Wen wählt ihr bei der Nationalratswahl am 15. Oktober?

  • Wen wählt ihr bei der Nationalratswahl am 15. Oktober? 9

    1. Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) (2) 22%
    2. Liste Sebastian Kurz - die neue Volkspartei (ÖVP) (1) 11%
    3. Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) (0) 0%
    4. Die Grünen - Die Grüne Alternative (0) 0%
    5. NEOS - Das Neue Österreich (1) 11%
    6. Die Weissen (0) 0%
    7. Freie Liste Österreich & FPS Liste Dr. Karl Schnell (0) 0%
    8. Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) (0) 0%
    9. Liste Peter Pilz (3) 33%
    10. Liste Roland Düringer - Meine Stimme Gilt (0) 0%
    11. [nur Wien] Für Österreich, Zuwanderungsstopp, Grenzschutz, Neutralität, EU-Austritt (0) 0%
    12. [nur Wien] Obdachlose in der Politik (1) 11%
    13. [nur Wien & OÖ] Sozialistische LinksPartei (SLP) (0) 0%
    14. [nur Vbg] Christliche Partei Österreichs (CPÖ) (0) 0%
    15. [nur Vbg] Männerpartei - für ein faires Miteinander (0) 0%
    16. [nur Vbg] Neue Bewegung für die Zukunft (NBZ) (0) 0%
    17. Ich wähle ungültig (0) 0%
    18. Ich gehe nicht zur Wahl (1) 11%

    Wie ihr wahrscheinlich noch nicht mitbekommen habt, dürfen wir heuer wieder einmal einen neuen Nationalrat wählen. Leider dauert es bis zum Wahltermin aber noch ewig und ich kann die Spannung jetzt schon kaum ertragen. Wen also werdet ihr aller Voraussicht nach am 15. Oktober wählen?


    P.S. Auch Leute, die nicht wahlberechtigt sind, dürfen in der Umfrage für ihre präferierte Partei/Liste stimmen!

  • Berufe mich auf das Wahlgeheimnis, werde aber erstmals nicht NEOS wählen, weil sie mir zu sehr mit der EU Liebäugeln und die bei weitem nicht die Probleme unserer Zeit erkennt/erkennen will.

  • Welche sind deiner Meinung nach die Probleme unserer Zeit?


    Meiner Meinung nach:
    1. Schuldenkrise mit Gefahr eines Staatsbankrotts wie in Griechenland
    2. Gefahr steigender Arbeitslosigkeit aufgrund zunehmenden Desinteresses großer Teile der Bevölkerung, sich entsprechendes Wissen und Können ("Bildung") anzueignen
    ...
    ...
    ...
    Erst unter "ferner liefen" betrachte ich die Zuwanderung als ein Problem. Auch wenn sich der Charakter der Bevölkerung stark ändern wird, muss das nicht unbedingt schlecht sein.

  • Welche sind deiner Meinung nach die Probleme unserer Zeit?


    Tja, wo soll man nur anfangen. Meines Erachtens interessiert sich der Durchschnittsbürger für zwei große Fragen:

    • Wie wird in Zukunft die Zuwanderung geregelt? Wen lassen wir rein und was steht diesen Leuten zu? Was machen wir mit den Leuten, die bereits hier sind? Dabei geht es hier zu 99% um Muslime.
    • Wie bekomme ich wieder mehr Geld in die Tasche? Wie kann ich meine Ausgaben senken & Einnahmen erhöhen, damit mehr Kohle für mich/Familie etc. übrig bleibt?


    Dadurch entsteht ein rießen Themenkomplex, dass viele politische Bereiche betrifft: Integration, Wirtschaft, Bildung, Verwaltung, EU, Soziales, etc. Ich denk die Politiker haben nicht wirklich Antworten auf all diese Fragen, weil es auch keine einfachen Lösungen dafür gibt. Übrig bleiben Wähler, die kreuz und quer wählen und danach angepisst sind, weil am Ende immer die selbe Politik rauskommt.

  • Ich lese gerade die Autobiografie von Franz Josef Strauß, und im Vergleich zur damaligen Zeit sind die heutigen Probleme klein. Damals musste die Bevölkerung um ihr tägliches Brot bangen, Bayern musste Unmengen an Lebensmittel nach Norddeutschland liefern,... Damals mussten die Politiker echte Probleme lösen. Heute ist Politik mehr ein Geplänkel...


  • der letzte Punkt führt aber zu deinem zweiten Punkt. Wie inzwischen auch in der Hinsicht vorsichtig agierende Medien wie der Standard berichten [1], ist es mit der Bildung der zugewanderten nicht so weit her.
    Zusätzlich beherrschen viele die deutsche Sprache nicht oder nur unzureichend. Außerdem wandert eine Kultur zu, die ihrer Religion einen hohen Stellenwert beimisst.
    In Kombination mit dem österreichischen Sozialsystem und den Löhnen in "einfachen" Jobs sehe ich wenig Chance für die zugezogenen, im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, alleine schon deshalb, weil es sich kaum auszahlt. Außerdem befürchte ich, dass die wirklich motivierten bzw. gebildeten eher einen Bogen um Österreich herum machen und eher dorthin gehen, wo sich Eigeninitiative bzw. Leistung tatsächlich auszahlt.


    Dies lässt mich zum Schluss kommen, dass das Thema Zuwanderung wichtig ist. Und wohl auch deine Partei (NEOS), die dem Thema eine ganze Seite von insgesamt neun in ihrem Manifest widmet ;-)
    Übrigens - es sind 65% der Leute mit Hochschulabschluss mit der aktuellen Integrationspolitik unzufrieden [2].



    [1] http://derstandard.at/20000527…inge-aus-2015-bekannt-ist
    [2] http://derstandard.at/20000630…igranten-nach-Oesterreich

  • Dieses Argument habe ich erwartet. Mag schon sein, dass viele der Zuwanderer ungebildet sind. Das spricht aber nicht generell gegen Zuwanderung. Zudem ist das Problem der mangelnden Bildung nicht nur ein Problem der Zuwanderer.

  • Zudem ist das Problem der mangelnden Bildung nicht nur ein Problem der Zuwanderer.


    Amen!


    Wenn ich mir anschaue welchen (dort allerdings bereits krankhaften) Stellenwert Bildung beispielsweise in Japan hat (mit hoher Suizidrate, zusaetzlicher Abendschule und "mehr als 5 Stunden Schlaf und du bist ein Verlierer"-Motto) und das mit Oesterreich vergleiche, wo man am Land "als Studierter" schief angeschaut wird. Andererseits glaub ich, dass das schon immer so war.


    Staatschulden sind mir (mittlerweile) voellig egal. Im Grunde hat in diesem (voellig pervertierten) Wirtschaftssystem sowieso "jeder bei jedem" Schulden, insofern nur ein aeusserst komplexes Nullsummenspiel. An die baldige Zahlungsunfaehigkeit von Oesterreich glaub ich weniger.


    Was mir generell missfaellt ist eher die oesterreichische Mentalitaet "Wor scho imma so, des hamma no nie anders gmacht, do kunnt jo a jeda kuman!", einfach viel zu viel konservatives Denken, weils uns anscheinend noch immer viel, viel zu gut geht.

    “Fantasy is hardly an escape from reality. It's a way of understanding it.” - Lloyd Alexander


    “The more I see of what you call civilization, the more highly I think of what you call savagery!” - Robert E. Howard, King Kull

    "Kapitalismus heißt: Man kauft Dinge die man nicht braucht, von Geld, das man nicht hat, um Menschen zu beeindrucken, die man nicht leiden kann." - Volker Pispers

  • Nunja, natürlich ist die hohe Arbeitslosigkeit unter Migration sowie die häufige Ablehnung des sakulären Systems ein Problem, vor dem man nicht die Augen verschließen darf (siehe Posting von stackoverflow). Wie leicht scheinbar junge Menschen via Internet radikalisierbar sind, ist auch ein Problem, das weder durch Wegschauen noch durch Hetze gelöst werden kann. Ich habe selbst lange anders gedacht und die Probleme kleingeredet, aber inzwischen bin ich der Meinung, dass die Auswirkungen von Jahrzehnten des Brainwashings seitens diverser "Imame" noch viel, viel spürbarer werden wird. Wir sollten zusehen, dass wir weder in einem islamischen, noch in einem christlichen (Überwachungs-)Staat enden... in beiden Fällen trifft es natürlich wieder mal die Frauen besonders hart. Die Frage ist nur, ob sie mit oder ohne Burka an den Herd zurück sollen... dazwischen gibt es noch Linke, die jeden Frauenmord kleinreden, solange er von "Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen" verübt wurde statt von den weißen Patriarchen (oder sogar selbst sexuell belästigt und ausgeraubt wurden, aber bei den armen Menschen muss man das ja verstehen...).
    Manchmal hat man das Gefühl, die spinnen alle von vorn bis hinten, von links bis rechts. Stück für Stück werden Jahrzehnte bis Jahrhunderte an Aufklärung, Feminismus und Liberalismus einfach wieder kaputt gemacht, freiwillig.


    Ja, von der Bildungsfeindlichkeit fange ich jetzt gar nicht erst an. Die spielt natürlich aber auch mit. Bei all dem spielt Bildung und Wissenschaft keine Rolle. Es geht nicht um die Schaffung eines Systems an gebildeten, denkenden Individuen sondern um eine lenkbare Masse, die Glauben, Führern und falschen Göttern nachläuft. Arbeitslosigkeit ist kein Problem mehr - für den jeweiligen Führer braucht man ohnehin mehr als genug Augen und Ohren, Soldaten, Internettrolle, Bestrafer, Märtyrer, Prediger, Geheimdienstmitarbeiter, ... :)

  • Ein säkularer Staat wäre Hammer, hamma nur noch nie gehabt. Alleine, dass die Kirche missbrauchsfälle intern "regelt" ist eines (säkularen) Rechtsstaates völlig unwürdig.


    Ansonsten stimme ich dir zu und möchte hinzufügen: egal ob ich morgen in einer linken, oder rechten Überwachungsdiktatur aufwache, nächste Woche bin ich tot.


    Ist doch alles dasselbe, intolerant bis zum geht nicht mehr, links wie rechts, nur andere Feindbilder.

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  • Quote

    Stück für Stück werden Jahrzehnte bis Jahrhunderte an Aufklärung, Feminismus und Liberalismus einfach wieder kaputt gemacht, freiwillig.

    Quote

    Deswegen bedarf es einer starken liberalen Partei, die dieses kulturelle und zivilisatorische Erbe hochhält.

  • Deswegen bedarf es einer starken liberalen Partei, die dieses kulturelle und zivilisatorische Erbe hochhält.


    Eine solche liberale Partei tritt andererseits aber dann auch für "Weniger Staat, mehr privat" ein. Dinge wie Mindestlöhne, Kollektivverträge oder der Sozialstaat sind Dinge, die unter diesem Aspekt stark zurückgefahren werden sollen. Für viele Menschen bedeutet das eine Verschlechterung ihrer Lebenssituation, wodurch eine solche Partei keine Alternative darstellt.

  • Deswegen bedarf es einer starken liberalen Partei, die dieses kulturelle und zivilisatorische Erbe hochhält.


    Erstmal stimme ich Paulchen zu.


    Weiters moechte ich hinzufuegen, dass fuer mich Liberalismus sehr, sehr wenig mit Neoliberalismus gemeinsam hat. Neoliberalismus ist in meinen Augen genauso schlimm, wie der Kommunismus (wenn jetzt jemand mit Gulags/Todeslager anfaengt -> darauf wollte ich nicht hinaus) es war.


    Der Staat sollte sich so wenig wie moeglich in die Belange der Buerger einmischen, wenige, klare Verhaltensregeln schaffen und den Rest der Gemeinschaft ueberlassen. Die Wirtschaft hingegen, der ist nicht zu trauen. Da schaut jeder nur und einzig und alleine auf seinen eigenen Vorteil. Von daher waere es mir lieber, die wuerde viel, viel staerker in Ketten gelegt.


    Andererseits hatten wir nie einen wirklich freien Markt, dank all der Subventionen, Bankenrettungen etc. Von den grossen Firmen sind wirklich viel too big to fail, weil sie eh gerettet wuerden.


    Nachdem die Neos fuer den Neoliberalismus stehen und der Maer anheim gefallen sind, "der (ominoese) Markt" wuerde schon alles von selbst regeln, sind sie fuer mich voellig unwaehlbar. Da kann noch so eine gute andere Idee in ihren Reihen aufkommen, ich applaudiere dann gerne und sehe mir jede einzeln an, aber solange wir so grundverschieden denken, wird es da keine Stimme meinerseits geben koennen.

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    Edited once, last by Vendredi ().

  • Also, die Aussage, dass die Neos für den Neoliberalismus stünden, möchte ich schon stark relativieren. Ich habe in meinem Bekanntenkreis auf Facebook sogar einige echte Neoliberale, und die lehnen allesamt Neos ab, weil Neos in ihren Augen eine sozialdemokratische Partei sei.


    Mag sein, dass der Name "Neos" unglücklich gewählt worden ist, aber nein, Neoliberalismus ist nicht im Programm der Neos enthalten. Neos verstand sich ursprünglich als Erneuerungsbewegung, und erst, seit sie mit den Jungen Liberalen gemeinsame Sache machen (bei denen ich früher Mitglied war), haben sie den Liberalismus für sich entdeckt. Aber neoliberal? Nein. Zeige mir, was am Programm der Neos "neoliberal" sein soll.


    Außerdem:


    Quote

    "Neoliberalismus" ist ein Kampfbegriff, der von der radikalen Linken geschaffen wurde, um - durchaus fragwürdige - wirtschaftliche Exzesse mit der Idee des Liberalismus in Verbindung zu bringen, gegen die jemand mit gesundem Menschenverstand nichts einzuwenden haben kann.

    Das war ein Zitat aus meinem Weblog.


  • Eigenzitate stinken genauso wie Eigenlob :p


    Ich gebe zu, ich kann nicht mit dem Finger darauf zeigen (was die Neos fuer mich Neoliberal macht - der Name ist es nicht, die Historie war mir bekannt), es ist ein Zusammenspiel von vielen Teilaussagen, vielleicht die "Privatmeinung" einzelner Aktivisten, oder verunglueckte Interviews, ich weiss es nicht. Das (verbrannte) Wort Neoliberalismus findet man nicht im Wahlprogramm, das stimmt.


    Im Wahlprogramm von 2014 war beispielsweise die Rede von weiteren Privatisierungen (mit loeblichen Ausnahmen, etwa Wasserleitungen), u.a. auch von Energie-Wirtschaft. Fuer mich ein absolutes No-Go (und ein Indiz fuer Neoliberalismus)t. Ich *glaube* nicht, dass davon die breite Masse irgendwas hat. Die Preise werden nach oben gehen, wenn der Staat nicht mehr beteiligt ist. Klar, es gibt da vieles an Filz, dem sollte man zu Leibe ruecken, aber gewisse Dinge gehoeren einfach in die oeffentliche Hand und dazu gehoert fuer mich ein Energieversorger, genauso wie ein staatliches Schienennetz + Unternehmen.

    Ansonsten faehrt ausserhalb von Wien und Ballungszentren nichts mehr. Als Wiener kann man sich das vielleicht nicht vorstellen, aber dort wo ich herkomme, gibt es Taeler, da fahren am Tag 2 Busse. Da wohnen viele alte Menschen, fast alle mit Fuehrerschein, eben deshalb. Glaubst du diese 2 Busse fahren noch, wenn das privatisiert wird? Da buttert die Allgemeinheit rein, damit die Schueler in die Schule und die Alten, die eben keinen Fuehrerschein haben, zum Einkauf und wieder nach Hause kommen. Ein gewinnorientiertes Unternehmen hat da keine Moeglichkeit Gewinn zu machen.


    Ueberhaupt waere viel mehr regionale Politik gefordert, weil da die Probleme bekannt sind UND man direkt betroffen ist. Einem Abgeordneten irgendwo hunderte KM weit weg, sind die Probleme doch Latte wie Hose.


    Zurueck zum Thema: Privatisierung kommt im Wahlprogramm auch nur zweimal vor, dafuer geht es oft um Ausgabenkuerzung, was ich toll finde. Wir haben einen viel zu aufgeblaehten Staatsapparat. Allerdings gefaellt mir der Loesungsansatz mit "Ach, dann geben wir einfach alles/vieles in Private Haende, dann simma nimma Schuld, wenns schief geht - ausserdem hamma dann kurzfristig Geld" nicht (es steht dann durch die Blume wieder "Privatisierung"). Kaum einer Firma liegt das Gemeinwohl am Herzen. Oder sagen wir es so, kaum einer liegt es mehr am Herzen als Gewinne, Gewinne, Gewinne.


    In vielen Punkten gehe ich mit den Neos konform, in anderen sind wir so grundverschieden, dass kein Konsens moeglich ist, weil mir diese Punkte zu wichtig sind, als dass ich eine 180° Drehung machen koennte.


    Privatisierung ist eines der Hauptmerkmale des Neoliberalismus. Wohin uns der in den letzten Jahrzenten gefuehrt hat, kann jeder fuer sich selbst entscheiden. Ob Working Poor und immer mehr Arme (und Superreiche) wirklich soooo erstrebenswert sind, auch. I won't judge, I promise. Not yet :)

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    “The more I see of what you call civilization, the more highly I think of what you call savagery!” - Robert E. Howard, King Kull

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  • Jetzt muss ich Vendredi zustimmen :) - ich bin bezüglich Privatisierung auch skeptisch. Eine Firma ist nunmal profitorientiert und auch wenn das theoretisch unter anderem über Kundenzufriedenheit laufen kann, steht es imho in den meisten Fällen dem Gemeinwohl gegenüber. Beim Wasser- und Energiethema kann man es ja am einfachsten sehen. Zur Profitoptimierung könnte man in monopolistischer Position die Preise beliebig gestalten. Profitoptimierung bedeutet auch möglichst Umgehung des Datenschutzes, Aushebeln von Gesetzen, Steuervermeidung... Ah, eigentlich geht letztendlich fast alles, was ich für meine eigene Tasche mache gegen das Gemeinwohl.
    Analogie: Ein profitorientiertes Krankenhaus wünscht sich eine kranke Bevölkerung...

  • Jetzt muss ich Vendredi zustimmen :) - ich bin bezüglich Privatisierung auch skeptisch. Eine Firma ist nunmal profitorientiert und auch wenn das theoretisch unter anderem über Kundenzufriedenheit laufen kann, steht es imho in den meisten Fällen dem Gemeinwohl gegenüber. Beim Wasser- und Energiethema kann man es ja am einfachsten sehen. Zur Profitoptimierung könnte man in monopolistischer Position die Preise beliebig gestalten. Profitoptimierung bedeutet auch möglichst Umgehung des Datenschutzes, Aushebeln von Gesetzen, Steuervermeidung... Ah, eigentlich geht letztendlich fast alles, was ich für meine eigene Tasche mache gegen das Gemeinwohl.
    Analogie: Ein profitorientiertes Krankenhaus wünscht sich eine kranke Bevölkerung...


    Insbesondere wenns zu nem (Quasi-)Monopol fuehrt ist die Kundenzufriedenheit sowieso wurscht. Wasser konsumieren am Ende alle, ausser vielleicht die Lichtesser.

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