Immer nur "owezahren"?

  • dass hier gewisse Leute hier einen weniger perfekten Abschluss mit "Owezahn" gleichzusetzen versuchen.


    Das versuche ich nicht. Manche studieren notenorientiert, andere auf Tempo, einige machen noch was anderes nebenbei und wieder andere sind eine Kombination von all dem - das kann jeder selber entscheiden und ist vollkommen in Ordnung. Man muss sich natürlich das Gesamtbild anschauen.


    Ich spiele eher auf Personen an, die immer nur das Notwendigste machen (wie mdk schon geschrieben hat: billige Freifächer, Praktika, Seminararbeiten, etc.), und das vielleicht nicht einmal aus eigener Kraft. Aus Gruppenarbeiten kenne ich das Phänomen, dass manche ihren (nicht einmal ordentlich funktionierenden) Teil am letzten Tag vor der Abgabe abliefern, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass das ganze dann noch assembliert und getestet werden muss. In so einem Fall ist es mir dann ehrlich gesagt auch egal wieso der/diejenige nicht früher Zeit dafür hatte, denn in einer Gruppe will ich mich auf andere verlassen können. Wenn man wirklich wegen einem Nebenjob oder sonstigen Gründen keine Zeit hat, dann soll man halt eine LVA weniger machen. Aber sich jede Menge Arbeit aufladen und dann alles in einer nächtlichen Session schnell irgendwie zusammenschustern lässt nicht gerade auf a) Organistationstalent und bei Gruppenarbeiten auf b) Verlässlichkeit schließen.


    Wenn solche Personen - und die gibt es tatsächlich - den Großteil der LVAs auf diese Weise absolvieren und dann mit denen gleichgesetzt werden, die sich mehr einsetzen, dann finde ich das unfair.


    Ich behaupte nicht dass einer mit einem Schnitt von 1,8 besser ist als einer mit 1,9 - das wäre großer Blödsinn. Aber die Richtung ist erkennbar: wenn einer in - übertrieben gesagt - 3 Jahren fertig ist, dann kann man wohl daraus schließen, dass er bereit ist mehr als der Durchschnitt zu leisten und er halbwegs stressresistent ist. Besonders tragisch finde ich es wenn solche Leistungen dann negativ ausgelegt werden ("Fachidiot", "keine sozialen Kompetenzen", etc.).


    Es ärgert mich einfach, dass die Message von den Firmen die ist, dass für sie Leistungen im Studium rein gar nichts zählen. Aber beim allerersten Job (oder Nebenjob, Ferialpraxis, was auch immer) hat man halt sonst noch nichts vorzuweisen.


    Und was ist wenn jemand grade so die 66 % Hürde schafft weil er nebenbei Arbeiten gehen muss oder vielleicht ein Kind hat usw. Es gibt viele andere Umstände die einem dazu zwingen weniger gut abzuschliessen. Ich hätte mich damals auch wie ein Irrer in die Mathematik stürzen können aber die Zeit lässt sowas einfach nicht zu, somit ist man zufrieden wenn man zumindest mal durchkommt.


    Wenn du meine früheren Beiträge durchliest wirst du feststellen, dass ich schon geschrieben habe, dass man das natürlich auch berücksichtigen muss. Auf das Gesamtbild kommt's an.


    In Summe schlägt sich dass halt weniger gut in den Gesamtnoten nieder, aber am Ende zählt halt doch irgendwie die Berufspraxis auch mit.


    Natürlich zählt die Praxis viel, aber irgendwann bewirbt man sich wie gesagt zum ersten Mal und hat noch keine vorzuweisen. Da wäre es dann imho schon nett, wenn es positiv berücksichtigt wird, wenn man sich im Rahmen des bisher möglichen (nämlich im Studium) besonders angestrengt hat.

  • Besonders tragisch finde ich es wenn solche Leistungen dann negativ ausgelegt werden ("Fachidiot", "keine sozialen Kompetenzen", etc.).


    Full ACK.


    Nur weil man selbst nicht aufgrund von [insert favorite cause here] geschafft hat, in sagnmamal Mindeststudienzeit das Studium abzuschliessen, wird schon wieder herumgeknausert und gleich mal alle Leute, die das aufgrund von [insert favorite cause here] schaffen, als Menschen gebrandmarkt, denen man am besten mit dem L on the forehead begegnet.

  • Nichts ist wurschter, als das Problem, wie andere Leute studieren.


    Der Grund, warum dieser Thread hier betrieben wird, ist ja imho auch ein anderer. mdk zipfts halt einfach an, dass es so fürchterliche Tachinierer gibt, die von ihm ein paar Übungen/Bakkarbeiten gegen Entlohnung ausgearbeitet hätten. 1. hat mdk sicher besseres zu tun, als diese Arbeiten zu erledigen, und 2. ist das einfach nur mehr unter aller Würde.

  • Ich frag mich nur, woher man sich überhaupt die Frechheit nimmt, sich darüber aufzuregen wie andere Leute studieren.


    Es ist nicht entscheidend, ob man 1 oder 2 oder 3 Studien (wie es hier evtl einer vorhat) in Rekordzeit abschließt. Das könnte alleine vielleicht dann zum Vorteil gereichen, wenn man sich im Elfenbeinturm der Uni einschließen will, aber sonst nirgends - denn gewisse Skills lernt man nicht auf der Uni - die lernt man im (sozialen) Leben!


  • Der Grund, warum dieser Thread hier betrieben wird, ist ja imho auch ein anderer. mdk zipfts halt einfach an, dass es so fürchterliche Tachinierer gibt, die von ihm ein paar Übungen/Bakkarbeiten gegen Entlohnung ausgearbeitet hätten. 1. hat mdk sicher besseres zu tun, als diese Arbeiten zu erledigen, und 2. ist das einfach nur mehr unter aller Würde.


    der endgültige auslöser für die erstellung des threads war übrigens das lesen der im ersten post erwähnten bakkarbeit.

  • übrigens: wenn er ein problem damit hat, dass ihn leute deshalb anschreiben oder dass im team jemand owezahrt, dann soll er das denen sagen bitte und nicht in einem fred generalisiert sachen von sich geben, die daraus schließen, dass er denkt, dass alle die net 50 sws machen und net mindeststudiendauer studieren, owezahrer sind.

    Wer FU sagt, muss auch T sagen

  • Ich frag mich nur, woher man sich überhaupt die Frechheit nimmt, sich darüber aufzuregen wie andere Leute studieren.


    IMHO ist es durchaus gerechtfertigt, sich über solche Sachen Gedanken zu machen. Wenn niemand über das Verhalten der Studenten nachdenkt, wird man in der Hinsicht sonst nie etwas verbessern können.


    Ein Mensch mit einem Studienabschluß in Informatik sollte eben bestimmte Dinge können - wenn diese Voraussetzung aus irgendwelchen Gründen nicht gegeben ist, dann muß man eigentlich darüber sprechen und das nicht totschweigen mit dem Argument, daß es einen nichts angeht, was die anderen Studenten so treiben.

  • IMHO ist es durchaus gerechtfertigt, sich über solche Sachen Gedanken zu machen. Wenn niemand über das Verhalten der Studenten nachdenkt, wird man in der Hinsicht sonst nie etwas verbessern können.

    Ich glaube du hast net glesn was i vorher gschriebn hab: des problem is nicht NEU, des gibts mindestens seit es studenten gibt. und es wird durch sudern net besser werden.

    Wer FU sagt, muss auch T sagen

  • übrigens: wenn er ein problem damit hat, dass ihn leute deshalb anschreiben oder dass im team jemand owezahrt, dann soll er das denen sagen bitte


    Ja eh, einerseits dies, andererseits ist aber auch nix wurschter, als sich über Menschen aufzuregen, die sich über andere Menschen aufregen, weil diese anderen Menschen Tachinierer sind.


    und nicht in einem fred generalisiert sachen von sich geben, die daraus schließen, dass er denkt, dass alle die net 50 sws machen und net mindeststudiendauer studieren, owezahrer sind.


    Jössas, das hat glaub ich niemand hier behauptet.


    Ich möchte nur mal zusammenfassen: Jeder darf nach Gutdünken studieren, solange er kein Tachinierer ist.


    Das bedeutet aber auch, dass wir die Schnellstudiosis nicht mit abfälligen Bemerkungen zuschütten. Nur die Tachinierer ;-)

  • übrigens: wenn er ein problem damit hat, dass ihn leute deshalb anschreiben oder dass im team jemand owezahrt, dann soll er das denen sagen bitte und nicht in einem fred generalisiert sachen von sich geben, die daraus schließen, dass er denkt, dass alle die net 50 sws machen und net mindeststudiendauer studieren, owezahrer sind.


    Ich mach auch keine 50 SWS, in den letzten Semestern sogar nicht mal 20, weil ich daneben arbeite und ich keinen Sinn darin sehe, mich durchs Studium zu hetzen - aber ich fühl mich da trotzdem nicht angesprochen, weil ich meine Abgaben selber mache, für Prüfungen gscheid lern und versuche, aus den LVAs auch was mitzunehmen, nicht nur einen Schein zu machen.


    Und was ist dagegen zu sagen, die Dinge, die er kritisiert, generalisiert anzuprangern? Ich vermute mal, daß es ihm nicht drum geht, bestimmte einzelne Leute zu bekehren, sondern die Sache allgemein ins Bewußtsein zu rufen.


    Wenn's dann vielleicht eh keiner macht und die Aufregung unnötig war, umso besser, aber so werden vielleicht Studenten (und evtl. sogar Vortragende) ein bißchen sensibilisiert.

  • IMHO ist es durchaus gerechtfertigt, sich über solche Sachen Gedanken zu machen.


    Das finde ich auch. Es betrifft einen ja schon während dem Studium wenn man z.B. in Gruppen die Arbeit für andere mitmachen muss (wie schon ausführlich erörtert) und auch danach: wenn viele von der Uni rauskommen, die nichts können, dann wirft das ein schlechtes Licht auf das Studium, und das trifft dann wieder alle Absolventen.

  • Es gibt kein unnötiges Wissen. Jedes Wissen, das Du hat, kann Dir im Zweifelsfall nur nützen, selbst wenn es um ein Gebiet geht, das Dich nicht interessiert.


    Ich erwarte den Tag an dem nach FlipFlopSchaltungen bei der Millionenshow gefragt wird, mit Sehnsucht ;)
    Das stimmt schon, dass es so gesehen kein unnützes Wissen gibt, aber manche Informationen erscheinen mir nützlicher als andere....


    Man kann nur sinnvoll nach etwas suchen, wovon man wenigstens vermutet, besser aber weiß, daß es da ist. Wenn Du von einer Sache nie gehört hast, kannst Du höchstens zufällig drauf stoßen, aber nicht systematisch nach ihr suchen.


    Das hab ich auch nicht behaupten wollen, sicher muss man sich den Stoff über den man geprüft wird ansehen, von Auswendiglernen halte ich allerdings nichts, ich hätte es bei einigen Fächern (z.B. Einführung TI [die erste VO-Prüfung, bei der das ganze verdammte Buch Stoff war], daher meine flipflops) für sinnvoller gehalten, die Unterlagen bei der Prüfung verwenden zu dürfen, denn wie gesagt finde ich es besser, zu wissen, wo ich nachsehen muss (und wenn ich das Buch nicht angeschaut habe, wird mir das nichts helfen.....SE VO ist hiervon ausgenommen, da hat man in das Buch wirklich nie hineinschlunzen müssen....)


    Ich finde es schon ok, einmal darüber zu reden, dass es wirklich noch Leute gibt, die sich mit Geld alles kaufen wollen bzw. dass es gewisse Ungleichgewichte bei Abschlussarbeiten gibt etc. Woher soll man davon auch erfahren, wenn nicht von hier? Ich werde wenns gut geht nur eine Bakkarbeit in Händen halten, meine, und von der kann ich nicht darauf schließen, was andere so verbrechen... :)

    Ihr glücklichen Augen, Was je ihr gesehen, Es sei wie es wolle, Es war doch so schön!

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  • > habe ich das gefühl, dass es immer mehr studenten gibt, die das studium einfach nur > für die paar buchstaben vor oder hinter dem namen betreiben. natürlich, solche gibt
    > es immer - aber es kommt mir doch so vor, dass es in der informatik immer mehr
    > sind, die nur wegen dem akademischen grad und den "ach so tollen" jobaussichten
    > studieren.


    Ich war vor ca 7 Jahren ein paar mal in London. Dort gab es extrem viele, die "Computer-Sciense to pay the bills" machten.


    Es ist finde ich nichts verwerfliches daran, schon gar nicht im Zweig 534. Es ist ein Bildungsangebot, dass man für seine persönliche Ausrichtung einsetzten kann.


    > bin ich in der minderheit, wenn mich die informatik wirklich interessiert, ich alle meine > übungen und wissenschaftlichen arbeiten selber ausarbeite und bei prüfungen nicht


    Du bist in einem Massenstudium. Die Universität bietet Dir die Möglichkeit wissenschaftlich zu studieren, sie bietet Dir auch die Möglichkeit gute Vorraussetzungen für einen guten Job zu schaffen. Sie zwingt Dich zu keinem der beiden Wege.


    Wenn Du eine wissenschaftlich Karriere in der Richtung Informatik anstrebst, dann musst Du auch bedenken, dass Du dafür ein Umfeld benötigtst.


    Deine Kollegen, die sich eher am Arbeitsmarkt orientieren, schaffen die Vorraussetzungen dafür, dass es in Zukunft interessant ist (oder bleibt), hier Industriezweige anzusiedeln, die eine breite Basis in Informatikern benötigen.


    Und diese Betriebe sind es dann, die auch an der Spitze wissenschaffliche Forschung benötigen werden.


    Ärgere Dich also nicht, sond erfreue Dich an der breigen Basis, die in Zukunft Deine Ideen Umsetzen kann ;-)


    Lg, AXEL.

    Alexander (Axel) Straschil

  • Ich muss mich mal auch zu dem Thema melden. Ihr seht das alles sehr einseitig auf einen Arbeitgeber aus der Wirtschaft. Ich geh den theoretischen Weg auf der Uni und da interessiert es meinen "Chef" sehr wohl was ich als DA schreibe. Es interessiert ihn auch welche LVAs ich absolviert habe. Wohingegen es ihm komplett egal ist, dass ich gearbeitet habe. Es kommt also sehr wohl darauf an was man später machen will. Mein Thema der DA war sehr wohl Auswahlkriterium genauso wie die Publikationsliste (sowas lese ich hier auch nie, ja es soll Leute geben die wollen auf Universitäten in Forschungsbereichen arbeiten ...)

    ad wissenschaftliche Arbeiten: Habt ihr eure Professoren schon mal gefragt was sie für die Betreuung einer Arbeit bekommen? Solltet ihr mal ... dann überlegt ihr es euch wie viel Zeit ihr mit dem Studenten verbringen würdet.

    ad Bakk.
    Ich bin neugierig ob ich noch erlebe, dass man in Ö weiss was ein Bakk ist in der "Arbeitswelt".

    lg,

    andreas

    --
    Glücklicher Absolvent von 933 :wave2:

  • Igitt, jetzt hab ich "breiige Basis" gelesen, und an Hundstrümmerl gedacht.


    *g* Das kommt davon wenn man schnell schnell Tippen tut, meinte natürlich breite Basis, "breiige Basis" wär ja ein bisserl forsch ausgedrückt, wobei ich gerade auch feststellen muss, dass "breite basis" auch etwas frei gewählt ist. Ich weiss ja nicht, welche Ziele die "breite basis" verfolgt ;-)
    Lg, AXEL:

    Alexander (Axel) Straschil