View Full Version : [Frage] Wenn Wahlen was ändern würden, wären sie verboten!
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Wolfibolfi
16-05-2007, 18:12
Wenn ihr nun ungültig bzw. basisdemokratisch wählen wollt, empfiehlt es sich immer mehr Gruppen/KandidatInnen zu wählen als möglich, denn bei leeren Wahlzetteln wird gerne beim Auszählen irgendwo ein Kreuz dazugeschmuggelt und so eine Stimme erschlichen.
Na serwas, jetzt weiß ich, warum alle meinen, ungültig sei besser als nichtwählen. Weilsa sich dann ihre Kreuzerl dazumachen können. Was wäre wohl, wenn ich 5 Leute nicht wählen will,sondern nur den sechsten?
Bleibt einem wohl nur die Möglichkeit, den ganzen Stimmzettel anzumalen, oder gleich auf das Kasperltheater zu verzichten. Auf ne gültige Stimme vergeht einem da schnell die Lust.
Plantschkuh!
17-05-2007, 06:57
Wenn ihr nun ungültig bzw. basisdemokratisch wählen wollt, empfiehlt es sich immer mehr Gruppen/KandidatInnen zu wählen als möglich, denn bei leeren Wahlzetteln wird gerne beim Auszählen irgendwo ein Kreuz dazugeschmuggelt und so eine Stimme erschlichen.
Wenn sie das bei leeren Wahlzetteln machen, machen sie es auch bei gültig ausgefüllten (die sie damit ungültig machen). Sorry, aber das ist idiotisch: Wenn man den Leuten, die auszählen, wirklich nicht vertraut, braucht man echt nicht zur Wahl zu gehen, die können einem nämlich immer reinpfuschen.
Wenn sie das bei leeren Wahlzetteln machen, machen sie es auch bei gültig ausgefüllten (die sie damit ungültig machen). Sorry, aber das ist idiotisch: Wenn man den Leuten, die auszählen, wirklich nicht vertraut, braucht man echt nicht zur Wahl zu gehen, die können einem nämlich immer reinpfuschen.
ja, allerdings machen sie damit aus einer gültigen Stimme eine ungültige, was letztlich nicht in ihrem Interesse sein kann, weil sie ja wollen dass bei Wahlen einzelne Gruppen (im Idealfall klarerweise sie selbst) gewählt werden und nicht alle ungültig wählen.
das ganze system basiert darauf dass leute dazu gebracht werden zu glauben, dass eine kleine gruppe all ihre interessen vertreten kann. das kann sie klarerweise nie, aber das vertrauen ist auch recht groß dass es so ist. und ich find auch ein repräsentativ-demokratisches wahlsystem immer noch wesentlich besser als einen faschistischen ständestaat oder eine andere diktatorisch-totalitäre organisation. allerdings glaub ich nicht dass dieses system (das wir jetzt haben) der weisheit letzter schluss ist und dass wir quasi das (machbare) optimum an (gelebter) demokratie erreicht haben. erst von dem standpunkt aus sind dann basisdemokratische parlamentarismuskritiken zu verstehen (ansonsten könnt genausogut eine diktatorin sagen, dass unser system scheiße ist - ja klar, weil sie nicht diktatorin sein kann)
also ums zusammenzufassen, wollen wir kritik am wahlsystem und der form wie demokratie gelebt wird üben. und das funktioniert unseres erachtens nach nicht dadurch dass mensch eine "kritische" partei wählt, sondern nur dadurch dass mensch das system selbst ändert. ob du jetzt ungültig oder gar nicht wählst macht womöglich gar nicht so viel aus, solange du selbst aktiv demokratie lebst und förderst. m.e. drückt aber ungültig wählen mehr aus als nicht wählen, weil mensch da auch aktiv unmut bekundet (was mensch natürlich auch anders kann;)
ja, allerdings machen sie damit aus einer gültigen Stimme eine ungültige, was letztlich nicht in ihrem Interesse sein kann, weil sie ja wollen dass bei Wahlen einzelne Gruppen (im Idealfall klarerweise sie selbst) gewählt werden und nicht alle ungültig wählen.
eine wahlwerbende gruppe wird wohl kaum versuchen, ihre eigenen stimmen ungültig zu machen, sondern eher die der anderen parteien.
eine wahlwerbende gruppe wird wohl kaum versuchen, ihre eigenen stimmen ungültig zu machen, sondern eher die der anderen parteien.
was aber ab einem gewissen prozentsatz sicher auffaellig werden wuerde, nehm ich mal an.
was aber ab einem gewissen prozentsatz sicher auffaellig werden wuerde, nehm ich mal an.
ja, aber gerade diese prozentpunkte können über wahlsieg und wahlverlust entscheiden.
Hat der Thread hier eine Aussage? Ich find sie nicht...:confused:
das ganze system basiert darauf dass leute dazu gebracht werden zu glauben, dass eine kleine gruppe all ihre interessen vertreten kann. das kann sie klarerweise nie, aber das vertrauen ist auch recht groß dass es so ist. und ich find auch ein repräsentativ-demokratisches wahlsystem immer noch wesentlich besser als einen faschistischen ständestaat oder eine andere diktatorisch-totalitäre organisation. allerdings glaub ich nicht dass dieses system (das wir jetzt haben) der weisheit letzter schluss ist und dass wir quasi das (machbare) optimum an (gelebter) demokratie erreicht haben. erst von dem standpunkt aus sind dann basisdemokratische parlamentarismuskritiken zu verstehen (ansonsten könnt genausogut eine diktatorin sagen, dass unser system scheiße ist - ja klar, weil sie nicht diktatorin sein kann)
also ums zusammenzufassen, wollen wir kritik am wahlsystem und der form wie demokratie gelebt wird üben. und das funktioniert unseres erachtens nach nicht dadurch dass mensch eine "kritische" partei wählt, sondern nur dadurch dass mensch das system selbst ändert. ob du jetzt ungültig oder gar nicht wählst macht womöglich gar nicht so viel aus, solange du selbst aktiv demokratie lebst und förderst. m.e. drückt aber ungültig wählen mehr aus als nicht wählen, weil mensch da auch aktiv unmut bekundet (was mensch natürlich auch anders kann;)
Finde ich durchaus interessant den Ansatz, vor allem unter den Gesichtspunkten, dass das Bildungsniveau viel höher ist und durch die Vernetzung bzw. Globalisierung Nachrichten nahezu unendlich schnell ausgetauscht werden können. Wer also braucht da noch StellvertreterInnen?
Meiner Meinung nach scheitert das Ganze allerdings daran, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und dass unser Wahlsystem derart in den Köpfen verankert ist und als übermäßig toll und - wie du so schön gesagt hast - als der Weisheit letzter Schluss angesehen wird.
Sehr spannend finde ich auch den Ansatz WählerInnenstimmen zu gewichten: Wer mehr Punkte/Prozent bei einem politischen Bildungstest vor der Wahl erreicht, dessen Stimme wird auch stärker gewichtet und zählt mehr (und umgekehrt). Dabei gibt es natürlich viele Gefahren, weil einerseits die Gleichheit der Menschen nicht mehr gilt und andererseits die Bildung natürlich frei zugänglich und für alle in gleichem Maß verfügbar sein müsste. Schwer zu realisieren (vor allem im Zeitalter des Ausverkaufs der Bildung).
Sehr spannend finde ich auch den Ansatz WählerInnenstimmen zu gewichten: Wer mehr Punkte/Prozent bei einem politischen Bildungstest vor der Wahl erreicht, dessen Stimme wird auch stärker gewichtet und zählt mehr (und umgekehrt). Dabei gibt es natürlich viele Gefahren, weil einerseits die Gleichheit der Menschen nicht mehr gilt und andererseits die Bildung natürlich frei zugänglich und für alle in gleichem Maß verfügbar sein müsste. Schwer zu realisieren (vor allem im Zeitalter des Ausverkaufs der Bildung).
hoff das ist nicht dein Ernst
das klingt für mich nicht spannend sondern nur saublöd egal ob für alle die gleichen Bildungschancen bestehen oder nicht.
alle Stimmen müssen die gleich Gewichtung haben, denn eine Elite die dann bestimmen kann find ich ziemlich totalitär
Wolfibolfi
19-05-2007, 00:16
Seh ich ähnlich.
Und auch mit direkter Demokratie kann mans übertreiben. Wird doch oft genug gegen bestimmte Gruppen Stimmung gemacht (Eisenbahner, Beamten, Arbeitslose, Studenten, Pensionisten, Ausländer...) Und jedesmal wirst du eine Mehrheit finden, die es zustandebringt, die Lebensbedingungen dieser Gruppen zu verschlechtern.
Lass die Österreicher mal abstimmen, ob alle Beamten 10% mehr Einkommenssteuer zahlen sollen, oder Arbeitslosengeld gekürzt und Studiengebühren erhöht werden sollen. Du wirst fast überall eine Mehrheit finden.
Junge Leute sehn fast nur Pensionisten beim Arzt - was das kostet.
Alte Leute sehn Junge Menschen, die immer länger für ihre (Aus-)Bildung brauchen - was das kostet.
Dabei ist beides verständlich, wenn mans genauer betrachtet.
Sehr spannend finde ich auch den Ansatz WählerInnenstimmen zu gewichten: Wer mehr Punkte/Prozent bei einem politischen Bildungstest vor der Wahl erreicht, dessen Stimme wird auch stärker gewichtet und zählt mehr (und umgekehrt). Dabei gibt es natürlich viele Gefahren, weil einerseits die Gleichheit der Menschen nicht mehr gilt und andererseits die Bildung natürlich frei zugänglich und für alle in gleichem Maß verfügbar sein müsste. Schwer zu realisieren (vor allem im Zeitalter des Ausverkaufs der Bildung).
selbst wenn alle ursprünglich gleichen zugang zur bildung hätten, das system würde sich selber ad absurdum führen: die besser gebildeten haben mehr macht und wollen sie auch behalten, was sie, da sie mehr einfluss halten, auch gelingt => den schlechter gebildeten wird jede möglichkeit zur weiterbildung genommen. so läuft das ganze binnen kurzer zeit aus dem ruder.
auch fallen mir ad hoc einige weitere kritikpunkte ein:
- wie wertet man den test aus? man könnte MC-fragen nehmen - aber das führt dann dazu, dass man nur politische trivia abfragen kann - und ich denke, jemand, der nicht weiß, dass figl außenminister und bundeskanzler war, muss nicht unbedingt ein (politisch) schlecht gebildeter mensch sein. gibt man freitextfragen ("beschreiben sie die position zu $thema der $partei") kann im endeffekt das stimmgewicht des einzelnen davon abhängen, welchen beurteiler man erwischt hat.
- was macht man mit denen, die nur fakten ohne jede verbindung auswendiglernen, um den test gut zu absolvieren, und genauso uninformiert zur wahl hingehen?
- solche gewichtungen öffnen tür und tor für weitere ungleichgewichte (geburtsland, alter, beruf, ausbildung)
- das wichtigste: ein demokratisches grundprinzip ist, dass die stimme jedes menschen genau gleich viel zählt. dieses prinzip wäre hier offen verletzt.
alle Stimmen müssen die gleich Gewichtung haben, denn eine Elite die dann bestimmen kann find ich ziemlich totalitär
Schon klar, dass dann Stimmen von "TestsiegerInnen" nicht 100mal mehr zählen dürfen - 2 oder 3mal soviel vielleicht aber schon.
WorstCase
19-05-2007, 00:41
Sehr spannend finde ich auch den Ansatz WählerInnenstimmen zu gewichten: Wer mehr Punkte/Prozent bei einem politischen Bildungstest vor der Wahl erreicht, dessen Stimme wird auch stärker gewichtet und zählt mehr (und umgekehrt). Dabei gibt es natürlich viele Gefahren, weil einerseits die Gleichheit der Menschen nicht mehr gilt und andererseits die Bildung natürlich frei zugänglich und für alle in gleichem Maß verfügbar sein müsste. Schwer zu realisieren (vor allem im Zeitalter des Ausverkaufs der Bildung).
Also das finde ich weniger spannend als vielmehr bedenklich. Warum gewichten wir die Stimmen nicht gleich mit der Summe, die man übers Jahr an Steuern zahlt?
Finde ich durchaus interessant den Ansatz, vor allem unter den Gesichtspunkten, dass das Bildungsniveau viel höher ist und durch die Vernetzung bzw. Globalisierung Nachrichten nahezu unendlich schnell ausgetauscht werden können. Wer also braucht da noch StellvertreterInnen?
Also ich hätt ganz gern einen Stellvertreter. Weil ich einfach keine Lust habe, mich jeden Tag mit Politik auseinanderzusetzen. Wenn dir das gefällt ist das natürlich toll, aber du darfst von deinem Begeisterungsgrad für eine Sache nicht auf den deiner Mitmenschen schließen. Genau das war das Problem aller (vor allem studentischen) kommunistischen gruppierungen in Westeuropa in den 60er und 70er Jahren.
Ein hoher Nichtwähleranteil ist für mich ein "Alles OK"-Indikator. Wenn es wirkliche Probleme gäbe, würden die Menschen auch wählen gehen.
btw: Wahlen änder schon was. siehe Reichstagswahl Deutschland 1933.
mfg
selbst wenn alle ursprünglich gleichen zugang zur bildung hätten, das system würde sich selber ad absurdum führen: die besser gebildeten haben mehr macht und wollen sie auch behalten, was sie, da sie mehr einfluss halten, auch gelingt => den schlechter gebildeten wird jede möglichkeit zur weiterbildung genommen. so läuft das ganze binnen kurzer zeit aus dem ruder.
ACK, muss aber zwangsläufig nicht so sein. Wie gesagt, die Gewichtung darf nicht zu hoch sein.
- wie wertet man den test aus?
Auf alle Fälle MC zu aktuellen Themen, alles andere wäre unseriös.
- was macht man mit denen, die nur fakten ohne jede verbindung auswendiglernen, um den test gut zu absolvieren, und genauso uninformiert zur wahl hingehen?
Immerhin haben sie sich ein bisschen damit beschäftigt. Das Problem hast du ja auf der Schule, Uni, Arbeitsplatz etc. genauso. Leider (Gott sei Dank?) kann man (noch) nicht in ein Gehirn hineinschauen.
- solche gewichtungen öffnen tür und tor für weitere ungleichgewichte (geburtsland, alter, beruf, ausbildung)
Wiederum nicht zwangsläufig.
- das wichtigste: ein demokratisches grundprinzip ist, dass die stimme jedes menschen genau gleich viel zählt. dieses prinzip wäre hier offen verletzt.
ACK, habe ich auch schon festgestellt.
Schon klar, dass dann Stimmen von "TestsiegerInnen" nicht 100mal mehr zählen dürfen - 2 oder 3mal soviel vielleicht aber schon.
macht für mich keinen Unterschied alle Menschen sind gleich und Punkt.
wer anderes anstrebt is für mich unter aller Kritik und voll zu vergessen
Apocalyptica
19-05-2007, 12:59
Sehr spannend finde ich auch den Ansatz WählerInnenstimmen zu gewichten: Wer mehr Punkte/Prozent bei einem politischen Bildungstest vor der Wahl erreicht, dessen Stimme wird auch stärker gewichtet und zählt mehr (und umgekehrt). Dabei gibt es natürlich viele Gefahren, weil einerseits die Gleichheit der Menschen nicht mehr gilt und andererseits die Bildung natürlich frei zugänglich und für alle in gleichem Maß verfügbar sein müsste. Schwer zu realisieren (vor allem im Zeitalter des Ausverkaufs der Bildung).
Also mir macht die Aussage Angst, und sie zeugt auch von einem schlechten Demokratieverständnis. In Österreich (und in fast allen Demokratien) ist es z.B. ein Grundrecht, dass jede Stimme gleich viel Wert ist (bei der Nationalratswahl z.B.). Ich möchte da nicht mal genauer darüber nachdenken, aber wenn z.B. der oben erwähnte Test von der Regierung erstellt wird, dann kann sie den Test ja auch tendenziös gestalten, so dass die Stimmen ihrer Wähler schlußendlich mehr Gewicht bekommen usw.
Im Neunzehnten Jahrhundert waren z.B. die Wahlen in Europa meist durch Besitz und Bildung beschränkt (also Leute mit niedrigem Einkommen und niedriger Bildung wurden von der Wahl ausgeschlossen). Und diese Situation möchte ich definitiv nicht mehr haben.
Was ich jedoch sehr wohl für wichtig befinde, wäre eine solidere politische Ausbildung in den Schulen. Viele wissen ja nicht mal, was der Nationalrat und der Bundesrat überhaupt ist. Und dir, Klausi, würde sowas vielleicht auch nicht schaden. Vielleicht mal Wikipedia anwerfen und die Themen 'Demokratie', 'Wahlrecht' usw. durchlesen.
zum Glück sind noch mehr der Meinung dass das total daneben ist
das mit der gewichtung der stimmen find ich auch nicht gut. ist ja eher herrschaftsfördernd als dass es herrschaft rausnehmen und mitbestimmung reinnehmen würde. dann würden sich ja erst leute, deren stimme weniger wert ist fragen wozu sie da dann überhaupt wählen. halt ich als für gar nicht gut.
ich fänds aber spannend wenn die diskussion sich jetzt nicht an dem punkt aufmacht, ich glaub bedenken dazu gabs jetzt eh genug. ich fänds aber wichtig dass trotzdem über alternativen nachgedacht würde. ich glaub nämlich nicht, dass das wahlsystem und die politische kultur in der wir gerade leben besonders demokratiefördernd is.
und ich glaube es wäre falsch zu sagen, dass wir bereits in einer demokratie leben und daher nur schauen müssen dass wir nicht wieder in was anderes "zurück"fallen, weil wie schon angemerkt demokratie nur ein unendlicher prozess sein kann.
WorstCase
19-05-2007, 17:34
und ich glaube es wäre falsch zu sagen, dass wir bereits in einer demokratie leben und daher nur schauen müssen dass wir nicht wieder in was anderes "zurück"fallen, weil wie schon angemerkt demokratie nur ein unendlicher prozess sein kann.
1. Wie würdest du den Zustand in dem wir leben sonst bezeichnen?
2. Was genau ist mit "ein unendlicher prozess" gemeint?
Ich muss trotzdem nochmal nachhaken ...
Also mir macht die Aussage Angst, und sie zeugt auch von einem schlechten Demokratieverständnis.
Achtung, ich bin gereizt:
Demokratie unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe ...
Demokratie ist keine Religion, der man fanatisch nacheifern muss (bin ich ein Ketzer?). Wenn mir jemand was besseres als Demokratie zeigt, bin ich der erste. der sie über Bord wirft.
Ich denke, ich habe mich mit Demokratie doch einigermaßen beschäftigt. Mein Hintergedanke war ja, dass Wahlentscheidungen wie "der ist fesch", "der ist ein strammer Kerl" nicht mehr so leicht passieren. Da versagt das heutige System kläglich. Demokratie ohne entsprechende Bildung bzw. ohne entsprechendes Wissen (wie es zurzeit der Fall ist!) ist sinnlos (Mediendiktatur?).
In Österreich (und in fast allen Demokratien) ist es z.B. ein Grundrecht, dass jede Stimme gleich viel Wert ist (bei der Nationalratswahl z.B.). Ich möchte da nicht mal genauer darüber nachdenken, aber wenn z.B. der oben erwähnte Test von der Regierung erstellt wird, dann kann sie den Test ja auch tendenziös gestalten, so dass die Stimmen ihrer Wähler schlußendlich mehr Gewicht bekommen usw.
Im Neunzehnten Jahrhundert waren z.B. die Wahlen in Europa meist durch Besitz und Bildung beschränkt (also Leute mit niedrigem Einkommen und niedriger Bildung wurden von der Wahl ausgeschlossen). Und diese Situation möchte ich definitiv nicht mehr haben.
Bedenke: Bei uns ist nicht jede Stimme gleich viel wert (obwohl wir in einer "Demokratie" leben). Kinder, Behinderte, Entmündigte etc. haben alle KEINE Stimme. Und warum nicht? Weil die Gesellschaft festlegt, dass diese Gruppen über nicht genügend Wissen verfügen bzw. nicht in einer politisch-verstehenden Lage sind. Das wird nicht überprüft, sondern einfach verfügt. Andererseits werden alle anderen bedingungslos zur Wahl zugelassen, egal wie informiert oder zurechnungsfähig diese Menschen sind.
Was die Gesellschaft also einerseits fordert (Zurechnungsfähigkeit bzw. politische Bildung, um zu Wahlen zugelassen zu werden, um im politischen Entscheidungsprozess der Gesellschaft mitzuwirken), setzt sie andererseits sehr schlecht um (plumpe Einteilung in zwei Gruppen). Meiner Meinung nach müsste diese Einteilung feiner gefächert (=gewichtet) und genauer überprüft (=Bildungstest) werden.
Meiner Meinung nach müsste diese Einteilung feiner gefächert (=gewichtet) und genauer überprüft (=Bildungstest) werden.
das ist doch nur linke hirnwixerei. ich würd sicher keinen bildungstest machen um wählen zu dürfen. da würd ich aufs wählen (wie jetzt schon so viele) verzichten. und ich schätze viele würden es mir gleich tun...
Paulchen
20-05-2007, 00:11
Behinderte [...] haben alle KEINE Stimme.WTF?
gelbasack
20-05-2007, 00:18
das ist doch nur linke hirnwixerei. ich würd sicher keinen bildungstest machen um wählen zu dürfen. da würd ich aufs wählen (wie jetzt schon so viele) verzichten. und ich schätze viele würden es mir gleich tun...
Also so egal wäre mir das wirklich nicht. Ich würde wohl Mistkübel anzünden.
Dass man auf so eine Idee kommt, verstehe ich ja rein prinzipiell, aber ich halte trotzdem nichts davon und find's auch nicht durchführbar.
WTF?
Sorry, ich meinte natürlich nur geistig Behinderte (was wiederum Entmündigte sind).
das ist doch nur linke hirnwixerei.
Schaut so aus. Nach meiner Annahme sind die "rechten" WählerInnen zumeist voller Vorteile und schlecht informiert (ich denke nur ein sehr kleiner Teil wählt "rechts" aus überlegten ideologischen Gründen), deshalb würde so ein System eher den "Linken" helfen.
Sorry, ich meinte natürlich nur geistig Behinderte (was wiederum Entmündigte sind).
geistig behinderte sind nicht automatisch entmündigte. es hängt von der schwere und der art der geistigen behinderung ab.
Apocalyptica
20-05-2007, 10:02
Mein Hintergedanke war ja, dass Wahlentscheidungen wie "der ist fesch", "der ist ein strammer Kerl" nicht mehr so leicht passieren.
Also, hältst du die Leute wirklich alle für so dumm, dass sie nur auf solche Äußerlichkeiten gehen. Da müsste dann der Gusenbauer ja überhaupt keine Stimme bekommen haben.
Demokratie ohne entsprechende Bildung bzw. ohne entsprechendes Wissen (wie es zurzeit der Fall ist!) ist sinnlos (Mediendiktatur?).
Und deine Lösung dafür ist, dass die Stimmen der dummen Leute oder schlechter Gebildeten (die fürs erstere gar nichts und fürs zweitere meistens nichts dafür können) weniger wert sein soll. So wie du das bisherige System als Mediendiktatur bezeichnest, würde ich dann dein System als Elitendiktatur bezeichnen. Das ist meiner Meinung nach einfach die die falsche Lösung für das Problem. Wie schon gesagt, eine bessere Politische Ausbildung in den Schulen (auch Berufsschulen), könnte da mehr bewirken. Wobei das natürlich nicht verhindern kann, dass Leute von Demagogen (ganz egal ob rechte oder linke) geblendet werden. Aber dafür gibt es ja dann die nächste Wahl, denn wenn die Regierungsarbeit von einer Demagogenpartei schlecht ist, dann verliert diese Partei einfach wieder viel an Stimmen (siehe FPÖ NR-Wahl 2002).
Kinder, Behinderte, Entmündigte etc. haben alle KEINE Stimme. Und warum nicht? Weil die Gesellschaft festlegt, dass diese Gruppen über nicht genügend Wissen verfügen bzw. nicht in einer politisch-verstehenden Lage sind. Willst du jetzt auch Kinder und Entmündigte wählen lassen, oder wie soll ich deine Aussage verstehen. Es hat schon einen gewissen Grund, warum Kinder nicht wählen sollen. Vor allem, weil dann die Eltern für ihre Kinder das Kreuzerl machen würden.
Schaut so aus. Nach meiner Annahme sind die "rechten" WählerInnen zumeist voller Vorteile und schlecht informiert (ich denke nur ein sehr kleiner Teil wählt "rechts" aus überlegten ideologischen Gründen), deshalb würde so ein System eher den "Linken" helfen.Also wer da wohl voller Vorurteile ist. Es stimmt schon, dass Grünwähler eher höher gebildet sind als FPÖ Wähler, aber daraus abzuleiten, dass die "rechts" Wähler schlechter informiert sind halte ich nicht für zulässig. Vor allem kann man den Österreichern nicht unbedingt ein Politikdesinteresse vorwerfen, die Leute informieren sich sehr wohl darüber, wen sie wählen. Siehe auch die hohen Einschaltquoten zu den Diskussionen vor der NR-Wahl 2006.
@Apocalyptica: Ich gebe dir teilweise recht, wobei das mit der Elitendiktatur eben durch eine moderate Gewichtung relativiert wird.
Willst du jetzt auch Kinder und Entmündigte wählen lassen, oder wie soll ich deine Aussage verstehen. Es hat schon einen gewissen Grund, warum Kinder nicht wählen sollen. Vor allem, weil dann die Eltern für ihre Kinder das Kreuzerl machen würden.
Ja, wenn sie beim Bildungstest entsprechend abschneiden.
Es ist klar, dass Kinder unter dem Einfluss der Eltern stehen können (würde vielleicht dem demokratischen Prinzip "freie Wahl" widersprechen), allerdings wird auch das demokratische Prinzip "das Recht geht vom Volk aus" verletzt (Kinder sind Teil des Volkes).
Also wer da wohl voller Vorurteile ist. Es stimmt schon, dass Grünwähler eher höher gebildet sind als FPÖ Wähler, aber daraus abzuleiten, dass die "rechts" Wähler schlechter informiert sind halte ich nicht für zulässig. Vor allem kann man den Österreichern nicht unbedingt ein Politikdesinteresse vorwerfen, die Leute informieren sich sehr wohl darüber, wen sie wählen. Siehe auch die hohen Einschaltquoten zu den Diskussionen vor der NR-Wahl 2006.
Wie gesagt, meine Annahme. Es ist schwierig FPÖ-WählerInnen nach ihren Motiven zu fragen, weil es nur die wenigsten zugeben, dass sie FPÖ gewählt haben (wiederum nur meine Erfahrung: In Kärnten gibt es ca. 30% FPÖ/BZÖ-WählerInnen, diese Zahl reduziert sich natürlich erheblich in meinem Umfeld, trotzdem fällt mir ad hoc niemand ein).
In Kärnten gibt es ca. 30% FPÖ/BZÖ-WählerInnen, diese Zahl reduziert sich natürlich erheblich in meinem Umfeld, trotzdem fällt mir ad hoc niemand ein).Soll das jetzt heißen (Schlussgefolgert der Aussage davor von dir), weil es soooo viele FPÖ Wähler dort gibt, dass deswegen dort die Leute sich weniger für Politik interessieren, weniger gebildet sind, oder sich weniger informieren?
Apocalyptica
20-05-2007, 13:37
@Apocalyptica: Ich gebe dir teilweise recht, wobei das mit der Elitendiktatur eben durch eine moderate Gewichtung relativiert wird.Die einzige moderate Gewichtung wäre gar keine Gewichtung. Aber ich sehe schon, das ganze führt eh zu nix. Ich steh auf meinem Standpunkt, du auf deinem, da wird sich wahrscheinlich nicht viel ändern.
Es ist schwierig FPÖ-WählerInnen nach ihren Motiven zu fragen, weil es nur die wenigsten zugeben, dass sie FPÖ gewählt haben (wiederum nur meine Erfahrung: In Kärnten gibt es ca. 30% FPÖ/BZÖ-WählerInnen, diese Zahl reduziert sich natürlich erheblich in meinem Umfeld, trotzdem fällt mir ad hoc niemand ein).Ich komme auch aus Kärnten, und vor allem aus einer Region wo über 45% FPBZÖ gewählt haben, und ich bin darüber alles andere als glücklich. Ich kenne aber sehr viele dieser Wähler persönlich, ein paar sind sogar Freunde von mir. Und ich kann definitiv sagen, dass diese Menschen weder dümmer noch ungebildeter sind als so mancher Linkswähler, oder sich auch nicht für Politik interessieren.
Und die Motive sind auch hier klar: Einerseits Protestwahl und andererseits Angst (Angst vor Ausländern, Angst vor Kriminalität, Angst vor der "Slowenisierung", eben die Sachen die die FPBZÖ gezielt aufgreift). Die Angst ist definitiv unbegründet und irrational, vor allem aus dem Teil wo ich herkomme gibt es kaum Kriminalität und kaum Ausländer (bitte jetzt keinen Zusammenhang daraus ableiten!).
Und Klausi, dir würde es vielleicht auch mal gut tun, ein wenig über den Tellerrand zu schauen, und dich auch mal mit FPBZÖ-Wählern auf einen Tisch zu setzen und auch mal ihre Meinungen anzuhören. Ich kann meistens ihre Ansichten auch nicht gut heissen, aber wenigstens verstehe ich ein wenig, was ihre Beweggründe sind, eben die rechten Parteien zu wählen.
Soll das jetzt heißen (Schlussgefolgert der Aussage davor von dir), weil es soooo viele FPÖ Wähler dort gibt, dass deswegen dort die Leute sich weniger für Politik interessieren, weniger gebildet sind, oder sich weniger informieren?
Schwer zu sagen, da muss man vorsichtig sein. Für mich besteht da ein Zusammenhang.
Und Klausi, dir würde es vielleicht auch mal gut tun, ein wenig über den Tellerrand zu schauen, und dich auch mal mit FPBZÖ-Wählern auf einen Tisch zu setzen und auch mal ihre Meinungen anzuhören. Ich kann meistens ihre Ansichten auch nicht gut heissen, aber wenigstens verstehe ich ein wenig, was ihre Beweggründe sind, eben die rechten Parteien zu wählen.
Wenn sich die Gelegenheit ergibt gerne, über den Tellerrand schauen ist mein Hobby (wie z.B. über den Tellerrand der Demokratie in diesem Thread) :)
Ansonsten hast du meine Vorurteile ziemlich bestätigt. Woher kommen diese Ängste? Fehlt da nicht Aufklärung bzw. Wissen? Wäre es nicht schön mit einem Bildungstest rechte Propaganda mit Fakten zu zerstören? (gilt genauso für linke Propaganda!)
gelbasack
20-05-2007, 13:59
Und Klausi, dir würde es vielleicht auch mal gut tun, ein wenig über den Tellerrand zu schauen, und dich auch mal mit FPBZÖ-Wählern auf einen Tisch zu setzen und auch mal ihre Meinungen anzuhören. Ich kann meistens ihre Ansichten auch nicht gut heissen, aber wenigstens verstehe ich ein wenig, was ihre Beweggründe sind, eben die rechten Parteien zu wählen.
Das würde ich allen mal empfehlen. Ich finde FPÖ/BZÖ ziemlich primitiv usw. aber wenn man die Texte durchliest, findet man auch Dinge, die andere Parteien vielleicht nicht berücksichtigen und die man behandeln könnte.
Schnelles Beispiel Frauenpolitik: Klar wollen wir Gleichberechtigung, keine Frage. Jetzt könnte man über die konservativen Texte der FPÖ herziehen, man könnte sie aber auch mal überdenken. Zum Beispiel gibt es auch Frauen, die nicht nur Karriere machen wollen und ihr Kind mit einem Jahr schon irgendwohin stecken wollen. Vielleicht fühlen sich die durch eine konservative Rechte sogar besser vertreten? Würde mich nicht wundern. Klar, ihre Vorschläge sind nicht ok, aber in die Richtung sollte man zumindest testen. Frauen hab' ich genommen, weil ich dann so eine richtig konservative Situation habe - die ich aber nicht schlecht finde, wenn man nicht reingedrängt wird. Nein, absolut nichts gegen Frauen, die arbeiten! Aber ich verstehe andere auch... und dass hat nicht christlich, konservativ oder sonst was als Grund.
Also ich finde der Sinn von Demokratie besteht vor allem darin, sich selbst zu erhalten, um die Wiedereinführung von früheren, wahrscheinlich schlechteren Systeme zu verhindern.
Parteien können an die Macht kommen, die Macht kann ihnen allerdings auch wieder genommen werden. Sollten sie versuchen dies zu verhindern, mittels Anpassung der Wahlsysteme und/oder Gewalt würde ich das als Abschaffung der Demokratie bezeichnen.
Ich glaube allerdings auch, dass "Demokratie" nur ein abstrakter Begriff ist, da es ja z.B. verschiedenste "demokratische" Wahlsysteme auf der Welt gibt, die bei gleichen Ausgangssituationen teilweise verschiedene Ergebnisse ermöglichen.
@klausi: Deine Überlegung von Bildung geht von deinem jetztigen Verständis von "intelligenten" bzw. "gebildeten" Menschen aus. Was passiert wenn die sich die allgemeingültige Definition von "hoher Bildung" mal ändert und nur mehr 5% der Menschen darunterfallen? Z.B. die, die alle anderen töten würden um sich selbst zu erhalten, was ja durchaus argumentierbar wäre.
@johnny: Sorry, wenn der Beitrag an deinem Ursprungspost vorbeiging. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich zu dem Thema denke, ich glaube nur, dass ich sowas wie die österreichische Verfassung und die darauf fußende Demokratie bis zu einem gewissen Grad gut finde. Als stabilisierendes Instrument nämlich, dass extreme Verschlechterungen verhindern soll.
Allerdings glaube ich, dass es möglich ist Freiräume und offenere Strukturen einzubauen, die die prinzipiellen Übereinkünfte (Menschen sind gleich etc.) erhalten und trotzdem Alternativen zum Wahlsystem ermöglichen.
Was diesem Ansatz wieder inhärent ist, ist dass das "klassische Wahlsystem" die neuen Strukturen auf Beschluss wieder abschaffen könnte.
Ungefähr klar, was ich meine? ;-)
Ansonsten hast du meine Vorurteile ziemlich bestätigt. Woher kommen diese Ängste? Fehlt da nicht Aufklärung bzw. Wissen? Wäre es nicht schön mit einem Bildungstest rechte Propaganda mit Fakten zu zerstören? (gilt genauso für linke Propaganda!)
Ich möchte mal vorausschicken: Ich bin kein FP/BZÖ-Wähler, aber sehr wohl verstehe ich, dass manche diese Parteien wählen. Sie tun das nicht, weil sie "dumm" oder "ungebildet" sind, sondern im Alltag des öfteren Probleme haben und das Gefühl haben, die Regierenden beachteten diese Probleme nicht.
Ein Beispiel Klausi: Kinder mit Migrationshintergrund in Volkssschulen. Was sollen sich z.B. die Eltern denken wenn eben wegen solchen Kindern der Unterricht nicht wie gehabt geführt werden kann, sondern hinterherhinkt.
Weiters: Öffnung der Gemeindewohnungen für "Ausländer". Uiiii - hast Dich schon mal umgehört?
Ich glaube nicht, dass die FP/BZÖ-Wähler per se ausländerfeindlich sind. Sie haben im Alltag Probleme mit diesen und sehen diese nicht ausreichend berücksichtigt in der Arbeit der Regierenden.
Also will man "denen da oben" eines auswischen, und "die da oben" das sind die Regierungen, das ist Brüssel ... ich mag die Rosenkranz nicht, aber sie war die einzige im Parlament, die gegen die Ratifizierung des Vertrags über eine Verfassung für Europa stimmte. Tja, Hochachtung!
ich mag die Rosenkranz nicht, aber sie war die einzige im Parlament, die gegen die Ratifizierung des Vertrags über eine Verfassung für Europa stimmte. Tja, Hochachtung!
Weil sie Nationalistin ist. Dafür keine Hochachtung.
hab nie verstanden was genau jetzt am Nationalismus böse sein soll?
Noch mal zur Verdeutlichung: Ich habe gesagt, dass ich die Rosenkranz nicht mag, aber sie ist die einzige, die zu ihren Zweifeln zur EU-Verfassung gestanden ist (aus welchem Grund auch immer). Musste man die einfach so abnicken?
hab nie verstanden was genau jetzt am Nationalismus böse sein soll?
Meine Meinung: Prinzipiell böse ist er nicht, aber er kann sehr gefährliche Auswüchse erreichen. Ein schöner Satz dazu aus der Wikipedia:
...
Hier zeigt sich wieder sein Doppelcharakter: Inklusion und Exklusion sind elementare Bestandteile des Nationalismus. Während einerseits die politische Gleichheit der in einer Nation vereinten Gruppe betont wird, erfolgt gleichzeitig der Ausschluss der nicht zur Nation gehörigen Gruppen. Dies kann von einer kommunikativen Betonung der Andersartigkeit dieser Ausgeschlossenen bis zu ihrem physischen Ausschluss (ethnische Säuberung) oder ihrer Vernichtung führen (Holocaust).
aber er kann sehr gefährliche Auswüchse erreichen. :Die Frage ist halt auch immer, was KEINE gefährliche Auswüchse erreichen kann ;) . Weil alles eigentlich extrem sein/ werden kann und Ausartung, egal in welche Richtung machbar ist
ALLES kann bösartige Auswüchse erreichen - der Nationalismus der afrikanischen Staaten zur Abschüttelung der Kolonialherrschaft war ein "guter" - nachher wird er zur Fratze weil z.B. die weißen Farmer ausgewiesen werden.
Das gilt auch für die Demokratie - wenn sie wie unter Tatcher Handlanger der Kapitalisten wird zum Beispiel. Und um zu Rosenkranz zurückzukommen: Abnicken von Positionen genauso (z.B. eben die europäische Verfassung). Offenbar war da ein "Nein" nicht opportun.
Ein Kommentar zu http://derstandard.at/?url=/?id=2888010 war schön:
Wir leben in Zeiten, in denen [...] Mehrheiten völlig empathielos alle Minderheiten nivellieren und schneiden. Eine abgestumpfte Masse, die immer dann sich besonders selbstbewußt fühlt, wenn sie diskriminieren darf.
@topic:
meiner Meinung nach nicht so - Wahlen können nichts, oder nicht viel verändern.
Ich meine, seht euch nur die aktuelle Situation in Österreich an: laut SPÖ-Wahlwerbung dürften wir jetzt keine Studiengebühren und keine Eurofighter mehr haben. Und wie siehts aus?
IMHO ist es völlig wurst, wer in Österreich an der Regierung ist. Innovative Ideen darf man eh nicht erwarten, dem Druck der EU wird sich gebeugt, und irgendwie scheint niemand wirklich große Reformen anpacken zu wollen, auch wenns die jeweilige Opposition verspricht, nach einem etwaigen Wahlsieg "alles anders und besser" zu machen.
Entscheidungen werden nicht aus rationalen sondern aus ideologischen Gründen getroffen (ÖVP vs. Gesamtschule, SPÖ vs. Eurofighter (also vs. ÖVP))
Auch die ach so gerechten "Kämpfer für den kleinen Mann" (FPBZÖ) stehen auf der Gehaltsliste der Unternehmen, die dann zufälligerweise bei einem Riesengeschäft den Zuschlag bekamen.
Die einzige Partei, über die ich nichts schlechtes sagen könnte, sind die Grünen - Kunststück, die waren noch nie in der Regierung...
(dazu muss man sagen, dass ich mich ab dem Zeitpunkt, wo ich wählen durfte, eigentlich sehr für Politik interessiert habe. Nur eben seit ich mich genauer informiere, auch selbst wähle, und die Auswirkungen sehe (nämlich gar keine), werde ich zunehmends frustrierter)
nochwas - ich wäre dafür, dass Menschen über 60 nicht mehr wählen dürfen. Wieso? Es geht um die Zukunft unseres Landes ... und darüber sollten Leute entscheiden, die diese noch erleben...
Rageboom
10-07-2007, 09:02
nochwas - ich wäre dafür, dass Menschen über 60 nicht mehr wählen dürfen. Wieso? Es geht um die Zukunft unseres Landes ... und darüber sollten Leute entscheiden, die diese noch erleben...
na toll... jetzt muss ich nochmal auswandern. eine zukunft, gestaltet von dümmlichen nachtschicht-gestalten. brrrrrrrrrrrrrrr...
im gegenteil, ich wäre für eine anhebung des wahlalters. die erwachsenen haben wohl mehr gesehen in ihrem leben und können vielleicht mehr abschätzen wohin die reise geht.
wählen mit 16 - ein weiterer fehlgriff der spö. leute denen die pickelfreiheit über alles geht, dürfen über zeugs entscheiden, von dem sie keinen dunst haben. (nur angenommen, man hätte über die eu-verfassung abstimmen dürfen: welcher 16 jährige druckt sich das trumm aus und liest sich mal ein was da alles dadurch anders wird....)
Warum soll ein 16-jähriger nicht wählen dürfen? Und überhaupt: Erst staatsbürgerliche Pflichten, dann erst Rechte?
Plantschkuh!
10-07-2007, 09:25
(nur angenommen, man hätte über die eu-verfassung abstimmen dürfen: welcher 16 jährige druckt sich das trumm aus und liest sich mal ein was da alles dadurch anders wird....)
Welcher Erwachsene tut das? Nach den Nationalratsabgeordneten zu urteilen tun es ungefähr 182 von 183 Personen nicht...
(EU-Verfassung - Abstimmung - 16-jährige - einlesen)
Welcher Erwachsene tut das? Nach den Nationalratsabgeordneten zu urteilen tun es ungefähr 182 von 183 Personen nicht...
Es ist richtig, dass diese Materie und ihre Auswirkungen sehr komplex sind - es ist die Aufgabe der Machthaber, die Bevölkerung umfassend und objektiv darüber zu informieren (Chancen und Risiken). Leider streichen die nur das positive raus, das negative kehrt man unter den Tisch.
Ich glaube sogar, dass sich 16-jährige mehr damit auseinandersetzen, wenn dieses Thema z.B. in der Schule diskutiert werden würde.
Wolfibolfi
10-07-2007, 09:52
Das glaub ich auch. Man sieht Ragy richtig an, dass er langsam alt wird.:shinner:
Paulchen
10-07-2007, 12:10
na toll... jetzt muss ich nochmal auswandern. eine zukunft, gestaltet von dümmlichen nachtschicht-gestalten. brrrrrrrrrrrrrrr...Jeder, der 16 oder 18 ist, ist eine dümmliche Nachtschicht-Gestalt?
wählen mit 16 - ein weiterer fehlgriff der spö. leute denen die pickelfreiheit über alles geht, dürfen über zeugs entscheiden, von dem sie keinen dunst haben. (nur angenommen, man hätte über die eu-verfassung abstimmen dürfen: welcher 16 jährige druckt sich das trumm aus und liest sich mal ein was da alles dadurch anders wird....)Ach, und du tust das etwa?
Venefica
10-07-2007, 12:49
Es gab damals, als ich 16 war, schon einige in unserer Klasse, die fit und interessiert in politischen Themen waren. Also eine pauschalisierung ist hier wohl nicht besonders gut. Andererseits gibts auch genügend Jugendliche, die sich über Politik keine Gedanken machen (natürlich auch Leute > 18) und das wählen, wo sie das letzte Geschenk bekommen haben oder weil die Mama das so sagt..
Wie viele ältere Generationen gibt es noch (Statistiken darüber wird es keine aussagekräftigen geben), die FPÖ, ÖVP, SPÖ wählen, weil sies IMMER schon gewählt haben und damals alles besser war?
Das ist im Grunde nicht besser als Jugendliche, die keinen Dunst von Politik haben..
master_fluc
10-07-2007, 15:15
Andererseits gibts auch genügend Jugendliche, die sich über Politik keine Gedanken machen (natürlich auch Leute > 18) und das wählen, wo sie das letzte Geschenk bekommen haben oder weil die Mama das so sagt..
Das Problem ist halt, dass 16-jährige doch um einiges leichter zu beeinflussen sind, als 18+.
(und sollte E-Voting wirklich kommen, dann seh ich schon die 16-jährigen, die sich fürs Wählen nicht interessieren und ihre Accounts für 50 € verkaufen, damit wer andrer damit stimmen kann...)
Plantschkuh!
10-07-2007, 17:12
und sollte E-Voting wirklich kommen, dann seh ich schon die 16-jährigen, die sich fürs Wählen nicht interessieren und ihre Accounts für 50 € verkaufen, damit wer andrer damit stimmen kann...
Muß nicht unbedingt was mit E und 16 zu tun haben, es kommt ja jetzt die Briefwahl. Mit allen positiven und negativen Konsequenzen.
ich verkaufe meinen Stimmzettel für 49 € - wer will ?
gelbasack
11-07-2007, 12:54
Naja, mit 16 interessieren sich vielleicht schon einige dafür, aber imho reicht das nicht. Ich glaub', da sieht man dann vielleicht so in etwa wofür die Parteien stehen, kann aber die Auswirkungen noch nicht abschätzen. Wie soll man mit 16 mit den ganzen Wirtschaftsthemen zurecht kommen, wenn man noch zu haus wohnt und sich da keine Sorgen machen muss? Wenn man grad anfängt, sich dafür zu interessieren weiß man ja auch nicht, was die Parteien die Jahre davor gemacht haben, ist vielleicht auch ein wichtiger Aspekt neben den Programmen. Ich glaub', mit 16 sind viele interessiert aber einfach noch zu naiv. Da sieht man halt idealistische Ziele und übersieht andere Dinge, die fad oder konservativ oder was auch immer sind. Klar, kann man nicht verallgemeinern, blabla, aber für den Schnitt ist das meine Meinung, 18 fand ich besser.
lol was glaubst du wie viele "Erwachsene" mit Wirtschaftsthemen zurechtkommen meiner Meinung nach haben die meisten Erwachsenen gleich wenig Ahnung wie 16 jährige
gelbasack
11-07-2007, 14:49
lol was glaubst du wie viele "Erwachsene" mit Wirtschaftsthemen zurechtkommen meiner Meinung nach haben die meisten Erwachsenen gleich wenig Ahnung wie 16 jährigeMit "die Erwachsenen haben auch keine Ahnung" könnten wir auch 10-jährige wählen lassen...
Wenn man sich um eigene Wohnung, Arbeit,... kümmern muss, sieht man das einfach anders. Dass Erwachsene nicht unbedingt Ahnung haben müssen, ist eh klar, aber rechtfertigt meiner Meinung nach nicht, gleich alle wählen zu lassen, weil eh niemand Ahnung hat.
kein guter Vergleich zwischen 10 und 16 is ein gewaltiger Unterschied aber zwischen 16 und 18 werdns net mehr viel g'scheiter
gelbasack
11-07-2007, 16:48
kein guter Vergleich zwischen 10 und 16 is ein gewaltiger Unterschied aber zwischen 16 und 18 werdns net mehr viel g'scheiterDeine Meinung.
Rageboom
11-07-2007, 16:57
zwischen 16 und 18 ist immer noch ein gewaltiger unterschied und auch zwischen 20 und 24 ist immer noch ein gewaltiger unterschied. ich meine, es ist zwar schön, dass hier ALLE (zumindest hab ich dieses gefühl beim lesen der posts :) ) mit 16 genauso schlau waren wir jetzt - ich schätz mal 22 bis 27 - aber zumindest für mich traf das nicht zu. mit 16 hatte ich ganz andere sorgen oder viel besser gesagt - gar keine sorgen...
was haben mich mit 16 debatten über krankenkassenbeiträge interessiert... allgemeiner (dadurch sich auch pauschaler gesprochen): ich möchte den einen 16jährigen kennenlernen, der bescheid weiß über das arbeitsrecht und den damit verbundenen auswirkungen, wenn die parteien da mal wieder rumpfuschen.
etliche fragen (zurecht) wie differenziert denn jemand nachdenkt, der schon mitten im leben steht. ja wenn man sich da schon fragen muss, dann bitte, glaubt hier wer ernsthaft, dass 16jährige da viel differenzierter ran gehen?
und ja, ältere wählen gern traditionell, also nach dem motto "mei großvoda hot imma scho de schwoazn gwöht, und mei voda aaaaa, oiso wöhl i a de schwoazn". dafür sind 16 jährige sicher um ecken anfälliger um extreme zu wählen und sie gehen sicher schneller einer populisitischen propaganda aufn leim.
ich freu mich schon auf horden von wählern, die einfach mal revoluzzen wollten und deswegen mal schnell die bierpartei wählten...
p.s.: wenn wir es jetzt GANZ GENAU nehmen, dann müssten wir uns mit dem politikinteresse der 14 bis 15 jährigen beschäftigen, weil man ja schon vor seinem 16ten geburtstag über die zusammenhänge bescheid wissen muss, dieses wissen bekommt man nicht zum 16ten geburtstag geschenkt.
p.p.s.: natürlich wissen erwachsene besser bescheid über so sachen wie zum beispiel eu-verfassung bescheid. was wird wohl gewinnen bei einem noch 15 jährigen, der so geburtstag hat, dass er noch wählen darf: MTV oder a fade, verstaubte gesprächrunde von altherren und altweiber, die da die vor und nachteile eines solchen dokumentes sprechen?
vielleicht bin ich schon saualt, aber ich würd durchaus so eine sendung in tv oder radio verfolgen. mit 16 hätt ich mir lieber nen löffel ins knie gesteckt...
michaelllll
17-05-2008, 01:39
Wenn man sich um eigene Wohnung, Arbeit,... kümmern muss, sieht man das einfach anders. Dass Erwachsene nicht unbedingt Ahnung haben müssen, ist eh klar, aber rechtfertigt meiner Meinung nach nicht, gleich alle wählen zu lassen, weil eh niemand Ahnung hat.
Naja, als 16 Jähriger hast vielleicht nicht die Sorge: Wohnung, oder Senkung des Spitzensteuersatzes, aber doch andere. z.B.:
Betrifft es "nur" einen 16 Jährigen, wenn die Lehrstellen immer weniger werden und die Politik nichts dagegen unternimmt und dadurch die Jugendarbeitslosigkeit immer höher wird.
Betrifft es einen 16 Jährigen AHS Schüler durchaus, wenn wieder mal bei den Universitäten (Förderungen, Studienbeschränkung, usw.) etwas geändert wird und er sich ernsthaft Sorgen macht, wie sich die Eltern das Studium für ihn/sie leisten sollen (Platz bekommt, usw.).
Betrifft es einen 16 jährigen, wenn ihm das Bildungssystem vernachlässigt und somit seine Zukunft gefährdet wird.
Das sind Problematiken was mich als 16 Jähriger direkt oder indirekt, im Freundeskreis, betroffen haben und ich wusste damals, dass hier oft politische Fehler bzw. "wegsehen" verantwortlich waren/sind (und konnte es auch der (den) Partei(en) zuordnen). (auch die Sozialpolitik ist sehr wichtig. Wer es nicht glaubt: Schaue über Europa hinaus)
2 Dinge noch:
Das 16 Jährige anfälliger für radikale Meinungen sind, hat sich verschiedenste Wahlstatistiken nicht bestätigt, sondern war ähnlich zu dem Wahlergebnis zu den Erwachsenen. (sind auch nur Änderungen im Promilebereich)
Die Politik sollte wohl alles dafür tun, dass 16 Jährige und alle andere Menschen in Österreich für Politik beschäftigen. Es kann nichts schlimmeres in einer Demokratie geben, wenn sich keine Menschen dafür beschäftigen.
lg Michael
macht für mich keinen Unterschied alle Menschen sind gleich und Punkt.
Es sind nicht alle Menschen gleich. Wenn das so wäre, hätten wir kein Problem, dann gäbe es keine Konflikte, weil eine Regierungsentscheidung entweder allen zusagen oder allen mißfallen würde.
Es ist auch sicher so, daß manche Menschen besser geeignet sind als andere, (politische und auch andere) Entscheidungen zu treffen. Der einzige Grund, aus dem wir wollen, daß alle Stimmen gleich zählen, ist, daß wir nicht wissen, wer die besseren Entscheidungen treffen wird.
Demokratie ohne entsprechende Bildung bzw. ohne entsprechendes Wissen (wie es zurzeit der Fall ist!) ist sinnlos (Mediendiktatur?).
Da hast Du recht. Es ist halt so wie mit der Geschichte, wo die Länge der Nase des Kaisers von China gemessen werden soll: Niemand hat sie aus der Nähe gesehen, also fragt man einfach die ganze Bevölkerung und mittelt die Antworten. Hat man dann eine gute Näherung erhalten?
michaelllll
17-05-2008, 14:40
Da versagt das heutige System kläglich. Demokratie ohne entsprechende Bildung bzw. ohne entsprechendes Wissen (wie es zurzeit der Fall ist!) ist sinnlos (Mediendiktatur?).
Welche Bildung macht mich zu einen guten Wähler?
Geschichtswissen? (Darf ich eine Partei nicht wählen, welche vor 60 Jahren faschistisch war und noch immer nicht von dieser Zeit distanziert hat?)
Wissen über die Wahlversprechen/Wahlthemen? (heißt es dann nicht wieder: ich wurde von einer Partei geködert?)
Wissen über aktuelle Regierungspolitik (und dadurch ableitende Stimmenvergabe?)
Wäre nett, wenn du das etwas konkretisieren könntest.
Lg Michael
Welche Bildung macht mich zu einen guten Wähler?
Geschichtswissen? (Darf ich eine Partei nicht wählen, welche vor 60 Jahren faschistisch war und noch immer nicht von dieser Zeit distanziert hat?)
Wissen über die Wahlversprechen/Wahlthemen? (heißt es dann nicht wieder: ich wurde von einer Partei geködert?)
Wissen über aktuelle Regierungspolitik (und dadurch ableitende Stimmenvergabe?)
Wäre nett, wenn du das etwas konkretisieren könntest.
Ja du hast das eh recht gut erfasst, finde ich. Wenn du weißt was war, was ist und was sein könnte, bist du eine gute WählerIn.
michaelllll
17-05-2008, 17:07
Ja du hast das eh recht gut erfasst, finde ich. Wenn du weißt was war, was ist und was sein könnte, bist du eine gute WählerIn.
Ja, und wie willst du das in einen Test bringen, welcher poltisch korrekt ist und keine Partei benachteiligt? Scheint mir sehr schwierig...
Darum wäre ich von solchen Tests nicht begeistert.
Es ist doch das Prinzip der Demokratie, dass jeder die gleiche Stimme hat und somit jeder ein Recht (und sogar die Verpflichtung) hat den Staat mit zu bestimmen und zu gestalten ("wir alle sind der Staat!!!"). Darum wird auch nicht mehr diverenziert (früher gab es durchaus andere Versuche, wo nur Reiche wählen gehen durften usw.)
Man sollte aber schauen, dass die Menschen diese Verantwortung wahr nehmen. Damit das funktioniert, wäre ich:
auch für mehr Politische Bildung in der Grundschule (ist aber auch schwierig diesen politisch korrekt zu gestalten).
für eine Politik, welche ihre Verantwortung wahrnehmen
dass die Parteien ihre Wahlversprechen halten
dass sich die Parteien sich unterscheiden (vorallem die beiden Großparteien)
das die Menschen wirklich das Gefühl haben selbst mitzubestimmen (z.B. mehr Macht den Ländern und Gemeinden geben, da diese näher an den Menschen sind und somit eher schneller was bewirken kann ohne mein Leben in einer Partei zu verbringen)
Lg Michael
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