• Hallo!


    Was habt ihr euch entschieden?


    §118a - Nein. Es ist für Computersystem gespeicherten Daten.
    §119 - Ja. Es ist genannt:eine Vorrichtung ... sonst empfangsbereit ... (Iphone als sonst empfanggsbereit Gerät)
    §119a - Ja. Es geht um ''...im Wege eines Computersystems übermittelten...'' (Computersystems allgemein)
    §120 - Nein. Es ist nur für Tonaufnahme- oder Abhörgeräten.


    lg

  • 118 + 120 => NEIN
    119 => JA
    aber warum stimmt 119a) ??? check das nicht, das macht mir "kopfzerbrechen" ...

    "Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten."

    Einmal editiert, zuletzt von Pix3l ()

  • Ich habe da mal eine zu §119 und §119a. Angenommen §119 Trifft in unserem Falle zu, Ist es dann nicht so, dass §119a gar nicht mehr zutreffen kann.


    "Wer in der Absicht, sich oder einem anderen Unbefugten von im Wege eines Computersystems übermittelten und nicht für ihn bestimmten Daten Kenntnis zu verschaffen und dadurch[...]eine Vorrichtung, die an dem Computersystem angebracht oder sonst empfangsbereit gemacht wurde, benützt[...], ist, wenn die Tat nicht nach § 119 mit Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen."

    Oder soll das nur bedeuten, dass wenn §119a ohne §119 zutrifft, das Strafmaß die besagten Ausmaße hat, wenn jedoch beide zutreffen das Strafmaß höher ausfällt?

  • Und wieder...


    Sapientas hat Recht:


    Zitat

    Nein, glaube kaum, es kann nur jemand wegen einem der beiden Tatbestände angeklagt werden, nicht wegen beiden, das sagt auch der dick markierte Satzteil aus, so zumindest meine Meinung.


    Und goran ebenso:


    Daten Kenntnisse VS Nachricht Kenntnisse
    Es ist unterschiedlich...


    Gemäß die Namen: Verletzung des Telekommunikationsgeheimnisses u. Missbräuchliches Abfangen von Daten
    Es geht um keine Telekommunikationsgeheimnisse, dh soll 119a - JA und 119 - NEIN sein!


    lg

  • Ich glaube nicht, dass es hier darum geht festzustellen, was JA und was NEIN sein soll, schließlich heißt es nicht umsonst »2 Anwälte, vier verschiedene Meinungen«. Wenn man nachvollziehbare Interpretationen und logische Begründungen nennt, ist vermutlich jede Antwort richtig.

  • Ab wann sind Daten denn Nachrichten und wo genau ist das definiert?
    Ich würde sagen:


    118: Nein
    119: Ja
    119a: Nein
    120: Nein

    “Fantasy is hardly an escape from reality. It's a way of understanding it.” - Lloyd Alexander


    “The more I see of what you call civilization, the more highly I think of what you call savagery!” - Robert E. Howard, King Kull

    "Kapitalismus heißt: Man kauft Dinge die man nicht braucht, von Geld, das man nicht hat, um Menschen zu beeindrucken, die man nicht leiden kann." - Volker Pispers

  • In der Aufgabenstellung steht ja, man soll sich kurz halten beim Beantworten der Fragen.


    Wenn man aber jetzt z.B. angibt, dass 119 stimmt und 119a nicht mit der Begründung, dass ja schon 119 zugetroffen hat, ist das dann zu wenig Begründung oder ist es eh besser, je kürzer die Begründung ist?

  • Weiss nicht, als Abhörgerät im eigentlichen Sinne wie ne Wanze oder Diktiergerät zB. würd ichs net bezeichnen...imho wär's wenns wiederrum "Vorrichtung" heißen würde anders ;) Tonaufname wird auch keine gemacht, sondern Vibrationen ausgewertet..
    Aber gibt halt auch bissl viel Interpretationsspielraum..

  • Bei §120 bin ich mir auch nicht sicher. Lest mal Absatz 2a. Meiner Meinung nach wird das ja erfüllt, oder übersehe ich da etwas?


    Vorweg: Ich tappe diesbezüglich genauso im Dunkeln wie viele Nicht-Juristen. Nachfolgend allerdings zwei Überlegungen diesbezüglich:


    Zitat


    ... einer Telekommunikation ...


    Wenn ich also ein Word-Dokument eingebe ist es plötzlich erlaubt? Woher weiß der Keylogger denn was er da aufzeichnet? Ich würde sagen, dass das nicht gelten kann, zu speziell ist der Paragraph formuliert.


    Weiters, wie kann man denn pauschal behaupten, dass der Keylogger (also der Mensch der den Keylogger benutzt) das macht um Kenntnis über "den Inhalt dieser Nachricht" zu erlangen? Vielleicht macht er's ja einfach nur so um zu testen ob es geht, oder weil er soviel Spaß daran hat diese Technik zu verfeinern etc.


    Ich glaub nicht, dass man jemandem einfach so unterstellen kann er handle aus dem Motiv heraus daraus Profit (in welcher Form auch immer) zu schlagen, oder doch? (Wenn er versucht hätte die Daten zu verkaufen, dann wäre das mMn was anderes)

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    Einmal editiert, zuletzt von Vendredi ()

  • Mal ne blöde Frage:


    In Paragraph 118a und 119a kommt ja u.a. folgender Satz vor


    Wer sich in der Absicht, sich oder einem anderen Unbefugten von in einem Computersystem gespeicherten und nicht für ihn bestimmten Daten Kenntnis zu verschaffen und dadurch, dass er die Daten selbst benützt, einem anderen, für den sie nicht bestimmt sind, zugänglich macht oder veröffentlicht, sich oder einem anderen einen Vermögensvorteil zuzuwenden oder einem anderen einen Nachteil zuzufügen (...)


    (in Paragraph 119a etwas anders, aber das fettgedruckte ist ja gleich)



    Ich denke ja mal, es ist so: Da diese drei "Gründe" (In der Absicht sich Kenntnis zu verschaffen, Vermögensvorteil zuwenden, Nachteil zufügen) mit oder verbunden sind, muss nur einer zutreffen.
    Was mit und verbunden ist, da muss ja aber beides zutreffen oder?


    Wenn man jetzt den Satz von Anfang an bis zum Ende des Fettgedruckten liest, heißt das dann nicht, dass dieser Grund nur dann zutrifft, wenn man sich zu den Daten Kenntnis verschaffen will und sie gleichzeitig, weil man sie benutzt, einem anderen zugänglich macht?
    Und dass, wenn man sich einfach nur Kenntnis verschaffen will, ohne die Daten beim Benutzen anderen zugänglich zu machen, dass dieser Grund dann nicht zutrifft?


    Auf gut Deutsch also: Wenn man sich nur selbst oder anderen Kenntnis der Daten verschaffen will, dann ist es erlaubt, wenn man aber gleichzeitig beim Benutzen der Daten sie anderen zugänglich macht, dann ist es erst verboten?


    Oder nehm ich das grad zu wortwörtlich? Wie würdet ihr das sehen?

  • da stimme ich zu, der besagte satz sagt nichts über das sich zu kenntnis machen der daten alleine aus, was anderes wird laut unseres sachverhaltes ja aber auch nicht gemacht, es wird ja nicht gesagt wozu das keylogging sonst noch gut sein soll. also können wir einmal nur davon ausgehen dass das logging stattfindet und somit die daten auf dem iphone sind, also werden die daten für den aufzeichner zugänglich. 118a und 119a können hier also schon nicht zum tragen kommen, wohl aber 119, denn da geht es ja um das zu kenntnis machen.
    eine nachricht ist in diesem fall eine kombinationen von symbolen, die für jemanden eine bedeutung haben und dies ist hier bei der eingabe von der tastatur wohl der fall.


    bei 120 bin ich mir nicht ganz sicher aber ich würde sagen dass abschnitt 2a zutreffen könnte wenn man davon ausgeht das ein iPhone überhaupt ein tonaufnahme- bzw in diesem fall wohl eher ein abhörgerät sein kann. hier müsste man sich wohl die rechtliche definition von abhörgerät anschauen. ich hab das aber mal mit ja beantwortet.

    this.isSparta();


    2B||!2B that's the question.


    darüber meditieren ich werde..... °(((=((===°°°(((:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    3 Mal editiert, zuletzt von schobiwan ()