Tutorjob: wann überschreitet man Geringfügigkeitsgrenze?

  • Hallo,


    ich bin gerade etwas verwirrt bei den Angaben von Umfängen von Tutorjobs... Wäre euch dankbar, wenn mir da jemand kurz helfen könnte.


    Und zwar, sind "Beauftragungsstunden" das gleiche wie "Stunden pro Woche"?
    Und falls ja, wieviele dieser Bauftragungsstunden dürfte ich machen, sodass ich unter der Geringfügigkeitsgrenze bliebe?


    Hier ein Beispiel
    *) Fach A: 3 Beauftragungsstunden
    *) Fach B: 3 Stunden pro Woche
    *) Fach C: 5 Stunden pro Woche


    Sind jetzt "Stunden pro Woche" und Beauftragungsstunden das gleiche? Falls ja, dann hätte ich ja 11 Beauftragungsstunden, laut https://vowi.fsinf.at/wiki/FAQ_Die_Universitätskarriere_und_-hierarchie_-_vom_Tutor_bis_zur_Rektorin bekommt man pro Beauftragungsstunde 249 € pro Semester. Da das Semester 4 Monate lang ist (oder ist es 6 Semester lang, mit Februar und März?), würde ich also 11*249 / 4 = 684 € pro Monat verdienen und wäre damit über der Geringfügigkeitsgrenze.
    Wo müsste ich das angeben, da ich ja nun Steuern zahlen müsste? Würde ich das bei einem Steuerausgleich zurückzahlen müssen oder muss ich das vorher irgendwo melden?
    Und wieviel von diesen 684 € blieben mir ca. noch übrig nach Abzug der Steuern?



    lg und danke schonmal ;)


    edit: Und sind Beauftragungsstunden das gleiche wie ECTS?

    "The quieter you become, the more you are able to hear."
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    Edited 2 times, last by Juggl3r ().

  • Bei uns in Klagenfurt waren das die gemittelten Stunden, die du arbeitest, da du bei jedem Fach anders arbeitest (Mathematik z.B. konstant/Woche, beim anderen wie DM geblockt zu den Abgabezeiten)


    Sobald du über die gering. Grenze arbeitest, zahlst du einen Betrag von rund 14 % an die Krankenkasse. SVZ und co führt der Arbeitgeber also die Universität normal ab. Lohnsteuer wird erst ab 11.000 bzw. 10.000 (was der Freibetrag ist) im Jahr fällig, wenn du die Grenze überschreitet, zahlst du darüber rund 35 % Lohnsteuer.

  • ich wuerde mich ehrlich gesagt gerade in der sache nicht daran halten, was im vorlesungswiki steht, sondern was in den (aktuellen) zugehörigen veröffentlichungen der TU steht.
    das findest du unter §8 Tutorinnen und Tutoren gem. §30 KV in: http://www.tuwien.ac.at/dle/pe…innen_gastprofessorinnen/ -- da steht dann auch, wie viel du genau pro semester ausbezahlt bekommst (btw, 1 semester = 5 monate + aliquote sonderzahlung).


    1 beauftragungsstunde entspricht 1 stunde arbeit / woche.

  • Abhängig von dem Lehrveranstaltungstyp, der Anzahl der ausgestellten Zeugnisse im letzten Jahr sowie dem Aufwand der Lehrveranstaltung in ECTS-Punkten bzw. Semesterwochenstunden wird für eine bestimmte Lehrveranstaltung eine bestimmte Anzahl an Tutorenstunden vergeben. Der Lehrveranstaltungsleiter selbst legt fest, welche Tutoren er für wie viele Stunden haben möchte, der Studiendekan muss dem schließlich zustimmen und erteilt den Lehrauftrag jedem einzelnen der Tutoren jeweils über ein bestimmtes Stundenausmaß, das auch davon abweichen kann, was der Lehrveranstaltungsleiter vorgegeben hat. Dieses Stundenausmaß ("Beauftragungsstunden", "Stunden pro Woche", ...) ist zum einen ein Richtwert für den Arbeitsaufwand -- der sich nicht gleichmäßig über das Semester verteilen muss -- und zum anderen Grundlage für die Entlohnung der Tutoren. Eine Vergleichbarkeit mit ECTS-Punkten oder Semesterwochenstunden besteht nicht.


    Tutoren sind übrigens fünf Monate pro Semester angestellt, von Oktober bis Februar im Wintersemester und von März bis Juli im Sommersemester. Die wesentlichen Informationen der Personalabteilung der TU Wien sind hier zu finden (auch im VoWi wird darauf verlinkt): http://www.tuwien.ac.at/filead…_selbstaendigen_Lehre.pdf

  • Im offiziellen Dokument steht drinnen, wieviel du für eine Stunde pro Monat ohne Sonderzahlung bekommst. Dementsprechend nimmst du einfach soviele, dass du unter der Geringfügigkeitsgrenze von ungefähr ~370 Euro pro Monat bleibst (genaue Grenze für dieses Jahr bitte bei der GKK-Seite im Internet nachschauen, kann grad selber nicht; edit: Hier müsste es die BVA oder dergleichen sein, wobei die Krankenversicherung ja z.B. bei der Mitversicherung bei den Eltern bleibt, also kA -- sollte aber wohl einheitlich geregelt sein hoffentlich...).


    Wenn du mehr machen willst, zahlst du SV-Beiträge weil zusätzliche Versicherungen dazukommen. 10% dieser SV-Beiträge (max. 110 Euro) kannst du dir im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung zurückholen, sofern keine Lohnsteuer für das Jahr anfällt (die erst bei höherem Einkommen fällig wird, wie bereits genannt).


    Die Sonderzahlungen sind natürlich eine eigene Geschichte, weil man ansonsten ja bei jedem geringfügigen Arbeitsverhältnis zumindest 2x im Jahr über der Geringfügigkeitsgrenze läge.

  • Hi,
    Eine ganz kurze Frage: Wisst ihr vielleicht bei welcher Versicherung man als Tutor unfallversichert ist? BVA oder Gebietskrankenkasse?
    Danke & LG


    nachdem die krankenversicherung bei der bva ist, würd ich davon ausgehen dass die unfallversicherung ebenfalls bei der bva ist. wissen tu ich es nicht.


    @ frage des threads:
    ich war im letzten semester, iirc, mit 9h ein paar euro über der geringfügigkeitsgrenze und dadurch auch sozialversichert (inklusive der abgaben). mit 11h bist du es also ganz sicher ;)

    Amazing how factories can be so much cooler when they're burning.
    yes, i do the twitter.

  • hi,
    eine ganz kurze frage: Wisst ihr vielleicht bei welcher versicherung man als tutor unfallversichert ist? Bva oder gebietskrankenkasse?
    Danke & lg


    bva.

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