Unterschiede Informatik Studium Linz/Wien

  • Hallo Leute,


    ich habe vor, ab Oktober Informatik zu studieren. Als primären Standort habe ich Linz auserkoren, halte mir aber Wien noch offen. Folgend habe ich ein paar Fragen zum Studium und den Standorten.


    Gibt es "Qualitätsunterschiede" eines abgeschlossenen Informatikstudiums je nach dem, ob man es an der JKU oder an der TU/HU in Wien absolviert hat?
    Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Studium/Dozenten/Umfeld and den Standorten, bzw. wo hat das Studium den besseren Ruf?
    Wie ist die durschnittliche Studiendauer für den Bachelor an Eurem Standort?
    Und wie sieht es mit Praktikumsmöglichkeiten aus? Würdet ihr das Studium allgemein weiterempfehlen?


    Danke für alle Antworten!

  • Ich kenne einige Leute, die auf der JKU Informatik bzw. Wirtschaftsinformatik studiert haben und die waren eigentlich alle ganz zufrieden mit ihrer Ausbildung. Vergleiche sind halt immer recht schwer, wenn man selbst nicht an beiden Unis war und generell schwankt natürlich die Qualität und der Aufwand auch immer stark von Kurs zu Kurs. Persönlich abraten würde ich dir nur von der Uni Wien, hier habe ich einige Jahre recht nahe mitverfolgen können, wie das Studium dort aussieht.

  • mtoman


    Hört sich schon einmal gut an! Zumal ich ja die Richtung Deep Learning, AI, usw. mitunter (als "Laie") als spannendstes Gebiet der Informatik betrachte.


    Luk@s


    Danke für die Antwort, könntest du noch etwas spezifischer darauf eingehen, was du am Studium an der Uni Wien so mitverfolgt hast?

  • mtoman


    Wenn du das Studium auf Koryphäen abstecken willst, dann müsste man auch gleichzeitig die WU Wien nennen. Der ganze Neural Network "Hype" wurde nämlich vorallem durch das Universal approximation theorem (https://en.wikipedia.org/wiki/…sal_approximation_theorem) vorangetrieben, welches in seiner allgemeinsten und damit auch wirklich bedeutenden Form 1991 von Kurt Hornik (damals noch TU Wien) bewiesen wurde.

  • Diese ganzen Koryphäen-Geschichten sind in der studentischen Praxis IMHO höchst irrelevant. Prof. Eiter ist mit Sicherheit gut in seinem Fach, der Kurs "Einführung in die Künstliche Intelligenz" war aber langweilig. Ein bisserl die Folien zum internationalen Standardwerk herunterbeten und uninspirierte Übungsblätter geben, macht keinen guten Kurs aus. Für die Lehre sind mir Senior Lecturers, die mit Herz und Seele ihren Job machen, und durchdachte Kurse zusammenstellen auf jeden Fall lieber.

  • Ganz klar, ich suche mir die Uni auch nicht wegen irgendwelchen Koryphäen aus. Als Außenstehender kann man sowieso immer schlecht beurteilen, welche Dozenten und welches Umfeld da wirkich auf einen wartet. Ich hoffe durch diverse Forenposts wie diesen deshalb unter Anderem auch an Insiderinformationen zu kommen.

  • Für das meiste Studium ist es natürlich nur teilweise relevant. Für Praktika und Abschlussarbeiten jedoch denke ich ist das mitunter der größte Unterschied zwischen "normalen" Unis und den "Elite"-Unis. Ich war bei einigen Gruppen mit... Koryphäen :) im jeweiligen Bereich zu Besuch und da läuft dann halt doch einiges viel besser ab. Allein der Name auf den Papers hilft oft schon enorm für acceptance und dass es mehr Leute lesen. Dann der Zugriff auf state of the art Methoden - das Zeug nachbauen aus den Papers ist ja oft nur theoretisch möglich ;) (zb Google Wavenet und tacotron haben locker 2 Jahre gebraucht bis die ersten open source Implementierungen mal halbwegs funktioniert haben). Dann laufen oft sehr viele Projekte bei denen man teilhaben kann (und co-authorn) etc.
    Das Networking läuft dann auch viel besser.


    EDIT: ob das alles für Linz zutrifft weiß ich allerdings nicht ;). Und danke für die Info Belko. Habe den Namen schon mal gehört aber das wieder vergessen. Da ich ständig mit LSTMs arbeite ist mir das als erstes eingefallen.