oder ohne All-In, das kann ich aus eigener Erfahrung so sagen ;)


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    Kenne einige Phd-Studenten mit 6 Jahresverträgen auf der Uni und das ist mMn dann schon gut planbar.


    ich meinte die Zeit danach, also wenn man so um die 40J. ist. Meines Wissens werden die Leute nach dem PhD ja nur begrenzt verlängert, wegen irgendeiner Kettenvertragsregel (vielleicht weiß dazu jemand mehr). Und das stell ich mir halt blöd vor, wenn man mit 40 in die Privatwirtschaft gehen muss, ich kann nicht beurteilen wie einfach/schwer das in dem Alter ist. Hängt halt auch vom Forschungsthema ab. Jemand der sagen wir mal irgendwas Richtung Programmiersprachen gemacht hat wird leichter was finden als jemand der sich mit theoretischer Informatik beschäftigt hat. Natürlich könnte man auch in die Forschungseinrichtgen wie AIT gehen, aber der Bedarf dort ist sicher auch begrenzt.

    Ich finde das Vertragssystem auf der Uni wenig motivierend.
    Oft gibts nur 30h oder gar 20h Verträge, siehe z.B. ein Angebot für eine PhD Stelle an der TU Wien:


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    Univ.Ass. PreDoc, 25 hours/week, 4 years


    The ??? Group invites applications for an assistant position for a PhD candidate (Univ.Ass. PreDoc). The position is for a duration of four years and is paid according to pay scale B1 at 25 hours per week.


    Warum soll ich mir das antun? Wie jeder weiß, bedeutet 25h beim PhD ohnehin 40+h. Ich bekomm wahrscheinlich 2000brutto wenn's hoch kommt, arbeite aber gleich viel oder mehr als in der Privatwirtschaft.
    Noch dazu habe ich keine Sicherheit, dass ich in der Wissenschaftsschiene bleiben kann (auch nicht bei guten Leistungen).
    Nach dem Doktor bzw. Postdoc ist man dann um die 40, und muss dann entweder erst recht in die Privatwirtschaft, oder man hangelt sich von einem Projektposten zum nächsten weiter.


    Kurz zusammengefasst sieht die Plus-Minus Liste für Wissenschaft bei mir so aus:
    + interessante Themen
    + oft einige Freiheiten bei der Themenwahl, ich kann bis zu einem gewissen Grad selber bestimmen, wo die Reise hingeht
    - schlecht planbar
    - je nach Anstellung finanziell problematisch


    Was könnte man ändern:
    + Laufbahnstellen. Ab einem gewissen Punkt (z.B. PhD) bekomme ich die Garantie, dass ich auf der Uni bleiben kann (sofern ich mir nichts zu Schulden kommen lasse und eine gewisse Mindestleistung erbringe)
    + normale Verträge, die nicht jeden abschrecken, der Dinge wie Haus oder Kinder in Planung hat
    + Ausmisten der Institute. Auch wenn ich mich damit bei manchen unbeliebt mache, ich sehe keinen Grund Gender"forschung" o.ä. zu betreiben, lieber Fokussierung auf ein paar Forschungsschwerpunkte, welche sowohl wissenschaftlich als auch wirtschaftlich Sinn machen. Und diese Schwerpunkte bekommen dann aber auch genug Geld.