View Full Version : [Frage] Bsp 52
Für det D = 0 habe ich hier
exp(-2*lambda) + exp(2*lambda) - 2 = 0
Demnach kann lambda nur 0 sein. Und es gibt nur die triviale Lösung y = 0.
Kann das sein?
Also im Prinzip würd ich dem zustimmen...
Ich krieg für det D = 0 folgendes (ich vermut das 2*lambda hast Du einfach weggelassen, weil man da sowieso sofort auf lambda = 0 kommt):
2*lambda*(exp(2*lambda) + exp(-2*lambda) - 2) = 0
Für die Klammer gibts ebenfalls die Lösung lambda = 0.
Soweit, sogut, nur gibts ne komplexe (anscheinend sogar Doppel-)Lösung auch noch: lambda = -i*pi ... die wiederum findet mein Maple aber nur aus der ganzen Gleichung, nicht aus dem Klammerausdruck allein *Angst*
(exp(2*-i*pi) + exp(-2*-i*pi) löst sich dann zu 2*cos(2*pi) = 2 auf...)
[edit]: Scheint anscheinend e wurscht zu sein, denn wenn man das lambda an die Randbedingungen anpaßt, kommt sowieso c_1 = c_2 = 0 raus...sieht also ganz so aus als ob das Teil wirklich nur die Triviallösung hat.
Ist ja fast schon pervers, zu welchen Zeiten du dich der Mathematik widmest...
Das 2*lambda kommt bei mir übrigens gar nicht vor. Aber wie auch immer - offensichtlich gibt es nur die Lösung y(x) = 0.
;)
Das 2*lambda kommt bei mir durch die innere Ableitung vom e^(lambda*x) bzw. e^(-lambda*x) zustande, aber es spielt wirklich keine Rolle...
Hm, ich hab das jetzt noch einige Male durchgespielt...ich bekomm jetzt:
allg. Lsg.: y = c_1*exp(lambda*x) + c_2*exp(-lambda*x)
lambda = i*k*pi (k ganzzahlig)
(wegen exp(lambda) = exp(-lambda), Subst.: lambda := i*z
=> exp(i*z) = exp(-i*z) => cos(z) + i*sin(z) = cos(z) - i*sin(z) => sin(z) = -sin(z) => z = k*pi)
Und dann schließlich: c_1 = beliebig, c_2 = beliebig
ich check nicht ganz wie ich mit den periodischen randbedingungen umgehen soll. bei der berechnung der determinante von meinem D kürzt sich immer alles weg. wie schaut denn euer R und S aus?
Form die Randbedingungen um auf z.B. y(-1) - y(1) = 0 und y'(-1) - y'(1) = 0, dann kannst R und S "einfacher" bestimmen...R und S sehen z.B. so aus:
R = ((1,0),(0,1)), S = ((-1,0),(0,-1))
Matthias
01-12-2004, 20:34
Hm, ich hab das jetzt noch einige Male durchgespielt...ich bekomm jetzt:
allg. Lsg.: y = c_1*exp(lambda*x) + c_2*exp(-lambda*x)
lambda = i*k*pi (k ganzzahlig)
(wegen exp(lambda) = exp(-lambda), Subst.: lambda := i*z
=> exp(i*z) = exp(-i*z) => cos(z) + i*sin(z) = cos(z) - i*sin(z) => sin(z) = -sin(z) => z = k*pi)
Und dann schließlich: c_1 = beliebig, c_2 = beliebig
ich komme auf das alte ergebnis von dir (lambda = 0), da ich auch nicht auf exp(lambda) = exp(-lambda) komme, sondern auf:
2*lambda*(exp(2*lambda) + exp(-2*lambda) - 2) = 0
Ich habe leider den ersten Teil der Vorlesung verpasst und ein Mathegenie bin auch gerade nicht. Kann mir jemand sagen wie man Vorgehen muss um so ein Eigenwertproblem zu lösen. ?
ich komme auf das alte ergebnis von dir (lambda = 0), da ich auch nicht auf exp(lambda) = exp(-lambda) komme, sondern auf:
2*lambda*(exp(2*lambda) + exp(-2*lambda) - 2) = 0
Naja, das is im wesentlichen dasselbe, und die Gleichung auf das Notwendigste reduziert ;)
(exp(2*lambda) + exp(-2*lambda) - 2) = (exp(lambda) - exp(-lambda))^2 = 0
=> exp(lambda) = exp(-lambda)
Aus der Gleichung kriegt man auch alle Lösungen raus, wobei die Lösungen mit i möglicherweise e komplett überflüssig sind und außer Hirnweh nix bringen...
Ich habe leider den ersten Teil der Vorlesung verpasst und ein Mathegenie bin auch gerade nicht. Kann mir jemand sagen wie man Vorgehen muss um so ein Eigenwertproblem zu lösen. ?
Generell:
1. Wie gewohnt DGL allgemein lösen, R, S aufstellen und D ausrechnen
2. det D = 0 setzen => man bekommt eine Gleichung um das lambda (= Eigenwert) auszurechnen (mit diversen Tricks dann versuchen irgendwie Periodizität u.ä. auszudrücken)
3. lambda in D einsetzen und das Gleichungssystem D*c = 0 lösen (c...Spaltenvektor mit c_1, c_2, ..., c_n, 0...Nullvektor) => man bekommt die Konstanten (irgendwo sollt dann auch wo was wegfallen)
4. Konstanten und lambda einsetzen in allgemeine Lösung der DGL => man bekommt die Eigenfunktion
(alternativ kann man auch das Matrizenspielchen umgehen und einfach gleich in die Randbedingungen einsetzen und sich so halt die Parameter ausrechnen)
Und dann schließlich: c_1 = beliebig, c_2 = beliebig
Auch mit deiner Methode komme ich auf
c_1 = c_2 und c_1 + c_2 = 0 -> c_1 = c_2 = 0 (nicht beliebig)
Auch mit deiner Methode komme ich auf
c_1 = c_2 und c_1 + c_2 = 0 -> c_1 = c_2 = 0 (nicht beliebig)
Hm, also bei mir...
y = c_1*exp(lambda*x) + c_2*exp(-lambda*x)
y' = c_1*lambda*exp(lambda*x) - c_2*lambda*exp(-lambda*x)
lambda = 0: y = c_1*1 + c_2*1, y' = c_1*0*1 - c_2*0*1
in RB einsetzen:
y(1) = y(-1) => c_1 + c_2 = c_1 + c_2
y'(1) = y'(-1) => 0 - 0 = 0 - 0
=> c_1, c_2 beliebig
Wobei, sobald lambda = 0 is, is e alles wurscht...dann hat ma unter anderem wieder die Lösung y = Ax+B mit A=0, B=0 bei der Eigenfunktion...und ähnlich scheint das auch bei +/- i*k*pi zu sein.
Matthias
02-12-2004, 15:18
hm, die ableitungen hab ich auch so. damit rechnest du dir ja dann das D aus und mit det D = 0 setzen kommt man auf lambda = 0. und laut buch, gibt's bei lambda = 0 nur die triviallösung y(x) = 0 und sonst nichts.
zum RB einsetzen komm ich da ja gar nicht.
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