Hallo zusammen,
ich dachte mir, ich nehm mir mal ein paar alte Prüfungsbeispiele vor. Konkret gehts um Bsp 3 aus der Prüfung vom 11.3.2011 (https://vowi.fsinf.at/images/7/73/TU...2011-03-11.pdf)
Hier mal meine Ergebnisse, vl. hilfts ja wem... Um Ergänzungen, Berichtigungen etc. wär ich natürlich dankbar!!! (Sorry, dass der Post etw. länger geworden ist)
lg kuetsch
ad a)
Grundsätzlich haben wir mal T gegeben und wissen dass es Prädikate P u Q gibt, und Konstanten a,b,c.
Danach soll Tasm angegeben werden. Mein Verständnis war bis jetzt immer zuerst mal alles mögliche aus T herleiten, das was fehlt negiert in Tasm schmeißen:
-Q(b) schon gegeben -> über die Allquantor-Formel -P(b) herleitbar
P(a) schon gegeben -> über die Allq.-F. Q(a) herleitbar
somit hätten wir alle Prädikate mit a u. b, es fehlt nur noch c, von dem wir gar nix wissen, außer dass die Formel mit Existenzqantor für irgendeine Var gelten muss, und dies definitiv nicht für a u. b tut, daher muss es für c gehn: Q(c) und -P(c) damit herleitbar.
==> Ergo haben wir alles hergeleitet was es gibt, und es gibts nichts, was wir nicht definiert hätten.
Ich würde deshalb sagen, dass Tasm leer wäre, da das "asm" ja für Assumption steht. Wir müssen hier nichts annehmen, sondern können alles herleiten, daher hätte ich Tasm = {} gesagt.
Im After Test Thread (http://www.informatik-forum.at/showt...Test-11-3-2011) gibts allerdings einige Kommentare, die die mehrfache Benotungsänderung dokumentieren, wonach:
- Tasm nicht nur assumptions, sondern auch alle negativen Fakten beinhalten soll. M.e. irgendwie widersprüchlich, weil ja genau für assumptions gedacht, aber Tasm ist immerhin definiert als Tasm = {-P | P ground atom; T |≠ P}, also müsste eigentlich alles, was nicht herleitbar ist negiert rein und alles was als negativer Fakt schon in T ist auch noch mal (wozu?). Irgendwie bringt es ja nichts, wenn das doppelt definiert ist? Weiters steht 1 Folie vor dieser Definition, dass die Idee ist, nur positive Fakten zu speichern, was ja ausschließen würde, dass in T sowas wie -Q(b) enthalten ist?
- Anscheinend wurde argumentiert, dass man mit -Q(b) und der Allquantor-Formel nicht auf -P(b) schließen kann, was ich nicht ganz verstehen kann. Auch wenn das vor dem Implikations-Pfeil steht ist es nur eine simple logische Formel, die man nach belieben auswerten kann und dann genau auf dieses Ergebnis kommt?
Danach sollte CWA(T) angegeben werden.
- Ist hier irgendetwas außer der Standard-Definition CWA(T) = {phi | T u Tasm |= phi, phi closed} anzugeben?
- Gibts eigentlich in dem Zusammenhang irgendeinen Unterschied, wann ich die Closure-Fkt Cn verwende und wann ich es mit den Mengen wie oben schreibe?
- Gibt es einen Unterschied zwischen "Ground" term (= variable free) und "Closed" term (anscheinend auch variable free)?
In a2) gibts dann 3 t/f Fragen:
- Tasm vollständig? Das hängt natürlich davon ab, was drin ist :-/ Üblicherweise stellt sich diese Frage doch eher im Zusammenhang mit CWA(T) oder? Wie auch immer, vollständig ist, wenn für jede Kombi aus Präd. P u Var. x ein P(x) oder -P(x) drin ist. Das ist bei Tasm sicher nicht der Fall. Bei CWA(T) wäre es m.E. zutreffend.
- CWA(T) konsistent? Würde ich sagen.
- T deduktiv abgeschlossen? Hätte ich mit nein beantwortet. Es ist zwar alles in T enthalten um den deduktiven Abschluss durchführen zu können, aber T ist doch nicht gleich Cn(T) oder? Cn(T) wäre deduktiv abgeschlossen und da Tasm={} wäre Cn(T) = CWA(T)
ad b) Klar, dass Default Logik nicht monoton ist.
Gegenbsp:
W = {a}; delta = {a:b/b}
E = {a,b}
W' = {a,-b} -> E' = {a,-b} (wenn ich das richtig verstanden habe)
==> Neue Fakten können alte "Annahmen" widerlegen, was der Monotonie widerspricht.
Wäre das ein passendes Gegenbeispiel?
ad c) Hab ich noch nicht, werd ich wenn mögl. noch nachreichen.



Reply With Quote
die t/f fragen sind tlw fangfragen glaub ich (das mit Tasm z.b.)



). Zu meinem Beispiel: 


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