View Full Version : [Frage] 480a
Unic0der
25-04-2003, 10:48
480a)
Es haben sich bei mir (welch ein Wunder) ein paar grundlegende Verständnisfragen zu diesem Beispiel ergeben, ohne deren Beantwortung ich hier nicht voll durchblicken werde:
1) In der Angabe steht ja "gegeben seinen alle ungeordneten Auswahlen ...". Wieso wisst ihr dass das bedeutet dass eine Kombination gefragt ist?
2) Bezüglich: Summe k=0 bis unendl. ( a^2k * x^2k ) * Summe ... usw.
- Mir ist nicht ganz klar woher das x^2k plötzlich herkommt. In welche "Formel" ist da eingesetzt worden? Ich hab im Baronbuch unter Kombination nachgeschlagen, aber nix passendes gefunden...
- Außerdem: Wieso hab ich ^2k und ^2k+1 ; um gerade und ungerade Zahlen zu trennen würde ja ^k und ^k+1 genügen?!
3) Bezüglich: bx*(1+cx+c^2x^2+c^3x^3+...) / (-1*a^2*x^2)*(-1*b^2*x^2)
- Wieso wird hier "für die Anzahl" a=b=c=1 gesetzt. Ist mir nicht ganz klar.
- AUßerdem kann ich dieser komplett irrsinnigen Vereinfachung auf das Endergebnis nicht folgen. Liegt wahrscheinlich daran, dass es das Mathematica gerechnet hat :) . Im ERnst: Ist nicht so schlimm wenn ich das Endergebnis nicht ganz so arg vereinfache, oder?
__________
Ich hoffe es finden sich Antworten auf meine Fragen,
ciao, OSX :confused:
Zu 2 kann ich dir eine Antwort geben. Schau dir einfach folgendes an.
x^k
x^0 x^1 x^2 x^3 ...
x^k+1
x^1 x^2 x^3
x^2k
x^0 x^2 x^4
x^2k+1
x^1 x^3 x^5
Man soll ja laut Angabe eine gerade Zahl von 0 haben also bei der EF kommt dann x^2k und eine ungerade Zahl von 1 also x^2k+1, so werden die nicht gewünschten Anzahlen von 0 und 1 ausgeblendet.
480a)
1) In der Angabe steht ja "gegeben seinen alle ungeordneten Auswahlen ...". Wieso wisst ihr dass das bedeutet dass eine Kombination gefragt ist?
ungeordneten auswahlen -> kombination. wenn das was rausnimmst, und die anordnung ist dir egal, dann sind das logischerweise einfach die k-elementigen teilmenge.
3) Bezüglich: bx*(1+cx+c^2x^2+c^3x^3+...) / (-1*a^2*x^2)*(-1*b^2*x^2)
- Wieso wird hier "für die Anzahl" a=b=c=1 gesetzt. Ist mir nicht ganz klar.
Wenn du diese kommutativ unbestimmten auf 1 setzst, dann erhälst du genau die Anzahl der Möglichkeiten. Siehe dazu auch ein Beispiel bei uns in der Vorlesung. Probiere einfach mal z.B. den Koeffizienten von x^2 rauszunehmen, dann steht wahrscheinlich vorne etwas wie.
(ac + bc)*x^2. D.h deine möglichen 2 elementigen Teilmenge bestehen aus {a,c} und {b,c}. Setzt du nun für die kommutativ unbestimmten 1 ein, so erhälst du zwei, und das ist ja die Anzahl.
Grüße,
wolti
- AUßerdem kann ich dieser komplett irrsinnigen Vereinfachung auf das Endergebnis nicht folgen. Liegt wahrscheinlich daran, dass es das Mathematica gerechnet hat :)
korrekt :) sowas tu ich mir net an. Ist rein mathematisch gesehen auch uninteressant.
Unic0der
26-04-2003, 09:16
Danke mal für das super Feedback!
Ich kenn mich jetzt schon viel besser aus: Folgendes wurde aber noch nicht (oder für mich noch nicht verständlich genug ;) ) erklärt.
1) Mir ist nicht ganz klar woher das x^2k plötzlich herkommt. In welche "Formel" ist da eingesetzt worden? Ich hab im Baronbuch unter Kombination nachgeschlagen, aber nix passendes gefunden...
2) Wieso wird hier "für die Anzahl" a=b=c=1 gesetzt. Ist mir nicht ganz klar.
" Wenn du diese kommutativ unbestimmten auf 1 setzst, dann erhälst du genau die Anzahl der Möglichkeiten. Siehe dazu auch ein Beispiel bei uns in der Vorlesung. Probiere einfach mal z.B. den Koeffizienten von x^2 rauszunehmen, dann steht wahrscheinlich vorne etwas wie.
(ac + bc)*x^2. D.h deine möglichen 2 elementigen Teilmenge bestehen aus {a,c} und {b,c}. Setzt du nun für die kommutativ unbestimmten 1 ein, so erhälst du zwei, und das ist ja die Anzahl. "
Das Problem hier ist, dass ich in der angesprochenen Vorlesung anscheinend nicht anwesend war (dank Projektmanagement :( ). Daher verstehe ich noch nicht ganz wie du das meinst, wolti...
Okay. Ich nehme ein Beispiel. Nehmen wir wieder mal unsere geliebten Bierdosen. Nehmen wir an, du hast zwei Ottakringer (O), ein Fohrenburger (F) und ein Mohren (M). Du hast nun 3 Kollegen da und überlegst was für Bier du auf den Tisch stellen kannst.
EF für O:
1 1 2 2
(1 + O x + O x )
Bedeutet. 0 Ottakringer, 1 Ottakringer oder zwei nehmen.
EF für F:
1 1
(1 + F x )
EF für ;:
1 1
(1 + M x)
Laut Theorie ist sind ja die Kombinationen zur k-ten Klasse der
Koeffizient von [x^k] in der Reihenentwicklung. Ich multipliziere mal schnell.
(1 + O^1*x^1 + O^2*x^2)*(1 + F^1*x^1)*(1 + M^1*x^1)
= (1 + F^1*x^1 + O^1*x^1 + O^1*F^1*x^2 + O^2*x^2 + O^2*F^1*x^3)
* (1 + M^1*x^1)
=(1 + F^1*x^1 + O^1*x^1 + O^1*F^1*x^2 + O^2*x^2 + O^2*F^1*x^3 +
+ M^1*x^1 + F^1*M^1*x^2 + O^1*M^1*x^2 + O^1*F^1*M^1*x^3 +
O^2*M^1*x^3 + O^2*F^1*M^1*x^4)
Ich sortiere das mal schnell nach Exponentenen
= 1
+ (F^1 + O^1 + M^1)*x^1
+ (O^1*F^1 + O^2 + F^1*M^1 + O^1*M^1)*x^2
+ (O^2*F^1 + O^1*F^1*M^1 + O^2*M^1)*x^3
+ (O^1*F^1*M^1)*x^4
Sprich, das was jetzt davor steht sind auch die Mengen die du bilden
kannst. Wobei O^1 bedeutet 1 Element davon, O^2 zwei Element davon.
Du siehst also das sind die k-elementigen Teilmenge. Wenn du nun für
diese unbestimmten 1 einsetzt, was passiwert dann. Z.b. bei x^2:
1^1*1^1 + 1^2 + 1^1*1^1 + 1^1*1^1 = 4
Und es gibt 4 Möglichkeiten. Daher das mit dem 1 !
Grüße,
Wolti
2) Bezüglich: Summe k=0 bis unendl. ( a^2k * x^2k ) * Summe ... usw.
- Mir ist nicht ganz klar woher das x^2k plötzlich herkommt. In welche "Formel" ist da eingesetzt worden? Ich hab im Baronbuch unter Kombination nachgeschlagen, aber nix passendes gefunden...
- Außerdem: Wieso hab ich ^2k und ^2k+1 ; um gerade und ungerade Zahlen zu trennen würde ja ^k und ^k+1 genügen?!
Im zweiten Teil der Frage gibst du dir eigtl. schon selbst die Antwort. das x^2k kommt daher, dass du einfach immer gerade zahlen willst:
2*k = siehe unten (für k = 0 bis ...)
2*0 = 0
2*1 = 2
2*2 = 4
2*3 = 6
2*4 = 8
....
probiers mal aus mit ^k und ^k+1:
^k: ^0, ^1, ^2, ^3, ^4, ^5 ....
^k+1: ^1, ^2, ^3, ^4, ^5 ....
das genügt also nicht um gerade/ungerade zu unterscheiden!
cu
Spockman
28-04-2003, 01:26
Die komplett irrsinnige Vereinfachung war
(x^6 + x^5 + x^4 + x^3 + x^2 + x) : (x + 1) = x^5 + x^3 + x.
Also eine Polynomdivision von Zähler durch das (x + 1) im Nenner.
Unic0der
28-04-2003, 13:52
Die komplett irrsinnige Vereinfachung war
(x^6 + x^5 + x^4 + x^3 + x^2 + x) : (x + 1) = x^5 + x^3 + x.
Also eine Polynomdivision von Zähler durch das (x + 1) im Nenner.
Wie kommst du überhaupt auf das x+1 im Nenner. Wenn ich mir (-1+x^2)*(-1+x^2) ausrechne, krieg ich 1-x^2-x^2+x^4 raus, also hab ich dann nix gscheites mit dem ich kürzen kann. Könntest du evtl die Rechenschritte dazwischen aufschreiben. Ich kann das echt nicht nachvollziehen ...
du multipliziert die beiden "nennerteile": (1-x^2)(1-x^2) => x^4 - 2x^2 + 1 => u=x^2 und lösen: (x+1)^2 * (x-1)^2
Unic0der
28-04-2003, 14:28
... u=x^2 und lösen: (x+1)^2 * (x-1)^2
Ich steh anscheinend heute total auf der Leitung :hewa: . Ich versteh noch immer nicht wie du das meinst...
meine erste antwort war etwas falsch.
hier mein lösungsweg:
1-x^2 == (-1+x)(1+x)
=> (1-x^2)(1-x^2) = (-1+x)(1+x)(-1+x)(1+x) = (-1+x)^2(1+x)^2
Alles klar?
Unic0der
28-04-2003, 16:32
meine erste antwort war etwas falsch.
hier mein lösungsweg:
1-x^2 == (-1+x)(1+x)
=> (1-x^2)(1-x^2) = (-1+x)(1+x)(-1+x)(1+x) = (-1+x)^2(1+x)^2
Alles klar?
Danke, jetzt ists klar!
vBulletin® v3.7.1, Copyright ©2000-2008, Jelsoft Enterprises Ltd.