Neue Ideen der Ministerin

  • EProg: nichts Neues, auch nicht für Nicht-HTLer



    Scherzkeks! Ich war vor dem Studium in einer Elektronik-HTL - wir haben 5 Jahre programmiert (nicht so viel wie die EDV-HTLer und kein java, aber doch einiges) und für mich war Eprog (am Ende "genügend") doch eine Herausforderung, weil das Tempo einfach enorm war und ich programmiertechnisch einige neue Sachen gehört habe. Welche Fächer würdest du denn für einen Informatik-Bachelor vorschlagen, wenn jetzt alles scheisse ist?


  • DM, OOM: nett, aber wozu? EER-Diagramme sind in der freien Wildbahn längst ausgestorben und UML ist nur für kurze Lacher gut.


    EER ausgestorben ? bei der website von der tante frida wirst wohl keins brauchen, aber sonst ? in welcher wildbahn warst du da ?




    GMA: schlechter Witz


    richtiges recherchieren, zitieren, präsentieren ? konntest du schon alles ?




    ETI: charakteristische Prüfung für das Informatikstudium an der TU, sollte insofern in der neuen STEOP sein. Hunderte Seiten ohne roten Faden auf Punkt und Beistrich auswendig lernen, Erkenntnisgewinn 0.


    erkenntnisgewinn 0 ?
    ich wusste vorher nicht, was ein register ist, was jetzt genau der l2 cache macht, wie ein prozessor grundlegend funktioniert.



    Algodat1: Übungen und Programmieraufgabe machen es ein bißchen besser, aber trotz allem fad und wenig lehrreich
    Algodat2: fades Auswendiglernen


    autsch. ich hätte nicht gedacht, dass ich algodat verteidigen muss.
    wenig lehrreich ? ich wusste vorher nicht, wie man effizient sortiert, einen graphen durchläuft, wie hashing grob funktioniert, etc, etc, etc
    die lva ist mühsam von den tests her, keine frage. aber nicht lehrreich ist schwachsinn.



    TIL: Schlechter kann man komplizierte Inhalte wohl nicht vermitteln


    doch das geht sicher, aber da hast du schon recht, da gibt es noch optimierungsmöglichkeiten.
    der stoff kann aber nichts dafür.



    Die Psychologen, deren ganze (Pseudo-) Wissenschaft darauf beruht, lernen das viel oberflächlicher. Informatiker werden es garantiert nie brauchen, trotzdem lernen wir es auf dem Niveau von Statistik-Studenten.


    schon dreist, die psychologie als pseudowissenschaft zu diffamieren. schlechte erfahrungen gemacht ?
    worauf stützt sich deine aussage, dass informatiker das garantiert nie brauchen werden ?



    DBS: Ich schätze mal wenig Neues für HTLer. Vielleicht sollte man als Informatiker Normalformen einmal gehört haben, in meinem beruflichen Umfeld haben es alle längst vergessen und können trotzdem problemlos Datenbank-Applikationen schreiben.


    normalformen waren übrigens stoff in datenmodellierung. in dbs gings um prozedurale db programmierung, jdbc, optimierung usw.



    OOP: Hier kann man tatsächlich etwas lernen. Allerdings wird das zu erlernende Wissen teilweise schon vorher vorausgesetzt, was es viel mühsamer macht, als es sein müsste.



    was wurde hier vorausgesetzt ? eprog, da hast du dich ja gelangweilt.



    Informatik studiert man an der TU Wien nicht, um dabei etwas zu Lernen, sondern um als Elite selektiert zu werden und einen renommierten Abschluss zu haben.


    auch sehr dreist, für alle studierenden sprechen zu wollen. aber einen interessanten film hast du laufen.

    Edited once, last by yoshi: vertipper ().

  • ich kann dich beruhigen: man muss schon die Deutschkenntnisse auf einem bestimmten Niveau nachweisen, bevor man als ordentlicher Student inskribiert wird :)
    laut der Statistik gibt es auf der TU 10% Ausländische Studenten, ich glaube nicht, dass sie damit den prozentualen Anteil Studenten überbieten, die in "anzahl-begrenzten" Vorlesungen auf facebook chatten, nach einem neuen Desktophintergrund suchen oder gar miteinander plaudern.



    Kann ich bestätigen - Freundin aus Osteuropa von mir, die auf die TU wollte, musste sogar "zwangsweise" ein Semester lang nen Deutschkurs besuchen, obwohl sie schon in der Schule 4 Jahre lang Deutsch gelernt hatte. Die hat sich vielleicht gelangweilt...aber an dem Kurs gabs kein drum rum. Glaub auch, dass die Facebooker/Chatter/ebay-Shopper Zahlenmäßig überlegen sind.


    ixi: ähm...Studium wechseln, wenns so schrecklich ist und du nix dabei lernst? Bzw.: was hast dir denn vorgestellt, das dir beigebracht wird?! Was fehlt deiner Meinung nach?

    YEAH SCIENCE!
    ------------------
    EVC Tutor + Organisation SS 2016

  • jö yoshi, das hast du schön geschrieben :-)


    ich denke, die leute die auf der TU sind, aber eh schon alles wissen, sollten sich einen titel in der schweiz kaufen, ein erkaufter titel fällt dann ja nicht auf wenn man ja eh schon alles intus hat.

  • EER ausgestorben ? bei der website von der tante frida wirst wohl keins brauchen, aber sonst ? in welcher wildbahn warst du da ?


    Na z.B. schon mal ein EER eines SAP ERP (ca 100.000 Tabellen) gesehen? Soviele Bäume gibts in ganz AT nicht, dass man das drucken könnte. Und soviele fadisierte Mitarbeiter, die das erstellen und sich damit in vielen Sitzungen sehr wichtig fühlen könnten, hat nicht einmal die SAP.
    Dort haben übrigens zentrale Bewegungsdatentabellen einen groben Designfehler, der auf Unkenntnis der Normalformentheorie zurückzuführen ist. Trotzdem läuft es so bei allen Großkonzernen des Planeten und die Verantwortlichen wurden nicht zum Personalchef geschickt, wie das hier vorgeschlagen wurde.
    Gut, ist auch schon ein paar Jahrzehnte her und Kompatibilität ist bekanntlich alles.




    richtiges recherchieren, zitieren, präsentieren ? konntest du schon alles ?


    Nachher ungefähr so gut wie vorher. Nur wozu überhaupt? Ich habe nicht vor, einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten (sofern das Publizieren von Buzzword-gespickten Artikeln irgendwas damit zu tun haben kann) sondern einen Beruf zu erlernen. Nein, das ist keine FH-vs-Uni-Frage (siehe Juristen, Ärzte, BWLer und Co).




    erkenntnisgewinn 0 ?
    ich wusste vorher nicht, was ein register ist, was jetzt genau der l2 cache macht, wie ein prozessor grundlegend funktioniert.


    Mich hats vorher interessiert, nachher nicht mehr. Ist natürlich auch eine Form des Erkenntnisgewinns, offensichtlich sogar die an österreichischen Unis bevorzugte.




    schon dreist, die psychologie als pseudowissenschaft zu diffamieren. schlechte erfahrungen gemacht ?
    worauf stützt sich deine aussage, dass informatiker das garantiert nie brauchen werden ?


    Ja, man sollte einen Mittelwert von einem Median unterscheiden können und schon einmal eine Normalverteilung gesehen haben. Aber die theoretischen Grundlagen der Statistik sind für Informatiker völlig irrelevant, es wird uns trotzdem nie jemand als Statistiker arbeiten lassen.
    Domänenwissen ist meistens in irgendeiner Form relevant, und ich erlebe auch im Arbeitsalltag ständig, dass ich als Informatiker erschreckend oft mehr Domänenwissen habe, als jene Mitarbeiter meiner Kunden, die es eigentlich einbringen sollten. Trotzdem haben wir keine verpflichtenden Jus oder BWL Vorlesungen auf fortgeschrittenem Niveau der angesprochenen Fächer, weil wir es ja später einmal brauchen könnten.



    was wurde hier vorausgesetzt ? eprog, da hast du dich ja gelangweilt.


    Nein, es wurde in den "Einstiegs"runden das vorausgesetzt, was dann später nochmals gekommen ist. Prozedurales Programmieren à la EProg ist natürlich eine berechtigte Voraussetzung.

  • Na dann wieder mal ONTOPIC :-)


    Ich finde die Idee eines studienplatzfinanzierten Systems nicht schlecht. Dies soll ja angeblich das Ziel sein bis 2014 oder so. Dann wäre klar, wie viele Studienplätze es für welche Studien gäbe und eine Finanzierung wäre mMn einfacher/transparenter/besser(?). Wobei dann die Gefahr besteht, dass nicht jedeR einen Studienplatz bekommt (Präzisierung: Meiner Meinung nach hat jedeR das Recht zu studieren also auf einen Studienplatz, aber welches Fach studiert wird, muss in irgendeiner Form fair geregelt werden)

  • Na z.B. schon mal ein EER eines SAP ERP (ca 100.000 Tabellen) gesehen? Soviele Bäume gibts in ganz AT nicht, dass man das drucken könnte. Und soviele fadisierte Mitarbeiter, die das erstellen und sich damit in vielen Sitzungen sehr wichtig fühlen könnten, hat nicht einmal die SAP.


    sap ist modularisiert, und das nicht umsonst.
    es wäre auch nicht sinnvoll, alle tabellen eines gesamten systems auf EIN diagramm zu packen. vmtl nicht mal das eines gesamten moduls.




    Dort haben übrigens zentrale Bewegungsdatentabellen einen groben Designfehler, der auf Unkenntnis der Normalformentheorie zurückzuführen ist. Trotzdem läuft es so bei allen Großkonzernen des Planeten und die Verantwortlichen wurden nicht zum Personalchef geschickt, wie das hier vorgeschlagen wurde.
    Gut, ist auch schon ein paar Jahrzehnte her und Kompatibilität ist bekanntlich alles.


    na schau, hätte doch einen sinn, wenn man das anwendet..




    Nachher ungefähr so gut wie vorher. Nur wozu überhaupt? Ich habe nicht vor, einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten (sofern das Publizieren von Buzzword-gespickten Artikeln irgendwas damit zu tun haben kann) sondern einen Beruf zu erlernen. Nein, das ist keine FH-vs-Uni-Frage (siehe Juristen, Ärzte, BWLer und Co).


    wenn du schreibst, dass du nur einen beruf erlernen willst, kommt einem aber schon als erstes die FH in den sinn, aber egal.


    wenn du in unternehmen forscht, wollen die vorgesetzten ein ordentliches paper über deine ergebnisse.
    auch bei nicht-forschender tätigkeit musst du wahrscheinlich immer wieder lösungsansätze präsentieren, um die vorgesetzten von deinen ideen zu überzeugen.
    schlechte präsentation -> schlechte chancen, auch bei guten ideen.


    ausser du willst nur erfüllungsgehilfe sein, dann nicht. dafür tuts aber die FH wirklich.




    Mich hats vorher interessiert, nachher nicht mehr. Ist natürlich auch eine Form des Erkenntnisgewinns, offensichtlich sogar die an österreichischen Unis bevorzugte.


    ich würde auch nicht technische informatik studieren, so sehr interessiert es mich auch nicht. aber grob wissen, was in der hardware abgeht möchte ich schon.




    Ja, man sollte einen Mittelwert von einem Median unterscheiden können und schon einmal eine Normalverteilung gesehen haben. Aber die theoretischen Grundlagen der Statistik sind für Informatiker völlig irrelevant, es wird uns trotzdem nie jemand als Statistiker arbeiten lassen.


    als statistiker wird keiner arbeiten, trotzdem wird der eine oder andere methoden der statistik für verschiedene problemlösungsansätze brauchen, bspw. schließen mit unsicherheiten usw.



    Nein, es wurde in den "Einstiegs"runden das vorausgesetzt, was dann später nochmals gekommen ist. Prozedurales Programmieren à la EProg ist natürlich eine berechtigte Voraussetzung.


    was genau meinst du ? einstiegsrunden kam nichts grossartiges, im grossen und ganzen ein bisschen codewiederverwendbarkeit, klassenzusammenhalt / objektkoppelung, zusicherungen. was halt in den ersten stunden vorgetragen wurde.



    Das geht langsam ein wenig OFFTOPIC - das eigentliche Thema ist "Neue Ideen der Ministerin" ;)


    ich hör schon auf ;)

  • Wobei dann die Gefahr besteht, dass nicht jedeR einen Studienplatz bekommt (Präzisierung: Meiner Meinung nach hat jedeR das Recht zu studieren also auf einen Studienplatz, aber welches Fach studiert wird, muss in irgendeiner Form fair geregelt werden)


    Wenn nicht jeder das Recht hat das zu studieren was er will hat nicht jeder das Recht zu studieren...


  • ixi: ähm...Studium wechseln, wenns so schrecklich ist und du nix dabei lernst? Bzw.: was hast dir denn vorgestellt, das dir beigebracht wird?! Was fehlt deiner Meinung nach?



    Ich hab mir nicht vorgestellt, dass mir etwas beigebracht wird. Das war nie das Ziel der Universität. Siehe Jus oder Medizin, die lernen 10.000 Seiten auswendig, um sie sofort nach der Prüfung wieder zu vergessen. Wenn sie Glück haben, lernen sie das benötigte Handwerkszeug später wo anders. Das Studium ist eine reine Auslese, um den Zustrom zu begehrten Arbeitsplätzen zu regeln. Daher ist die neue Regelung nur konsequent.

  • Ich hab mir nicht vorgestellt, dass mir etwas beigebracht wird. Das war nie das Ziel der Universität. Siehe Jus oder Medizin, die lernen 10.000 Seiten auswendig, um sie sofort nach der Prüfung wieder zu vergessen. Wenn sie Glück haben, lernen sie das benötigte Handwerkszeug später wo anders. Das Studium ist eine reine Auslese, um den Zustrom zu begehrten Arbeitsplätzen zu regeln. Daher ist die neue Regelung nur konsequent.



    Studienrichtungen wie Jus oder Medizin als Auswendig-Lernerei zu bezeichnen, halte ich für ziemlich respektlos und ganz einfach ahnungslos. Klar - als Jurist und Mediziner musst du viele Dinge ganz einfach wissen, aber wenn du - gerade bei dem riesigen Stoffumfang - die Zusammenhänge nicht verstehst, wirst du genau so auf der Nase landen, wie beim Informatik-Studium.


    Die Zahl derer Studien, wo du nichts sinnvolles (oder nichts praktisch verwertbares) lernst, ist sehr gering - und mit denen bekommst du nacher eh keinen Job, also wo ist das Problem?


    Edit: Mag off-Topic sein, aber mMn gehört diese Grundsatzdiskussion ein wenig dazu..

  • Wenn wir hier nicht in einem sonst so trollfreien Forum wären, würde ich dich jetzt als kleiner Troll abstempeln :-) Aber wenn du dieser Ansicht wirklich bist rate ich dir sofort Unternehmer zu werden! Während andere Unternehmen gigantische Personalkosten haben kannst du in deiner Entwicklungsabteilung lauter Schulabbrecher einstellen deren Kenntnisstand offenbar nicht weit unter denen von Universitätsabgängern sein wird. Mit dieser Kostenersparnis! Eieiei! Dein nächstes Posting schreibst du bestimmt in goldener Schrift!


    Lg

  • Ich hab mir nicht vorgestellt, dass mir etwas beigebracht wird. Das war nie das Ziel der Universität. Siehe Jus oder Medizin, die lernen 10.000 Seiten auswendig, um sie sofort nach der Prüfung wieder zu vergessen. Wenn sie Glück haben, lernen sie das benötigte Handwerkszeug später wo anders. Das Studium ist eine reine Auslese, um den Zustrom zu begehrten Arbeitsplätzen zu regeln. Daher ist die neue Regelung nur konsequent.

    Subjektive Meinung und vielleicht für einer Teilmenge der Studenten wahr. Für alle sicher nicht, da z.m. ich nicht dieser Teilmenge angehöre.


    {Deld}

    {Studenten beschrieben von ixi} ;)


    edit: korrigiert

  • Was Deldraim eigentlich sagen wollte ist {Deld} notelem MengeDerStudentenBeschriebenVonIxi ist und daraus folgt, dass nicht alle Studenten so sein können : D Aus deiner Formel folgt nämlich nicht, dass du nicht in der ersten Menge sein kannst : )

  • bassist: Das heißt du wärst damit einverstanden, dass man dir gesagt hätte, "Studieren? Klar! Aber leider nicht in der Informatik, für Sie hat die DDR leider Deutsch auf Lehramt ausgewählt."


    Lg



    So ziemlich alles ist in irgendeiner Form knapp bzw. nur beschränkt verfügbar: Es kann nicht jeder Frisör/Koch/Installateur werden, weil es eine gewisse Anzahl an Ausbildungsplätze gibt. Es kann auch nicht jeder ein Konzert besuchen, weil es eben nur eine gewisse Anzahl an Plätze gibt... usw.
    Wenn der Staat/die Uni/ect. der Meinung sind, wir brauchen pro Jahr nur 250 Absolventen der Psychologie, und es stellt sich über Jahre hinweg heraus, dass das so stimmt, dann frage ich mich, warum 2000 Studierende pro Jahr ein Psychologiestudium beginnen sollen? Es wäre ja auch Ok, dann sicherheitshalber 50% an Plätzen draufzulegen


    Mir ist schon klar, dass diese Überlegungen einfach gesagt aber nur schwer fair und richtig umgesetzt werden können.


    Ich finde, man sollte schon die Frage stellen dürfen, warum jedem/jeder alles von der Gemeinschaft finanziert werden sollte. Wenn wir 500 Philosophie-Absolventen haben und nur 100 kriegen mit dieser Ausbildung einen Arbeitsplatz, dann ist das meiner Meinung nach nicht für die Erhalter (Steuerzahler) dieses Systems gerechtfertigt.


    Bitte nicht falsch verstehen: ich bin der Meinung, dass jeder studieren darf, ohne finanzielle Hürden oder elitäres Selektionsdenken. Ich glaube nur, dass die komplett freie Auswahl der Studienrichtung für den einzelnen ein toller Luxus ist, im großen und ganzen aber dazu führt, dass an der Realität vorbeistudiert wird (nicht vom einzelnen sondern von allen).

  • Die Frage ist natürlich auch ob das Studium als Ausbildung für einen Beruf zu verstehen ist. Ein Freund von mir hat ein eigenes Unternehmen und studiert nebenbei Philosophie. Er gehört sicher nicht zu denjenigen die später einen Arbeitsplatz in diesem Bereich suchen/benötigen. Da er gute Noten hatte und wahrscheinlich selektiert würde, würde bereit sein Philosoph zu wenig ausgebildet werden. Bzw. falls er schlechte Noten gehabt hätte könnte er sich nicht bilden.


    Man könnte natürlich jetzt sagen "Wer das nicht zur Ausbildung tut soll selbst zahlen.", das heißt aber, dass man sich dann in die Uni einkaufen kann. Wenn das viele machen ist erst wieder alles überfüllt, desweiteren werden sich dann auch durch die Selektion gefallene einkaufen (den Unterschied zwischen Interesse und Ausbildung kannst du ja nicht als Uni einsehen). D.h. reiche Kinder können studieren was sie wollen. Arme Kinder müssen selektiert werden. Ist das so gut?


    Lg


  • Bitte nicht falsch verstehen: ich bin der Meinung, dass jeder studieren darf, ohne finanzielle Hürden oder elitäres Selektionsdenken. Ich glaube nur, dass die komplett freie Auswahl der Studienrichtung für den einzelnen ein toller Luxus ist, im großen und ganzen aber dazu führt, dass an der Realität vorbeistudiert wird (nicht vom einzelnen sondern von allen).



    Insofern ist in der Theorie diese MINT-Kampagne ja keine schlechte Idee (von der praktischen Umsetzung und den Unsummen die da in diese mint.at homepage fließen usw. reden wir jetzt mal nicht). Gewisse Studien sind halt einfach "hip" während der ambitionierte Physiker halt uncool ist (wie hab ich da mal gehört als ich unglücklicherweise nachmittags ferngesehen habe: "du bist physiker? das geht ja gar nicht. sowas kannst du einer frau nicht erzählen!").


    Versteh auch nicht, warum soviele die diversen Massenfächer studieren wollen.. meistens stecken da wohl wirklich etwas "mystifizierte" Vorstellungen dahinter..