Schlechtes Englisch in Vorträgen

  • Hallo

    Leider verliert die TU anscheinend massiv an qualität - warum ?
    ich sitze in einer Vorlesung, die angeblich für masterstudien wäre (nicht nur eine spezielle sondern in letzter zeit viele) - und bekomme den stoff in holprigen englisch auf einem level serviert in dem sich der gute alte gründer der technischen hochschule im grab umdrehn würde!

    ohne scherz, es ist echt NICHT LUSTIG sich sowas anhören zu müssen, und NICHT EINZUSEHEN warum wir uns das antun müssen, nur weil 1 oder 2 zu blöd sind (nein der ausdruck wird nicht entschuldigt) für ein studium an einer deutschsprachigen universität - ausreichend deutsch zu lernen.
    --> denn das möcht ich mal sehen, dass in englischen universitäten deutsch gesprochen wird weil ich rüberkomm ;_)
    think about it.
    und alle die mich jetzt rassistisch nennen, ich hab lieber qualität an der uni, als lowlevel damit jeder alles versteht!

    _______________________________________
    creo-it.com

  • Ich finde es gerade in Masterstudien richtig, dass die LVAs in Englisch angeboten werden. Nicht nur wegen unseren nicht-deutschsprachigen Mitstudenten sondern auch weil englisch nunmal internationaler Standard ist. Dass manche Professoren holpriges Englisch sprechen ist ein anderes Problem.


    Und nein, ich finde nicht, dass Masterstudenten die herkommen Deutsch lernen muessen, sofern sie fliessend Englisch koennen. Wie gesagt - Englisch ist Standard und es sollte selbstverstaendlich sein auf einer guten Universitaet damit durchzukommen. Gerade in der Informatik ist so gut wie alle gute Literatur auf Englisch, Konferenzen werden natuerlich auf Englisch gehalten, wissenschaftliche Texte etc genauso.

  • Ich kann deine Kritik leider nicht nachempfinden.


    Hm, also ich weiß nicht was du mit low-level meinst, aber als Philosoph kann ich auch sagen, dass "Fachsprachen" auf englisch wesentlich vertrauter klingen, weil irgendwie die Fachsprache der natürlichen Sprache viel näher ist, als das zB in Deutsch der Fall ist.


    Die Vorlesungen, die ich besuchte und die in englischer Sprache abgehalten waren, fand ich auch eigentlich sehr gut, natürlich mit deutschem Akzent, aber das sollte für einen Österreicher eigentlich nur ein Vorteil sein.

    There's a place in the dark where the animals go
    you can take off your skin in the cannibal glow
    Juliet loves a beat and the lust it commands
    drop the dagger and lather the blood on your hands - Romeo

  • Als Informatiker musst du Englisch sprechen koennen, Punkt. An einer hochwertigen Uni muss daher auch in Englisch unterrichtet werden. Wenn das Englisch holprig ist, ist das schade, aber dem Inhalt wirst du ja wohl ebenso gut folgen koennen - vor allem, wenn dein Englisch so gut ist wie du es andeutest. Und sei froh, dass wir auslaendische Studenten an unsere Uni bringen, das steigert indirekt auch den Wert deiner Ausbildung.

  • von welchen lvas sprichst du denn genau?
    ich hab bis jetzt eine lva mitbekommen (multimedia kommunikation), die naja in englisch war, weil der vortrag einfach einschläfernd und megazach war.

    :cheer: manamana :dance: düdüdüdüdü :trampolin: :cheer:

  • Es stimmt natürlich, dass die internationale Wissenschaftssprache in vielen Bereichen Englisch ist, dennoch erlaubt die Vertrautheit mit der Muttersprache eine präzisere Ausdrucksweise und es ist einfach so, dass unser Englisch im besten Fall armselig, idR aber schlicht falsch und unverständlich ist -- was man selbst natürlich nicht beurteilen kann. Nur weil man in LVAs englischsprachige Unterlagen verwendet, muss man noch nicht Englisch sprechen (versuchen).


    Mit dem Argument, dass Informatiker Englisch sprechen müssen, könnten wir ja auch die Forumsprache auf Englisch umstellen.

  • Normalerweise gilt die Regel, dass man in der Landessprache spricht, nur sobald auch nur ein einziger dabei ist, der diese Sprache nicht kann, dass man auf Englisch umschwenkt.


    Wenn du dich über Austrian English schon beschwerst, dann solltest du mal zu einer wissenschaftlichen Konferenz gehen und Vorträge von Japanern und Italienern besuchen :)


    Insofern bereitet das einen auch sehr gut auf wissenschaftliches Arbeiten vor.

    [font=verdana,sans-serif]"An über-programmer is likely to be someone who stares quietly into space and then says 'Hmm. I think I've seen something like this before.'" -- John D. Cock[/font]


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  • ich geb dir recht, das Englisch an der TU ist zum Teil unter jeder Sau. Allerdings find ich es auch unbedingt notwendig, dass die LVAs (mMn solltens sogar mehr sein!) auf Englisch stattfinden. Und warum sollt ein Erasmusstudent für 4-6Monate in Österreich so gut Deutsch lernen, dass er Uni Stoff folgen kann? Viel wichtiger wäre es wenn unsere Studenten endlich mal richtiges Englisch könnten... Was ich da so alles von ehem. Kollegen hören musste (sowohl im Master als auch jetzt während der Diss) - da ist echt zum speiben.


    Nur zur Erinnerung: Im alten Diplomstudium war es sogar Pflicht eine gewisse Anzahl an Stunden auf Englisch zu absolvieren (wurde aber nicht immer exekutiert).

    -------------------
    “If you hear hoof beats, you should look for horses, not zebras.”
    --
    "You, Sir, are an Idiot!" - George Hamilton


  • ich geb dir recht, das Englisch an der TU ist zum Teil unter jeder Sau. Allerdings find ich es auch unbedingt notwendig, dass die LVAs (mMn solltens sogar mehr sein!) auf Englisch stattfinden. Und warum sollt ein Erasmusstudent für 4-6Monate in Österreich so gut Deutsch lernen, dass er Uni Stoff folgen kann? Viel wichtiger wäre es wenn unsere Studenten endlich mal richtiges Englisch könnten... Was ich da so alles von ehem. Kollegen hören musste (sowohl im Master als auch jetzt während der Diss) - da ist echt zum speiben.


    Nur zur Erinnerung: Im alten Diplomstudium war es sogar Pflicht eine gewisse Anzahl an Stunden auf Englisch zu absolvieren (wurde aber nicht immer exekutiert).

    Ich glaube auch, dass das die internationale Stellung der TU verbessern würde, wenn es mehr Lehrangebot auf Englisch gäbe.

    Wer FU sagt, muss auch T sagen

  • was is los mit euch ? der theoretische ansatz , dass studenten englisch können sollten ist JEDEM klar - und mehr als trivial also verschont mich mit diesen basis-theorien.
    Können diese sogenannten austauschstudenten fliessend englisch ? Das level das ich erlebt hab reicht grad mal für YES/NO und I DONT UNDERSTAND THAT GOOD ENGLISH. Und wenn - Was hab ich wirklich davon, wenn stoff in englisch UNTER maturaniveau präsentiert wird ?

    -> warum gibts keinen verpflichtenden sprachtest in AT ? ist ja immerhin eine universität.. bis jetzt is es doch so... du kannst weder deutsch noch englisch auf ausreichendem niveau um an einer internationalen universität im ausland zu studieren ? na dann geh doch auf die TU in wien die nimmt alles und jeden...

    qualitativ hochwertige vorlesungen in englisch - gerne - aber
    wie komme ich dazu mir das anhören zu müssen was heutzutage präsentiert wird ?


    Und seit wann soll das fair sein - wenn EINE/R hinzukommt der etwas nicht versteht - alle anderen einen schlechten vortrag bekommen ?

    Will jemand von euch wirklich sagen, dass nicht in JEDER VU diese englisch-studenten gefälschte Abgaben abgeben von denen Sie keine Ahnung haben und sich dann auf schlechte Sprachkenntnisse ausreden ? Kann jemand verleugnen dass es die Regel ist, wenn sich "englisch"-studenten zu einer Gruppe hinzumelden - diese häufig nicht mitarbeiten, sich nicht melden, keine leistung bringen, und meist mit aufgaben betraut weden müssen die nicht für die übung wichtig sind, und man sich ständig mit der übungsleitung in verbindung setzen muss ?
    --> aber das is ja ein anderes thema, hat mit dem ja nichts zu tun.. ja ja

    Nur mal zum nachdenken:

    Wenn nur einer Fleisch isst, und 100 andere Vegetarier sind -> die TU würd fleisch servieren.

    Wenn 100 autos mit benzin fahren - und 1 auto mit diesel -> würden dann alle Diesel tanken ?

    Was ich damit sagen will - das ist kein Universitäts-level was hier abläuft, das ist Massentourismus mit "ich will nicht an-ecken" mentalität, sehr zum Leidwesen derjenigen die an der TU studiert haben im Glauben es sei ein hochwertiges Studium.

    Jeder der jetzt sagt, ja ich find das trozdem gut, ist entweder ein drückeberger der sichs einfach machen will, ein blauäugiger der die wahrheit nicht sehen will, oder ein stratege der seine gründe hat so zu argumentieren....

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  • Herr Ober! Eine Runde Mitleid bitte!


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  • -> warum gibts keinen verpflichtenden sprachtest in AT ? ist ja immerhin eine universität..


    Ja, für Professoren wär das echt nicht schlecht.


    Quote

    Und seit wann soll das fair sein - wenn EINE/R hinzukommt der etwas nicht versteht - alle anderen einen schlechten vortrag bekommen


    Das Problem ist ja nicht die Sprache, sondern der Vortragende. Man kann genauso auf Deutsch einen extrem schlechten Vortrag halten.


    Quote

    Will jemand von euch wirklich sagen, dass nicht in JEDER VU diese englisch-studenten gefälschte Abgaben abgeben von denen Sie keine Ahnung haben und sich dann auf schlechte Sprachkenntnisse ausreden ?


    Verallgemeinerung olé. Grade als Masterstudent sollte man wissen, dass so etwas kein wissenschaftlicher Ansatz ist.


    Quote

    Kann jemand verleugnen dass es die Regel ist, wenn sich "englisch"-studenten zu einer Gruppe hinzumelden - diese häufig nicht mitarbeiten, sich nicht melden, keine leistung bringen, und meist mit aufgaben betraut weden müssen die nicht für die übung wichtig sind, und man sich ständig mit der übungsleitung in verbindung setzen muss ?


    Das Problem gibts mit Permanentstudenten auch, da hilft nur, diese aus der Gruppe rauszuschmeißen.


    Quote

    Wenn nur einer Fleisch isst, und 100 andere Vegetarier sind -> die TU würd fleisch servieren.


    Du hast da was verdreht. Der richtige Vergleich wäre, wenn 100 Fleischesser da sind und ein Vegetarier, dann würde vegetarisches Essen serviert werden. Das ist mit Brainfood in der Freihaus-Mensa übrigens tatsächlich der Fall.


    Quote

    Wenn 100 autos mit benzin fahren - und 1 auto mit diesel -> würden dann alle Diesel tanken ?


    Äpfel/Birnen: Permanentstudenten können auch Englisch, aber Benzinautos vertragen kein Diesel (und umgekehrt).

    Quote

    Was ich damit sagen will - das ist kein Universitäts-level was hier abläuft, das ist Massentourismus mit "ich will nicht an-ecken" mentalität, sehr zum Leidwesen derjenigen die an der TU studiert haben im Glauben es sei ein hochwertiges Studium.


    In der wissenschaftlichen Community ist die "ich will nicht anecken"-Mentalität eine der wichtigsten Eigenschaften, damit sie funktioniert. Wenn man keine Rücksicht auf andere nimmt, bricht das alles zusammen.

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  • AmonRa: Nach deinem Argument muss man auf finnischen Universitäten finnisch können, auf tschechischen Universitäten tschechisch können, ... soweit ich von Erfahrungen anderer weiß, kommt man dort aber auch sehr gut mit englisch durch. Nach deinen Argumenten könnte man die Studentenaustauschprogramme vergessen (und das scheint ja der eigentliche Grund zu sein, um den es dir geht).


    Man kann kritisieren, dass die Professoren nicht ordentlich englisch sprechen, die englischsprachigen Vorlesungen sind aber dennoch notwendig und das nicht nur aufgrund der Austauschstudenten. (Im Beruf, solltest du etwas aus dir machen, wirst auch um Englisch nicht herum kommen, ...)

  • ich finde, dass durch (gute) englischsprachige LVAs indirekt auch meine englischkenntnisse aufgebessert werden. alleine deshalb würde ich mir mehr von diesen vorlesungen wünschen.
    auch ich musste mich bereits durch schlechte englischvorträge quälen, konnte dem stoff aber dennoch folgen - was keinesfalls eine entschuldigung für den vortragenden sein soll.
    wenn englischsprachig, dann muss der prof diese sprache auch beherrschen.

    einfach nur genial: wenn man im wort "Mama" 4 buchstaben ändert, dann hat man auf einmal "Bier"

  • also ich habe bis jetzt noch nie schlechte englische Vorträge gehört, aber sie soll es geben.


    was aber (leider) stimmt, ist dass oft studenten an der TU sind, die von irgendwo her kommen und wirklich kaum Deutsch und Englsich verstehen. Mit diese Leuten ist dann wirklich schwer zu kommunizieren, vor allem dann, wenn man ihnen helfen will. also ich finde, wenn man als austauschstudent her kommt, sollte man zumindest einen grundstock von englisch können, also so viel englisch, damit man sich mühelos und ohne hände und füße kommunizieren kann.
    aber das ist ein anderes problem. aber alle studenten zu zwingen deutsch zu lernen find ich jetzt auch nicht wirklich sinnvoll.

    Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein. -- Albert Einstein (1879 - 1955)

  • Will jemand von euch wirklich sagen, dass nicht in JEDER VU diese englisch-studenten gefälschte Abgaben abgeben von denen Sie keine Ahnung haben und sich dann auf schlechte Sprachkenntnisse ausreden ?


    Ich will! Wenn es um JEDE VU geht, kannst du sicher mit ein paar Beispielen dienen...


    Quote

    Kann jemand verleugnen dass es die Regel ist, wenn sich "englisch"-studenten zu einer Gruppe hinzumelden - diese häufig nicht mitarbeiten, sich nicht melden, keine leistung bringen, und meist mit aufgaben betraut weden müssen die nicht für die übung wichtig sind, und man sich ständig mit der übungsleitung in verbindung setzen muss ?


    Ich kann!


    So richtig mit Austauschis in meinen LVAs hab ich primär im Masterstudium zu tun gehabt, da gibts seit ein paar Jahren das internationale Computational-Logic-Programm. Die Leute, die da drin waren, waren durch die Bank sehr kompetent. Sie sind wohl nicht repräsentativ, aber zumindest Gegenbeispiele zu deinen (fast) universellen Aussagen.