View Full Version : [Frage] Informatikstudium richtige entscheidung??
Joschi238
30-04-2003, 14:52
Hi könnt ihr mir vielleicht sgaen ob das informatikstudium schwer ist???
muss man vorher sehr viel cumputerkenntnisse haben oder gut in der schule gewesen sein??
ich hab so ein durchschnittsabi mit 3,2...vielleicht auch besser oder schlechter ;)
muss man dafür viel lernen oder n gutes abi haben???
ich kann mich nämlich noch nicht so ganz entscheiden??
was für ein abi habt ihr so??
Viel wichtiger als irgendein Notendurchschnitt ist meiner Meinung nach das Interesse und Durchhaltevermögen. Wenn du dich schon in der Schule für Informatik interessiert hast und bisschen rumprogrammiert hast, und du weisst, dass es dir Spaß macht, dann hast gute Vorraussetzungen.
hmmmmm, ich bin ja der Meinung, dass Zeugnisse und Noten nicht so besonders viel über die Eignung für ein Studium aussagen... höchstens in dem Sinne, dass sie etwas über Fleiß aussagen, und der schadet in keinem Studium ;)
Ich hatte keine besonderen informatischen Vorkenntnisse, bin jetzt im 2. Semester und hatte bis jetzt keine Probleme deswegen, aber halt um einiges mehr zu tun, als die, die sich schon auskennen.
Ich würd mal grundsätzlich sagen, das Studium sollte dich interessieren, auch in Anbetracht dessen, dass es (zumindest in den ersten beiden Semestern, mehr kann ich noch nicht berichten) schon sehr theoretisch ist. Was bestimmt notwendig ist, ist logisches Denken - auch eine mathematische Begabung wird dir gleich in deinen ersten beiden Semestern das Uni-Leben wesentlich erleichtern. (und später auch, wenn du die Prüfungen nicht mehr mitschleppen musst...)
Wieviel du lernen musst, hängt davon ab, wie schnell du von Begriff bist (nona) und wie schnell du studieren willst, und welche Ansprüche du an dich stellst.
Ich muss sagen, ich hab wesentlich mehr zu tun als in der Schule, besonders wegen Mathe :shinner:, aber das ist zu erwarten wenn man auf die Uni geht ;)
Ob du dich wirklich eignest für das Studium, das siehtst du wahrscheinlich im Laufe der ersten 2 Semester, das kann dir wohl keine Checklist abnehmen....
hth
Joschi238
30-04-2003, 16:56
Was isn ne checklist???
also in mathe hab ich null probleme....
also bis jetzt hab ich in 13 jahren schule noch nie für mathe gelernt und kam allerschlechtenfalls mit na 3 weg(aber eher selten)
mit computern hab ich eigentlich auch sehr viel am hut....also bis jetzt hab ich meinen pc immer wieder alleine zum laufen gekriegt (sprich:internet, router, systemfehler, usw.)
wie siehts denn so mit dem stoff aus der verlangt wird.....ist das viel zu lernen.....also das is mein bedenken weil ich sehr faul bin und kein bock hab zu lernen...entweder kann ich sowas sofort oder nich....
also in mathe hab ich null probleme....
also bis jetzt hab ich in 13 jahren schule noch nie für mathe gelernt und kam allerschlechtenfalls mit na 3 weg(aber eher selten)
Naja. Ist überhaupt nicht das gleiche würde ich sagen. Ich habe in der HTL früher eigentlich auf Mathemathik nie was gelernt, und habe immer alle Prüfungen dort mit sehr gut oder gut belegt. Auf der Uni kann ich dir aber 100% VERSPRECHEN, dass du Mathematik ohne lernen nicht schaffen wirst.
mit computern hab ich eigentlich auch sehr viel am hut....also bis jetzt hab ich meinen pc immer wieder alleine zum laufen gekriegt (sprich:internet, router, systemfehler, usw.)
Naja. Würd ich auch so sehen. Wenn dich mit dem Computer auskennst, und zum Beispiel schon viel programmiert hat, dann ist die Einführung in das Programmieren sicherlich einfach. Aber ein Großteil des Stoffes in dem Studium ist sehr theoretisch..
wie siehts denn so mit dem stoff aus der verlangt wird.....ist das viel zu lernen.....also das is mein bedenken weil ich sehr faul bin und kein bock hab zu lernen...entweder kann ich sowas sofort oder nich....
Mit dieser Einstellung ist die Uni sicher das falsche für dich.
Grüße,
Wolti
Arthur Dent
30-04-2003, 17:50
wie siehts denn so mit dem stoff aus der verlangt wird.....ist das viel zu lernen.....also das is mein bedenken weil ich sehr faul bin und kein bock hab zu lernen...entweder kann ich sowas sofort oder nich....
Wenn das so ist, dann lautet die Antwort eindeutig: Nein, du bist nicht für das (Informatik-)Studium geeignet.
Auf der Uni kann ich dir aber 100% VERSPRECHEN, dass du Mathematik ohne lernen nicht schaffen wirst.
Amen to that ... :devil: ;)
wie siehts denn so mit dem stoff aus der verlangt wird.....ist das viel zu lernen.....also das is mein bedenken weil ich sehr faul bin und kein bock hab zu lernen...entweder kann ich sowas sofort oder nich....
Muss mich den Beiden vor mir anschliessen, ohne irgendwelchen wie auch immer gearteten Lernwillen wirst du auf der Uni nur die Studienabbrecherquote pushen. Klingt vielleicht hart, ist aber so.
Eventuell, wenn das Problem eher ist das du es einfach nicht schaffst dich selbst irgendwie ohne auesseren Druck zum Lernen zu motivieren, ist eine Fachhochschule eventuell besser geeignet, da dort eben jener Druck vorhanden ist. Aber auch dort wirst du ohne lernen nicht weit kommen.
w.
Joschi238
02-05-2003, 08:00
Ich wollte sowieso an eine fachhochschule gehen....is da n unterschied zur uni???
also ganz so krass wie ich es ausgedrückt habe ist es ja nun doch wieder nich....mir ist schon klar das ich mich
dahinterklemmen muss und dass ich lernen muss...dazu bin ich auch gerne bereit....aber ich meinte ob es wirklich sehr
viel zu lernen ist und ob man aus dem lernen nicht mehr rauskommt bei dem studium...
was war denn so euer abidurchschnitt wenn man fragen darf???
Georg Kraml
02-05-2003, 08:38
Ja, zwischen Fachholschule und Uni ist allerdings ein Unterschied:
Fachhochschule: Eine SCHULE, wie der Name schon sagt. Unterrichtsstil und allgemeine Ausrichtung fast wie HTL, nur eben auf etwas höherem Niveau. Feste Semestereinteilung. Feste Stundenpläne. Kaum Wahlfächer. Typischerweise Schulklassen mit Anwesenheitspflicht. In vielen Fällen verpflichtende Industriepraktika. Gezielte Berufsausbildung; Hauptaugenmerk ist Kompetenz im Umgang mit gerade aktuellen konkreten Technologien. Ausbildung zum wissenschaftlichen Arbeiten nur alibihalber, Abschlußarbeiten fast so farceartig wie an der WU.
Uni: Naja, Uni halt. Freie Zeiteinteilung. Freiwilliger Vorlesungsbesuch. Ziemlich freie Fächerwahl. Ziemlich freie Prüferwahl. Freiwillige Praktika. Keine gezielte Berufsausbildung, statt dessen systematische Vermittlung der harten, spröden theoretischen Grundlagen. Ausbildung zum wissenschaftlichen Arbeiten. Bewusstes, absichtsvolles Eingehen des Risikos, an den kurzfristigen Bedürfnissen der Industrie vorbei zu unterrichten und Absolventen mit ziemlich eingeschränkter Praxistauglichkeit zu produzieren. Echte Forschung. Anspruchsvolle Abschlußarbeiten.
Technische Universitäten haben bisher eine Art Zwischenstellung zwischen Fachhochschulen und Unis eingenommen, werden sich aber mit der immer weiter gehenden Popularisierung der FHs mehr in Richtung Uni entwickeln - bisher waren TUs sozusagen gezwungen, AUCH Berufsausbildung vorzunehmen, aber FHs sind dazu in Wahrheit besser geeignet, und die TUs werden, je mehr FHs es gibt, ihnen diese Arbeit sehr sehr gerne überlassen.
Für mich ist der Unterschied einfach der, ich kann mir mit den Prüfungen Zeit lassen. Ich bin einer von denen, die sich schwer zum Büffeln aufraffen können, nicht dass ich nicht die Zeit hätt, aber ich knick häufig nach kurzer Zeit weg oder vertrödel sie bewusst(!) anderweitig (oder verschlaf sie gern).
Und um genau den Makel zu beseitigen, ist das Grundstudium ok. Langsam wird es besser aber der Lernergeiz ist noch immer weit tiefer als fürs Studium notwendig. FH kam deshalb nie in Frage, weil ich schon vorher gewusst habe, der Lerneifer ist nicht da und deshalb läuft auch das Studium nur auf 2 Semester "Probe". Wenns nicht klappt, muss ich eben aufhören.
Das Lernpensum hängt wie schon von ibins geschrieben ganz von dir ab. Weiss nicht ... mind. 15-20h pro Woche zusätzlich den Vorlesungen, vor den Prüfungen u. Abgaben deutlich mehr?!
Das Studium dauert nun mal mind. 5 Jahre (falls mehr als Bakk) und wenn der Lerneifer nicht in den ersten Semestern erarbeitet wird, wird auch nix aus dem Studium. (HTL-Maturaschnitt: 2,75 ... aber das heisst nichts.)
mfg
MaxAuthority
02-05-2003, 10:57
AHS matura notenschnitt 1.6, aber der ist nicht wirklich so wichtig für das studium würd ich sagen.
Kann mich eigentlich den vorrednern nur anschließen, und das wichtigste ist, dass einem nicht nur das ergebnis interessiert, sondern auch die warum und wie fragen. (D.h. dich sollte eigentlich noch mehr interessieren wie dein Router funktioniert als ihn konfigurieren zu können).
Aja @lernen: Ich HASSE auch auswändig (schreibt man jetzt ja so, oder?) lernen, aber genau das hast du an der TU eigentlich (außer mathe bei mir) nicht. D.h. statt 10h was deppart zu lernen brauchst du halt 10h um "einen lösungsweg nachzuvollziehen". Das ist aber im Prinzip nicht wirklich arbeit, sondern wenn wirklich das interesse an Wie-Fragen vorhanden ist, würd ich das eher als lustige Knoblerei ansehen.
AHS-Matura-Notenschnitt irgendwas knapp unter oder über oder gleich 2, aber das sagt wohl wirklich wenig aus.
womit Max-Authority ziemlich recht hat. so wie's mir vorkommt, ist der Anteil an praktischen (für mich: = motivierenden) Aufgaben bei Informatik um ein Vielfaches höher als in herkömmlichen Studien wie Medizin oder Biologie, wo man sich 100€/2000-Seiten Schmöker kauft und die dann ohne viel Praxisbezug durchlernen muss. Die Bücher (insb. Skripten), die ich bisher zu lesen hatte, sind großteils auf das Wesentliche reduziert und auch eher auf Verständnis als auf Auswändig-Lernen ausgelegt.
@ Neue Rechtschreibung:
ich glaub auch, dass das jetzt mit ä geschrieben wird, weil es ja nicht von Wende, sondern von Wand kommt :shinner:
hi,
ad rechtschreibung:
etwas ist aufwändig (von aufwand)
aber ich kann
etwas auswendig (hat nichts mit wand zu tun).
hat etwas mit "erhalt der stammschreibung" zu tun, siehe
http://www.hanser.de/verlag/rechtschreibung.htm
ich kann
etwas auswendig (hat nichts mit wand zu tun).
this sentence no verb :D
SCNR (weiß schon dass er eins hat, passt halt so schön)
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