nach HTL - TU oder FH machen?

  • hallo!


    wie ich die weile die ich hier im forum schon bin mitgekriegt hab, gibts hier auch einige, die von einer FH auf die TU gewechselt haben, bzw auch umgekehrt!


    dachte mir, deswegen bin ich gar nicht so falsch hier mit meiner frage! hab mich jetzt schon einige weile über die möglichkieten die ich hab (TU oder FH), Vor- und Nachteile, Organisatorisches etc informiert und nächsten Herbst (also kanpp in einem jahr) is es dann soweti, dass ich was anpack...
    lieber wär mir persönlich eigentlich ein TU-Studium (Techn. Informatik), würde mich aber auch für die FH Technikum Wien (Elektronik) interessieren (vor allem zeitmäßig und finaziell entlastender).


    Meine Frage ist nun (worüber man ziemlich wenig Infos findet): Wie sinnvoll ist ein FH-Studium nach einer HTL im gleichen Bereich (habe ne HTL für Steuerungs- und Regelungstechnik gemacht); weil ja FH als Berufsausbildung gesehen wird. ich arbeite aber jetzt schon über ein Jahr in der Hard- und Softwareentwicklung, bin aber nicht zufrieden damit und möchte mich (hochschulmäßig) weiterbilden. das TU Studium scheint mir da fast twas zu langwierig (bin zwar erst 21, aber bis ich dann mit einem DI dort rausgehe vergehen schon mal ca. 6 bis 7 jahre)...auf ner FH würds in kalkulierbaren 4 jahren gehen...


    kann hier vielleicht mal jemand, der beides kennt (entweder von sich selbst oder verandten/feeunden) posten, wie die FH gegnüber der TU abschneidet. jetzt rein subjektiv...
    ich hab mich über beides eingehend (über ein halbes jahr schon) informiert, komme aber zu keiner entscheidung (die mir hier auch sicher nicht abgenommen werden kann, aber vielleicht erleichtert)!
    danke schon mal


    mfg
    flo

  • Hi hab auch Steuerungs und Regelungstechnik gemacht und bin jetzt auf der TU.
    Die Entscheidung kann ich dir leider auch nicht abnehmen. Das kommt ganz einfach drauf an was du später machen willst. Die FH's sind natürlich bei den Arbeitgebern beliebter weil sie praxisorientierter ausbilden. Der nachteil ist halt nur der fixe stundenplan und die anwesenheitspflicht. Wenn dir das nichts ausmacht und du nach dem studium zu siemens o. ä. gehen willst würd ich die FH nehmen. Wenn du nachher eher im forschendem Bereich tätig sein willst und dir die anwesenheitspflicht wie mir auf die nerven geht komm auf die TU.
    Klar ist es sinnvoll nach der HTL zu studieren. das du dann bei der FH nur 6 semester brauchst wirst ja eh schon wissen. Du kannst dir aber auch auf der TU fast das ganze erste semester anrechnen lassen.
    Allerdings ists glaub ich nicht so blöd nach der HTL was wirtschaftliches zu studieren oder wenigstens was nicht rein technisches. Erstens sind solche Kombinationen ziemlich gefragt und zweitens laufst nicht gefahr zum Fachtrottel zu werden.
    Naja vielleicht war ich dir eine Hilfe. Bye Franz

  • danke, euch beiden!


    wie gesagt, organisatorische unterschiede sind mir schon bekannt, hab mir auch schon mal den studienbetrieb live gegeben! :)


    meine frage bezieht sich daher auch mehr, auf die zukunftsaussichten. stellt ein FH-Abschluss im gleichen Sektor wie ein HTL-Abschluss wirklich solch eine Höherqualifizierung dar, dass es sich lohnt, dafür 4 Jahre zu studieren (bzw 3 bei einschlägiger HTL)...?
    vor einem TU-Studium schreck ich eigentlich nur wegen der hohen Studienzeiten zurück, wenn ich einen DI(FH) in der gleichen Zeit machen kann wie einen Bakk. techn (in Informatik), warum dann zweiteres?
    ich sehe es so, korrigiert mich falls ich mich irre, dass man sich auf der FH seinen Abschluss um einiges leichter "erkämpft" (und auch schneller)...


    bzgl. der Anrechnung zum Informatik-Studium bleibt da nicht soviel übrig, was ich mir anrechnen lassen kann, hab mich da aich schon mal schlau gemacht...


    an was wirtschaftliches studieren hab ich auch schon gedacht, ist aber nicht so meins, das wirklich voll zu studierenn (ausser es ist wo dabei wie auf der FH)

  • Hab mir die Frage auch lange gestellt und sehr sehr lange überlegt (hab auch eine HTL gemacht)..... bin aber für mich persönlich zum Schluss gekommen dass es Sinnvoller ist die Dinge tatsächlich vom Hintergrund her zu erlernen und ein weites Spektrum an Wissen abzudecken. Dadurch ist man später auch flexibler im Arbeitsbereich und man kann neue Technologien & diverese andere Dinge schneller und leichter erfassen weil einem ja ein tiefer und breites Wissen vermittelt wurde.


    Auf der FH wird man mit einer gewissen Theorie gefütter aber hauptsächlich mit Technologien, Werkzeugen und diveresen Andwenungen von Methoden zur Lösung von Problemen (klingt geschwollen :) ) ... also alles in allem kannst sofort Gas geben wenn du drausen bist ... schlecht wird man natürlch auch nicht bezahlt. Jedoch hatte ich die Befürchtung, dass man später eben nicht mehr so wirklich erfolgreich sein wird. Das bedeut nicht, dass man ein Penner wird od. so !!! Außerdem sind ja FHler eher im "Außführendem" Teil tätig ... hab ich mir sagen lassen... also Implementierung von diversen BlaBlas den andere Produzieren.


    Wie auch immer ... schaus dir an!! Ich habe mich für die TU entschieden und bin damit ziemlich Glücklich!!! FH ist sicher auch keine Fehler nur hat es halt eine andere Richtung und das Berufsfeld ist auch nicht so breit gefächert.



    Ich hab übrigens auf http://www.standard.at einen Artikel gelesen, dass eben FHler bessere Einstiegsgehälter bekommen aber laut einer Studie nicht so stark wachsen wie die eines Uni Absolventen! Außerdem setzten die großen Firmen noch immer auf Uni Absolventen in wichtigen Positionen ... leider finde ich den Artikel nicht mehr

  • "flosko" <flosko@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
    news:Ug5VSDn7LLWMvju4qhvldw-1034607419-19933@frost.htu.tuwien.ac.at...
    > vor einem TU-Studium schreck ich eigentlich nur wegen der hohen
    Studienzeiten
    > zurück, wenn ich einen DI(FH) in der gleichen Zeit machen kann wie einen
    Bakk.
    > techn (in Informatik), warum dann zweiteres?
    Wie schon oben gesagt, du bekomms als HTLer ja auch auf der Uni was
    angerechnet. Das stetzt die Mindeststudienzeit - theoretisch - natürlich
    nochmal runter.


    > ich sehe es so, korrigiert mich falls ich mich irre, dass man sich auf der
    FH
    > seinen Abschluss um einiges leichter "erkämpft" (und auch schneller)...
    Das ist sogar ziemlich sicher so. Pro Studienjahr nimmt eine FH vielleicht
    15-40 Leute für einen Studienzweig auf. Würde man bei den Prüfungen so
    streng sein wie auf der Uni hätten gäbs eine Abschlussquote von, sagen wir,
    5 Studenten pro Jahr. Und so funktionierts nun mal nicht...


    hth, Martin

  • Wenn man nur auf 3 Jahre spekuliert, würden wohl die meisten zur FH tendieren. Genau wie 2 Schulkollegen von mir, die nach HTL (Fachrichtung Informatik) jetzt FH schwerpunktmäßig Wirtschaft machen.
    Kann man zwar kaum mit einer technischen FH vergleichen, aber sie sind damit zufrieden und würden wohl kaum (ein paar Semester mehr) studieren.


    Studium zahlt sich eh nur aus, wenn man längerfristig auf zumindest Master spekuliert. Zwar auch mit DI(FH) möglich, nur das Anrechnen als Bakk. könnte bei einigen (beispielsweise deutschen) Unis problematisch werden (da einiges an Uni-spezifischen Stoff fehlt).
    In de.soc.studium oder so gabs einige interessante Threads dazu.


    Auch der Aspekt des geringeren Lohns verliert sich vielleicht, wenn man nebst Studium Berufspraxis aufweisen kann, also heisst hackeln, wenn man nachher auf mehr Geld spekuliert.

  • hm, was mich noch interessieren würd, wären ein paar infos zu den Aufnahmsprüfungen auf den FHs (insbesondere Technikum Wien)...
    man hört ja Zahlen, nach denen sich mindestens dreimal soviele bewerben, als dann wirklich aufgenommen werden.
    weiß jemand wie krass das wirklich ist? ich meine diese zahlen sagen ja nix aus...
    muss ich mir das so vorstellen, dass sich da 200 hochmotivierte und gut vorbereitete leute ernsthaft um nen studienplatz streiten, oder ist es eher so, dass die hälfte mit der einstellung "na schau ma mal..." oder "wird eh nix..." hingehen...?
    das interessante wär nämlich, ob eh quasi jeder aufgenommen wird, der es wirklich ernsthaft meint und nur der rest, der nicht recht weiß, was er machen will oder im herbst keine arbeit gefunden hat und eigentlich gar ned studieren will, ausgesibet wird...?!
    wär gut seine eigenen chancen zu kennen...


    na hab ja noch etwas zeit zum überlegen!


    danke schon mal für eure hilfe!
    wenn ich mir aber so ansehe, was mit den unis gerade passiert (einsparungen an allen ecken und enden, neues Unistudiengesetz, überfüllung pur...gerade informartik is ja überrannt)...tendiere ich schön langsam doch ehr zu einer FH

  • So extrem überlaufen finde ich Informatik eigentlich gar nicht ...


    Außerdem scheint sich ja der Hype sowieso zu legen
    Ich habe den Eindruck, dass sich viele gar nicht wirklich dafür interessieren sondern einfach durch die viele Medienberichte auf die Idee gekommen sind irgendwas in diese Richtung zu machen.
    Zumindest bestätigt dieses Verhalten mein Bekanntenkreis: Kaum habens a HomePage mit Frontpage gemacht glauben die sie sind IT Experten und müssen nun was in der Richtung machen weil man da viel Geld verdienen kann. Leider kommens dann viel zu spät drauf, dass es nicht ganz so einfach ist wie sie es sich vorgestellt haben und machen dann doch was anderes


    Da der Hype jetzt nach hinten losgegangen ist werden sich die Leute wieder abwenden denke ich mal.