Schlechtes Englisch in Vorträgen

  • Als gute englischsprachige Vorlesungen fallen mir da gerade Internet Security 1 & 2 von Kirda/Kruegel ein.


    Ich war uebrigens als Austauschstudent in Schweden, habe nur englischsprachige Vorlesungen besucht und war sehr froh ueber dieses Angebot; Schwedisch habe ich zusaetzlich in einer eigenen Vorlesung zu lernen begonnen. Im Zuge von ERASMUS ist es voellig normal, englischsprachige Vorlesungen angeboten zu bekommen (wobei es da meines Wissens nach leider noch Probleme vor allem in "suedlichen" Laendern gibt). Die TU Wien sollte jedenfalls niemanden abweisen, nur weil er nicht allen Vorlesungen auf Deutsch folgen kann. ERASMUS ist wichtig und gut so wie es ist.

  • Muss ich halt schneller habilitieren, dann kehrt wieder gutes Englisch ein :D


    Abgesehen von ein paar Vortragenden mit eher "lustigem" Englisch habe ich keine erlebt, die es wirklich schlecht oder holprig sprechen. Es ist mehr als notwendig, dass viel auf Englisch gemacht wird. Das ist nun halt mal die Sprache der wissenschaftlichen Community, ob es uns Ösis passt oder nicht - wenn wir uns da jetzt wie ein raunzendes Kind dagegen stellen, schadet uns das mehr als es helfen würde (auch wenn das sogar ranghohe österreichische Politiker in ähnlichen Fragen einfach nicht begreifen wollen).


    Was aber durchaus nervt sind gewisse Vortragende (*hust* KBS *hust*) die permanent zu englischen Folien auf Deutsch vortragen. Da kann man sich dann überhaupt nicht konzentrieren...


    Sie verfügen im Rahmen der kooperativen Reflexionsbildung nicht über ausreichend partizipativ disjunkte Signanz im Kontext ihrer sozio-technischen Figurationen, um sich bei Gerald Steinhardt anmelden zu können.

  • Jep, das umstellen bei englischen folien auf deutsche worte zu hören ist ... dämlich.


    dann lieber gleich alles englisch und ne gute studentencommunity, wo man offene fragen ausdiskutieren kann. :)

  • deutscher vortrag mit englischen folien ist aber sehr gaengig und stoert mich auch nicht. zumindest bei 938 war das der normalfall. noch immer besser als sachen wie "nebenlaeufigkeit" serviert zu bekommen. da muss man mal nachdenken auf drauf kommen, dass "concurrency" gemeint ist. in dem fall finde ich auch, dass man nicht den obersten sprachhueter spielen sollte und auch in deutschen vortraegen die englischen fachbegriffe verwenden sollte. ansonsten seh ichs wie hal. wer glaubt bei uns wird schlecht englisch vorgetragen, der sollte mal auf die ein oder andere konferenz fahren.

    Willfähriges Mitglied des Fefe-Zeitbinder-Botnets und der Open Source Tea Party.

  • das einzige was ich dazu zu sagen hab ist, dass zumindest die Leute die Übungen abhalten beides können sollten und zwar ausreichend oder zumindest eines davon ....


    aber es ist ein Unding dass diese ?Tutorin? bei Einführung in Wissensbasierende Systeme, die eine Übung abhält und diese benotet kein einziges Wort deutsch kann und ihr englisch für meine begriffe mangelhaft und mit grausamen spanisch/mexikanischen dialekt ist ....


    Wir haben heute versucht ihr begreiflich zu machen, dass sie einen fehler gemacht hat fast 20 minuten verschissen, weil sie es nicht verstanden hat. Selbst als wir das rein aufs Mathematische reduziert haben und nur gezeigt haben, dass 1 + d^unendlich +1 ungleich 1 ist ..... boh, mir rollts jetzt noch alle Zähennägel auf.
    Andererseits hat sie einen Beweis den wir 1 zu 1 aus dem Algodat Skript hatten nicht akzeptiert, da sie es nicht nachvollziehen kann ...... tjo, dafür bräuchte man hald deutsch um die Anmerkungen lesen zu können, und wenn man sich auf die Übersetzung der Studenten nicht verlassen kann ..... sollte man wenigstens versuchen die zahlen zu interpretieren.



    - klar dafür, dass es auch englischsprachige VOs/VUs/LUs/Seminare was auch immer gibt
    - klar dagegen, dass Leute die weder das eine noch das andere Muttersprachlich äuivalent beherrschen Lehren dürfen

  • aber es ist ein Unding dass diese ?Tutorin? bei Einführung in Wissensbasierende Systeme, die eine Übung abhält und diese benotet kein einziges Wort deutsch kann und ihr englisch für meine begriffe mangelhaft und mit grausamen spanisch/mexikanischen dialekt ist ....


    :D


    An diese Übungseinheit werde ich mich lange erinnern...


    Sie verfügen im Rahmen der kooperativen Reflexionsbildung nicht über ausreichend partizipativ disjunkte Signanz im Kontext ihrer sozio-technischen Figurationen, um sich bei Gerald Steinhardt anmelden zu können.

  • Ich würde es für sehr sinnvoll halten, wenn die Masterprogramme komplett auf Englisch abgehalten würden. Das ist v.a. an nordeuropäischen Universitäten zunehmend der Fall und fördert die Mobilität der Studenten im Rahmen von Austauschprogrammen und Auslandsstudien (man muss aber auch dazu sagen, dass sich die Unis dort ihre Masterstudenten aussuchen). Ich würde dagegen nie ein Auslandssemester in Frankreich machen, weil ich weiß, dass die auf ihrem Französisch bestehen und mein Schulfranzösisch dafür nicht reicht - und deshalb ist ganz Frankreich für mich für ERASMUS oder ein Postgraduate-Studium eigentlich tabu.


    Die Lehrenden in der Informatik müssen alle hinreichend im Englischen bewandert sein, um forschen und publizieren zu können. Wenn ihr Akzent etwas mühsam ist, ist das doch egal. Ich habe es heute etwa sehr positiv gefunden, dass Echtzeitgraphik auf Englisch abgehalten wurde. Die Unterlagen sind ja ohnehin schon englisch...

    Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. Karl Kraus

  • Wir haben heute versucht ihr begreiflich zu machen, dass sie einen fehler gemacht hat fast 20 minuten verschissen, weil sie es nicht verstanden hat. Selbst als wir das rein aufs Mathematische reduziert haben und nur gezeigt haben, dass 1 + d^unendlich +1 ungleich 1 ist ..... boh, mir rollts jetzt noch alle Zähennägel auf.


    omg, aber da sind die Probleme nicht sprachlicher Natur kommt mir vor.


    Ich würde es für sehr sinnvoll halten, wenn die Masterprogramme komplett auf Englisch abgehalten würden.


    Diese superteuren MSc-Programme auf der TU sind eh komplett auf Englisch.

    [font=verdana,sans-serif]"An über-programmer is likely to be someone who stares quietly into space and then says 'Hmm. I think I've seen something like this before.'" -- John D. Cock[/font]


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  • Bezüglich der Qualität des Englisch, das so gesprochen wird, muss ich mich anschließen, bezüglich Austauschstudenten halte ich mich komplett raus.
    Bitte, das beste Beispiel ist das Formular für die Zulassung zum Masterstudium für Studenten aus dem Ausland
    http://arch.tuwien.ac.at/arch/…lassung-masterstudium.pdf
    und jetzt lasst euch bitte den Satz "Have you or your parents/spouse your permanent adress in Austria since five years" einmal auf der Zunge zergehen.
    Da dreht es mir einfach dem Magen um, das ist sowas von peinlich, dass das in einem "offiziellen" Formular der TU steht.
    In einer Übung ist es mir zB schon einmal störend aufgefallen, dass die Variablen v und w vorgekommen sind und wenn dann der Übungsleiter und die meisten Studenten andauernd "vi" zum w sagen, wirds einfach nur verwirrend. Das Alphabet lernt man, soweit ich mich erinnern kann, in der 1. Klasse Gymnasium (wenn nicht sogar schon in der Volksschule).


    Perlen wie "leave sufficient place for ..." (weiß nimmer für was man platz lassen sollte, stand in der Richtlinie für die Formatierung von Arbeiten vom P. Purgathofer) kommen einem leider ziemlich häufig unter und man muss sich wirklich teilweise fragen ob dieses Niveau einer Universität würdig ist (die international anerkannt werden will), ich frag es mich zumindest.


    Ich bin absolut für die Verwendung von Englisch, wenn man es nicht übt, wird es sich auch nicht verbessern, aber in einem Vortrag zu sitzen, der zum normalen Tagsablauf gehört (kein Gastlektor, keine Konferenz), und dieser Vortrag ist total holprig, dann kann ich dort nichts lernen, weil es mich nervt und bezüglich Englisch lernt man dann eben auch nichts dazu.
    Die Vorträge fände ich noch verschmerzbar, weil ja auch auf Deutsch nicht jeder Vortrag perfekt ausformuliert ist.
    Bei Textdokumenten, die über längere Zeit Gültigkeit haben und im Netz stehen (Formulare, Richtlinien für Arbeiten von bestimmten Instituten und ähnlichem) finde ich es dafür umso schlimmer.


    (Genauso ein Kapitel wäre auch der Reader zu "Informationssysteme des Gesundheitswesens", dort sind derartig viele Grammatikfehler drinnen (auf Deutsch), dass man beim Lesen Gänsehaut kriegt)

  • omg, aber da sind die Probleme nicht sprachlicher Natur kommt mir vor.


    Imo aber schon...
    Ich muss sagen, das war eine denkwürdigsten Übungen die ich je besucht hab.
    Ich hab nichts:
    1) gegen ausländische Studenten allgemein oder jene, die Probleme mit Deutsch/Englisch haben, da muss man tolerant sein - ich erwarte mir das ja auch wenn ich im Ausland studier
    2) dagegen dass Vorlesungen in Englisch abgehalten werden - find ich auch gut, Englisch ist heutzutage unverzichtbar.


    Ich hab allerdings was dagegen, wenn die Tutorin nur ein paar Wörter Deutsch spricht und sie die Studenten nicht versteht;
    sie das Englisch, welches die Studenten sprechen, ebenfalls nicht wirklich versteht, und das die Übung unnötigerweise in die Länge zieht. Ich mein, für ein Beispiel, wo eh schon x Studenten ihr versucht haben, einen Beweis darzulegen, und sie es einfach nicht versteht; das seh ich echt nicht ein.


    Die Zeit könnt ich echt besser anlegen, z.B. mit anderen Übungen.


    Aber ja, da muss man durch, die Übungen gibt es ja Gott sei Dank nicht so oft..

    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

  • passend zum Thema:
    "Studium auf Englisch: Lawinenverbauer klagen"
    http://salzburg.orf.at/stories/315979/


    Und ein interessanter orf Kommentar dazu:

  • huh? Ich habe gar nicht gewusst, dass eben so viele Vorlesungen in Englisch gehalten werden. Dann habe ich wohl umsonst Deutsch gelernt. So ein Scheiß.


    Und für diesen geistreichen Kommentar musstest du einen mehrere Monate alten Thread ausgraben?

    Dipper dipper dii dipper dii dipper dii duuu