INSO IIxD - Angabe 3 - RAGEPOST

  • ich muss mir luft machen, und es kann nicht sein, dass ich der einzige bin dem's so geht.



    ich hab die essentiellen texte der angabe mal durch den deutschen http://www.blablameter.com geschossen


    Quote

    Bullshit-Index :0.64


    Sollten Sie eine echte Botschaft transportieren wollen, so erscheint es fraglich, ob diese Ihre Leser auch erreicht.




    my point:
    das ganze wär ja halb so wild wenn's kein pflichfach wäre, aber ich bin schwer enttäuscht. nicht nur vom inhalt der angabe, sondern auch vom (nicht vorhandenen) mehrwert für meine ausbildung.


    diese beispiel ist doch ein witz.
    eine "nachhaltige, smarte und runde Gesamt-Konzepetion"? ich bin ja was heiße luft produzieren angeht auch sehr kompetent, aber da kann ich scheinbar doch noch was lernen.


    ein video, wo darsteller beim zähneputzen die konzeptionierte mobile app verwenden? mir erschließt sich absolut nicht, in welcher realität das die bevorzugte didaktische methodik ist um
    eine "intensive Auseinandersetzung mit den Benutzern und dem Einsatzgebiet für Ihre Lösung" hervorzurufen.


    jetzt verbring ich mit 3 anderen leuten 20% der verfügbaren zeit zu überlegen, für welche der zwei langweiligen "apps" wir welche funktionalität herausheben wollen. 40% der zeit mockups 3 mal hin und her zu schicken und zu diskutieren und die restlichen 40% dieses dämliche video zu gestalten (wobei tatsächlich max 10% in die "intensive auseinandersetzung blahshit" investiert werden können).


    interface design...
    bis jetzt gab es keine einzige erwähnung des begriffs "barrierefreiheit". ein thema das in unserer heutigen sozialen struktur mEn im interface design wesentlich wichtiger ist als ein "mobiles schlüsselsystem" für ein smartphone zu gestalten.
    in dem zusammenhang gab es bis jetzt gab es keine einführung in farben bzw farbkomposition.
    die einleitung in intuitives layout bestand aus ein paar folien.
    feedback zu unserer gestaltung in aufgabe 2 gab es fast keines


    der hauptinhalt der lva war bis jetzt, "prozessmanagement in der ui-entwicklung".


    "fragen bitte gleich stellen": was soll der scheiss eigentlich? bitte nehmt's euch ein beispiel am IGW and suck it.




    ihr könnts euch sicher sein, dass ich die bei der lva bewertung zerleg. und ich bin dabei garantiert nicht allein.


    i used to care about IID - then INSO shot an arrow in my knee.

  • Agreed. Ich war bereits nach dem ersten AG, sagen wir leicht irritiert, aber nun bin ich, sagen wir ein wenig verstört. Ich hatte zudem zwar den Eindruck dass sehr viel Wert darauf gelegt wird zu sagen Feedback sei wichtig, allerdings stieß ich zumindest beim AG sowie nach einer VO auf ein wenig taubere Ohren , als ich es mir erwartet hätte. Nun ja in Summe bin ich verärgert und enttäuscht.


    Trotz allem eine ruhige Nacht.


    LG Tor


    Sent from my GT-I9100 using Tapatalk

  • Ich nutze die Gelegenheit um mir auch etwas Frust von der Seele zu schreiben. Da ich als betroffener subjektive Erlebnisse schreibe (noch dazu relativ kurz nach dem Erlebten - also quasi im "Affekt"), behaupte ich nicht, dass das die objektive und vollkommene Wahrheit über die LVA ist, und weise ausdrücklich darauf hin, dass ich mir eine stark negativ besetzte Meinung gebildet habe.


    So, wo fang ich an?


    Die LVA ist in meinen Augen eine Katastrophe. Eine Katastrophe in Puncto Nachvollziehbarkeit.
    Die Angabe ist ein Gemisch aus Marketingbullshit ("Der Kern der Aufgabe besteht in einer nachhaltigen, smarten und runden Gesamt-Konzepetion" [sic]), Generischem Bullshit, Drumherumgerede ("Reflektieren Sie, wie sich die Anwendung [...] in den alltäglichen Use-Case des Benutzers integriert"; was ist "der alltägliche Use-Case"?!) und Lügen ("Es ist uns wichtiger, dass Ihr Konzept einen praktischen Nutzen hat [...] als dass sich jedes erdenkliche Feature im Detail umgesetzt vorfindet.").


    Unsere Gruppe hat sich trotzdem - wie sicherlich viele andere Gruppen auch - sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt, wir haben viele Stunden in das Video investiert, uns noch mehr Stunden den Kopf darüber zerbrochen, wie wir am besten viel Blödsinn - ääh - Informationen darüber schreiben, wie nachhaltig, smart und rund unser Konzept nicht ist - Zeit, die - wie der Kollege bereits beschrieben hat - in sinnvolle Tätigkeiten fließen könnte, wie z.B. Überlegungen zur Barrierefreiheit, Internationalisierung, Platformunabhängigkeit etc.


    Soweit sogut. Wir nahmen an, ein gutes Konzept entworfen zu haben, haben gemäß Angabe darauf geachtet, dass unser Konzept sich "möglichst reibungslos in den Alltag des Benutzers" einfügt etc.


    Dann folgte gestern unsere Präsentation, bei der die anwesenden Mitglieder der LVA-Leitung jegliche Art von zwischenmenschlichen Normen ignorierten - darunter "Konstruktive Kritik" oder bloß "Jemanden Anschauen wenn er vorne steht und redet" - wenn nicht alle Studenten zuhören ist mir das egal, aber dass die LVA-Leitung auf total gelangweilt tut, wenn vorne eine Präsentation stattfindet, ist einfach zum Hinschmeißen. Solche Leute gehören einfach nicht in den Lehrkörper einer Universität (und bitte bitte bitte schon garnicht einer Schule).


    Nachdem unsere Präsentation großteils ignoriert - äh - angehört und so hingenommen wurde, kam das Highlight: "Es ist zwar nett, dass Sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben, aber irgendwie passt das alles nicht zusammen." Auf unsere Frage, was denn genau nicht passe, konnte uns keine richtige Auskunft gegeben werden. Einen Kritikpunkt an unserem Konzept konnten wir zwar erfolgreich mit Argumenten verteidigen, was die anwesenden Beurteilenden aber nicht davon abhielt, zuwider dreinzuschauen und das ganze als "naaaa ... da fehlt einfach das Grundkonzept, das kommt da nicht raus" abzustempeln.


    Es wurde auf unnötigen Details herumgeritten (darunter ganz wichtig: Was ist denn jetzt die Reichweite Ihrer Kommunikation? 10cm oder 5m? Was ist wenn der Benutzer gerade dies und das nicht will?), sinnlos Argumentationen wiederholt ("das g'fallt ma so einfach nicht") und der Informationsgehalt im Feedback erfolgreich möglichst gering gehalten.


    Zusammenfassend: Teilweise fragwürdige Aufgabenstellung, unklare Angabe, willkürliche, nicht nachvollziehbare Benotung bzw. Bewertung (Stichwort Deutschaufsatz) und dazu zwischenmenschliche Unfreundlichkeit bzw. Gleichgültigkeit auf höchstem Niveau.


    Ich bin seit längerem Tutor. Ich weiß, wie mühsam es sein kann, einen ganzen Tag an der Uni zu verbringen. Ich kann mir denken wie ermüdend es ist, sich dauernd Ideen zu mehr oder weniger dem selben Thema anzuhören. Aber ich weiß als didaktisch zumindest etwas bewanderter Mensch, dass man gewisse Punkte beachten muss:

    • Dem Sprechenden aktiv zuhören (Augenkontakt oder zumindest irgendeine Form von Aufmerksamkeit)
    • Laufendes Feedback (sei es nur durch Mimik, Gestik, Nicken oder Kopfschütteln)
    • Sachliche, konstruktive Kritik (sagen was konkret besser gemacht werden kann), nicht einfach als ungut abstempeln - in dem Zusammenhang auf Kritik-Sandwich-Technik setzen (Positives - Kritik - Positives), so bleibt das Bemängelte und der Lösungsvorschlag viel effizienter im Gedächtnis

    Wenn man das nicht unter einen Hut bringt, ist eine (lehrende) Stelle an einer Uni sicherlich nicht die richtige Wahl.


    Gut gemeinte Vorschläge an die (höhere) LVA-Leitung:

    • Überlegt euch doch bitte eine konkrete Angabe. Bitte möglichst smart und rund. Und nachhaltig.
    • Haltet euch an eure eigene Angabe. Wenn drinsteht, dass auf Details nicht zu achten ist, und prinzipiell der Grundanwendungsfall behandelt werden soll, reitet dann bei der Präsentation bitte nicht auf Details herum als würden sie über Leben und Tod entscheiden. Qualität über Quantität: Das steht auch in eurer Angabe.
    • Setzt bitte in Termine mit voraussichtlich längerer Dauer Leute rein, die nicht ausschließlich Langeweile und Desinteresse ausstrahlen. Wenn ihr von uns ein Dokument verlangt, welches "qualitativ und prägnant" sowie "ansprechend" ist, kommt uns bitte nicht mit Schlaftabletten entgegen.
    • Ersetzt bitte jene Personen, die didaktisch einfach nur unfähig sind und gemäß Scheuklappen-Prinzip ausschließlich ihre eigenen Ideen und Vorstellungen sehen und jegliches Andersdenken als "g'fallt ma nicht" abstempeln.

    Vielleicht wären dann die Studenten auch motivierter, sich mit Interface Design zu befassen, und würden sich ein wenig nützliche Informationen zum Interface-Design mitnehmen, nicht (wie ich heuer) ausschließlich das Herumschlagen mit komplett inkompetenten Mitgliedern der Leitung dieses (in der jetzigen Ausführung) hoffnungslosen Fachs.

    Edited once, last by wichtel: Rechtschreibung, kleine Formulierungsänderung ().

  • ich versteh eure einwände, aber ich frag mich gerade ob nur mir schon in der vorbesprechung klar wurde, dass es sich hier mehr um buzzword-bingo handeln würde als um eine wirklich interessante lva ;)


    wir haben zwar natürlich auch noch keine endgültige benotung, jedoch muss ich sagen, dass mir zumindest der stil bei der präsentation schon mehr zugesagt hat als bei der abgabe vom 2. beispiel

    "There's no such thing as Computer Science-it's witchcraft", math department of MIT, 1961


    You are all children of a worthless god!

  • wichtel: stimm dir komplett ueberein; dieses Fach sollte das erste gewesen sein, welches bei der Studienplanaenderung gestrichen gehoert haette. Den ganzen Fancy-Buzzword-Crap wollt ich eigentlich auf einer Technischen Universitaet nicht hoeren.

  • Also beim Purgathofer war diese LVA sehr gut :o


    Deswegen hoffe ich auch, dass er sie wieder macht. Ich mochte das Slidecasting-Prinzip und seine Unterrichtsmethode in "Gesellschaftliche Spannungsfelder der Informatik" (und ihn als Vortragender) sehr.
    Weiß diesbezüglich jemand was? Hält er die LVA im SS oder WS 12?

  • Klingt ganz nach INSO ;).
    Ich habe auch einige LVAs am INSO absolviert - gerade noch, dass ich mich noch überhaupt erinnern kann, dies getan zu haben.
    Und an fette Reader voller blabla, die man kaufen sollte um dann bei der Prüfung selber einen halben fetten Reader blabla hinzuschreiben :).


    Aber ich kann euch beruhigen, habe eine gewisse ähnliche LVA woanders gemacht in der GUIs mit Perl/TK programmiert haben und es angeblich ja nur ums UI und nicht um die Funktionalität ginge - und dann bei der Präs zu den diversen Leuten "also bei deinem Autoradio geht die Sendersuche nicht", "Warum ist diese Funktionalität nicht drin?", "wenn man auf diese Buttons klickt passiert nichts" etc. (um die eigentlichen Aspekte der Gestaltung ging es dann eigentlich nie).
    Die (mündlichen) Angaben waren halt auch sehr vage.. insofern kamen sehr unterschiedliche Ergebnisse raus.
    Am besten wars bei denen, die nur 3-4 Buttons gemacht haben, die aber auch schon funktioniert haben. Die "Mock-Upper" die Frontends für komplexe Systeme erstellt haben, wurden nur angeschnauzt, dass die Dinge nicht funktionieren (wobei ich da nicht dazugehörte, umfangreiche GUIs erstellen ist nicht grad das was mir Spaß macht..)


    Fürs freie Beispiel hab ich eine Art simuliertes Oszilloskop mit diversen einstellbaren Signalverarbeitungsfunktionen händisch implementiert.. kam aber scheinbar auch nicht so toll an angesichts der Note.. gut, dass ich mir die FFT nicht noch angetan hab ;).


    Tja, zwei der vielen LVAs bei denen ich eigentlich praktisch nichts mitgenommen habe (ausser ein wenig über menschliches Verhalten).
    Bissl hirnloses Zeugs programmieren konnte ich vorher schon...

  • So und jetzt stellt euch mal vor, das der Chef vom INSO den Studienplan vom Master medizinische Informatik nach seinem Ermessen geändert hat. Dann kommt man sich erst richtig verar**** vor...

    Why?... Because we can take it. We are not heroes, we just love science. We are silent guardians, watchful protectors of knowledge. We are dark knights (sometimes in white labcoats).


    freiBär für alle!
    https://twitter.com/freiBaer

  • So und jetzt stellt euch mal vor, das der Chef vom INSO den Studienplan vom Master medizinische Informatik nach seinem Ermessen geändert hat. Dann kommt man sich erst richtig verar**** vor...


    Ich habe die netten neuen LVAs und Praktika auch schon gesehen ;).
    Gut, dass ich mir das nicht mehr antun muss..

  • So und jetzt stellt euch mal vor, das der Chef vom INSO den Studienplan vom Master medizinische Informatik nach seinem Ermessen geändert hat. Dann kommt man sich erst richtig verar**** vor...


    Es gibt auch medizinische Informatik-Studenten, die wirklich medizinische Informatik (KIS, LIMS, PACS, etc.) studieren wollen und nicht Medizin, Mikrobiologie oder Biomedical Engineering. Insofern ist der Studienplan völlig okay, für deine Bedürfnisse wäre wahrscheinlich ein universitätsübergreifendes individuelles Studium besser, nur ist das sicher ein bürokratischer Spießrutenlauf.
    Ändert natürlich nichts daran, dass die INSO-LVAs unzumutbar sind und die Arbeitsgruppe zugesperrt gehört. Die Informatik an der TU ist sowieso schon schwerst theorielastig und vollkommen jenseits aller Anwendbarkeit, und dann ist eine der wenigen Gruppen mit einem praxisnäheren Anspruch in einem derartigen Zustand.


    Aber zurück zu IID, ich habs letztes Jahr am INSO gemacht und fand es zwar unerträglich, aber deutlich besser als bei Purgathofer, wo ich ein Jahr davor vor der Kindergarten-Didaktik ("Mitarbeitsplus") kapituliert habe.
    Man darf sich bei beiden Varianten nichts dabei denken, einfach den allergrößten Blödsinn abzugeben. Beim INSO muss man wenigstens nur drei blödsinnige Abgaben machen, bei Purgathofer muss man zehnmal die Woche irgendeinen pseudo-kreativen Blödsinn posten.


  • Aber zurück zu IID, ich habs letztes Jahr am INSO gemacht und fand es zwar unerträglich, aber deutlich besser als bei Purgathofer, wo ich ein Jahr davor vor der Kindergarten-Didaktik ("Mitarbeitsplus") kapituliert habe.
    Man darf sich bei beiden Varianten nichts dabei denken, einfach den allergrößten Blödsinn abzugeben. Beim INSO muss man wenigstens nur drei blödsinnige Abgaben machen, bei Purgathofer muss man zehnmal die Woche irgendeinen pseudo-kreativen Blödsinn posten.


    Kann ich mir gut vorstellen. Ich bin auch einer der scheinbar wenigen Leute, die mit dem Stil nicht viel anfangen können.
    Fehlersuche in Folien, Überwachungskameras oder mich mit einem alten Gerät fotografieren, google earth marks setzen, mit diesem ganzen web2.0-graffl rumfuhrwerken etc. war auch nicht mein Ding und empfand ich eher als Zeitverschwendung (nicht nur "eher", GSI ist glaub ich meine schlechteste Note im Studium ;)).


    Für eine LVA in hundert unübersichtlichen, seltsamen Blogs, Slidecasts wasweißich - in denen alles klein und auf "cool" geschrieben ist - rumwühlen finde ich jetzt auch eher mühsam.
    Mit dem Stil von Werner P. kann ich da schon mehr anfangen. Aber deswegen gibts ja wohl entsprechend jeweils ein Masterstudium für die beiden ;).


    Ist aber Geschmackssache - ich kam z.B. mit dem PRIP und deren LVAs immer gut klar, das bei vielen Leuten ja auch sehr unbeliebt ist.

  • Es gibt auch medizinische Informatik-Studenten, die wirklich medizinische Informatik (KIS, LIMS, PACS, etc.) studieren wollen und nicht Medizin, Mikrobiologie oder Biomedical Engineering. Insofern ist der Studienplan völlig okay, für deine Bedürfnisse wäre wahrscheinlich ein universitätsübergreifendes individuelles Studium besser, nur ist das sicher ein bürokratischer Spießrutenlauf.


    Verzeiht mir, dass ich noch ganz kurz Offtopic sein muss....aber meiner Meinung nach bräuchte man für KIS,LIMS,PACS kein eigenes medizinische Informatik Studium....da würds reichen das in den Software Engineering Master zu verschieben. Aber ich muss dir recht geben, für das andere wär ein universitätsübergreifendes Studium besser. Das war es früher mal auch, aber dann konnte man sich irgendwie mit der MedUni nicht mehr einigen... Ein individuelles Studium wär natürlich auch eine Idee, aber da weis man meiner Meinung nach nie wie das dann angenommen wird...


    [/Offtopic]

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