View Full Version : [INFO] - Mundtot!
Hi Leute!
Ich hoffe, ihr habt es bereits mitbekommen, die OeVP hat vor einiger Zeit einen Antrag zur Aenderung des HSG (HochschuelerInnenschaftsgesetz) eingebracht.
Ich hab einige Infos dazu auf http://fsinf.at fuer euch zusammengefasst, bzw. viel findet Ihr auf http://oeh.ac.at/oeh/mundtot .
Ich hoffe, wir koennen hier im Forum ein wenig ueber dieses Thema diskutieren.
Skunk.
chri_le_roux
24-11-2004, 13:21
Persönlich halte ich das Vorgehen der Bundesregierung (Övp) für eine Frechheit.
Dass die Universität und vor allem die Studenten keinen großen Stellenwert in der Politik der Regierung haben ist ja allgemein bekannt, dass jetzt aber schon Gesetzesänderungen dazu führen sollen die Mehrheiten im Studentenparlament zu verändern ist sehr fragwürdig.
Ich habe mich darum dafür entschieden das Vorhaben der ÖH zu unterstützen und habe den „Mundtot“ Banner auf meiner sonst unpolitischen privaten Homepage eingefügt.
Ob das effektiv was bringt sei dahingestellt,...
Leider habe ich schon des Öfteren die Erfahrung gemacht dass Studenten von einem Teil der Bevölkerung immer noch als „faul“ bezeichnet werden was nicht zuletzt auch der Bildungspolitik der Regierung zuzuschreiben ist . So ist es für manche Menschen nicht vorstellbar dass man z.B.: 14-18 Semester studiert. (was ja auf der TU mit sehr anspruchsvollen Studien durchaus keine Seltenheit ist).
Wie schnell sich dann aber das Image des Studenten ändert wenn er sein Diplom bekommt ist extrem. Statt fauler Student ist man plötzlich der Herr: Dipl. Ing. oder Dr. oder Mag. Ohne dass man durch die Diplomprüfung ein anderer Mensch geworden wäre.
Was ich damit sagen will ist dass es unter anderem auch der Politik der Regierung zuzuschreiben ist wie das allgemeine Bild der Studierenden in der Öffentlichkeit aussieht. Und statt die Studenten zu unterstützen mehr darauf geachtet wird persönliche politische Ansichten durchzusetzen.
Gruß chri
So ist es für manche Menschen nicht vorstellbar dass man z.B.: 14-18 Semester studiert. (was ja auf der TU mit sehr anspruchsvollen Studien durchaus keine Seltenheit ist).
Wie schnell sich dann aber das Image des Studenten ändert wenn er sein Diplom bekommt ist extrem. Statt fauler Student ist man plötzlich der Herr: Dipl. Ing. oder Dr. oder Mag. Ohne dass man durch die Diplomprüfung ein anderer Mensch geworden wäre.
Diesen Respekt bekommt man auch nur vom Nachbarn. Kann mir nicht vorstellen, das viele Unternehmen interesse haben an Studenten, die ein 10-semestriges Studium in 18 Semester abschließen.
Wer will, schafft das Studium in der vorgeschlagenen Studienzeit. Vielleicht gibt's Hindernisse, aber die kosten einen dann sicher nicht mehr als 2, 3 Semester. Dass viele länger Studieren hängt nicht mit der Schwierigkeit des Studiums sondern mit der eigenen Disziplin zusammen - so ehrlich sollte man sein.
Dass viele länger Studieren hängt nicht mit der Schwierigkeit des Studiums sondern mit der eigenen Disziplin zusammen - so ehrlich sollte man sein.
oder dem geldmangel. im gegensatz zB zur USA werden studenten hier nicht die supergünstigen kredite nachgeschmissen (abgesehen davon, dass sich hier die leute net mit 18 schon für 20 jahre tief verschulden wollen).
Lord Binary
24-11-2004, 14:54
Dass viele länger Studieren hängt nicht mit der Schwierigkeit des Studiums sondern mit der eigenen Disziplin zusammen - so ehrlich sollte man sein.
Oder daß man während des Studiums arbeiten muß.
Hab Arbeit und Studium nie unter einen Hut gebracht.
Effektiv immer wieder ein paar Jahre das Studium unterbrochen.
Ob das jetzt an meiner Faulheit/Disziplinlosigkeit liegt/lag, naja ...
So kommen jedenfalls 18 Semester schnell zusammen :(
Heißt nicht, daß es prinzipiell nicht machbar ist ... schnell zu studieren und berufstätig zu sein ...
Egal, ist eh schon ein bisschen off-topic :)
Dass viele länger Studieren hängt nicht mit der Schwierigkeit des Studiums sondern mit der eigenen Disziplin zusammen
Disziplin [...] kann mehrere Bedeutungen haben:
Disziplin im engeren Sinne von Unterordnung, Zucht, bewusster Einordnung, teilweise auch Ordnung
ich will mir nicht vorstellen was du dir fuer eine uni wuenscht.
Dass viele laenger studieren haengt vielleicht damit zu sammen, dass diese leute verstanden haben, dass ein Studium nicht nur aus lehre sondern hauptsaechlich aus forschung besteht. ich sehe mit traurigen augen, dass immer mehr studierende es anstreben, in der mindeststudiendauer fertig zu werden. diese leute koennten imo genauso auf eine fh gehen, da es ihnen meistens nur darum geht, schnell fertig zu werden um einen guten job zu bekommen.
meiner meinung nach gehoert zum studium noch wesentlich mehr, als das was im studienplan steht, naemlich sich ein kritisches denken anzueignen und zu forschen.
leider arbeiten sowohl die regierungen (nicht nur die oesterreichische) daran, genau diese aspekte der universitaeren bildung wegzurationalisieren, sodass die universitaeten zu fachhochschul aehnlichen einrichtungen werden. der erste schritt war, die studiengebuehren einzufuehren, wodurch die meisten menschen gezwungen sind, sich mit dem studium zu beeilen und keine zeit mehr haben, sich tiefergehend mit gesellschaftlichen aspekten und forschungsarbeit zu beschaeftigen (geschweige denn von der politischen arbeit, die meiner meinung nach auf einer universitaet sehr wichtig ist), ein weiterer schritt war das neue ug, und nun wird den studierenden auch noch direkt das wahlrecht genommen, als waeren sie keine muendigen buergerInnen. so wird eine gesellschaft zum stumpfsinn umerzogen.
das traurige daran ist, dass die meisten menschen nicht merken was vor sich geht und die studierenden (gestresst von job und studium) nicht die zeit haben, die konsequenzen durch zu denken.
uebrigens hat es am freitag in der bundesvertretung die entscheidung gegeben, dass es keine urabstimmung geben solle, das heisst dass nicht alle studierenden ihre meinung zu dem hsg per abstimmung kundtun sollten. dies war unumgaenglich, da 17 von 45 mitgliedern gegen diese urabstimmung gestimmt haben, wodurch eine 2/3 mehrheit verhindert wurde. grunde weshalb es keine urabstimmung geben sollte, waren unter anderem "weil nur die waehlen sollen, die sich ausekennen" und aehnliches.
unter anderem hat auch der vorsitzende der hochschuelerInnenschaft der tu-wien gegen die urabstimmung gestimmt.
chri_le_roux
24-11-2004, 16:19
Meine Intention war es nicht eine Diskussion über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit ein Studium in der Mindestzeit zu absolvieren vom Zaun zu brechen. (Das spielt ja in diesem Zusammenhang keine Rolle) Sondern meine persönlichen Erfahrungen über das teilweise vorherrschende Bild der Studenten allgemein in der Öffentlichkeit zu beschreiben. Was meiner Meinung nach durch die Bildungspolitik der Regierung gestützt wird.
Natürlich verlängert sich ein Studium durch Berufstätigkeit. Arbeitende Studenten waren bei meiner Aussage nicht gemeint, sondern "Vollzeit-Studenten".
@birger: Du setzt plangerechten Fortschritt im Studium mit einem oberflächlichen Studium gleich. Als ob nur jene, die länger studieren, auch intensiv studieren. Tolle Entschuldigung für alle, die länger brauchen.
Das eigenartige daran ist: Ich kenne ein paar Studenten, welche die Mindeststudienzeit überschritten haben. Keiner davon hat sie überschritten, weil er so ein eifriger Student ist und sich mit jedem Fach ins Detail auseinander setzen will. Eher brauchen die meisten länger, weil sie noch Prüfungen offen haben, die ihnen bisher zu schwer waren, da sie nicht genug gelernt hatten.
Aber ich bin sicher ein Sonderfall ...
// EDIT: Nebenbei: Arbeit neben dem Studium kostet viel Zeit, lässt selten zu, dass man Lehrveranstaltungen regelmäßig besucht und sich mit dem Studium über die Erledigung von Übungen und Prüfungen hinaus auseinander setzt. Lang ist hier das Studium sicher - aber intensiv? Naja.
Guardian
24-11-2004, 18:10
meiner meinung geht es hier mittlerweile immer mehr in richtung diktatur
so wie es auf der ÖH-Homepage und ORF Berichterstattung gesagt wurde : "Wo die Regierungskoalition keine Wahlen gewinnen kann, wird gesetzlich eingegriffen."
Oder einfacher gesagt: "Der Zweck heiligt die Mittel"
Mich würde immer noch mehr interessieren, wie es kommen konnte, das trotz alle diesen schlechten Taten der vergangenen Jahre, die Leute trotzdem gewählt worden sind.
Ich mein manche scheinen ja wirklich dumm zu sein, aber selbst der dumme kann unterscheiden, was ihm gut tut und was nicht.
Jetzt erledigt die Regierung die ÖH und dann werden wir es merken, es wird immer weiter gehen. Stück für Stück wird unter Kontrolle gebracht oder verkauft oder gar zerstört. :ahhh:
Guardian
24-11-2004, 18:18
jetzt ist mir etwas eingefallen.
vielleicht ist es ein wenig weit hergeholt, aber korregiert mich, wenn ich falsch liege.
es erinnert ein wenig an das dritte reich, aber in leichter abwandlung
zuerst wird schlechte propaganda gemacht
wichtige institutionen werden neubesetzt, damit man kontrolle hat (siehe Polizei)
dann werden diverse dinge ausgegliedert, verkauft
steuern werden erhöht (Phänomen der Neuzeit)
letzte in oposition befindliche organisationen werden entweder für rechtswidrig erklärt oder per gesetz wird einfluß genommen oder kontrolle übernommen
dann kommt irgendwann ausgangsverbot, ausweiskontrolle, schleifenpflicht (rote schleife für sozialisten)
was kommt als nächstes ???
das von dir dargestellte szenario ist eher unwahrscheinlich auch wenn die övp noch immer ein dollfuss bild (zitat a.kohl: ein aufrechter demokrat) im parlamentsklub hängen hat.
vielmehr kommt es mir so vor, wie wenn die övp die vorhandenen struckturen in kürzester zeit (solange die effen halt mitmachen man weiss ja nie ob sich die net schon morgen komplett selber zerstörren) so umbaut, dass selbst wenn sie die nächsten wahlen verlieren (was ich doch stark hoffe aber...) sie die wichtigsten schlüsselzentren der macht besetzt hat und von dort nur mehr schwer wegzubekommen ist.
strasser zerlegt zeitgleich den rest vom rechtstaat und gehrer hungert die unis aus. sicherheitshalber wird auch gleich die öh umgefärbelt, damit wirklich eine ruhe ist.
die schlimmste idee war ja die idee von a.kohl man könnte doch in die neue verfassung (die kommt eh nie, der zug ist mit solchen ideen abgefahren imho) reinschreiben, dass der bund landesgesetzte nur dann overrulen darf wenn 5 landeshauptmänner und der bundesrat dafür stimmen.
am meisten ärgert mich ja, dass dies alles mit einer dreistigkeit geschieht die echt unvergleichbar ist. und als antwort bekommt man: "das ist alles net so!" und "eh alles super". lopatkaismus pur.
könnte noch ewig so weiterschreiben. dieses land (bzw. vor allem seine regierung) kotzt mich im moment einfach so an. spätestens seit in den letzten tagen in der badner bahn 4-5 polizisten mitfahren und jede nach ausländer auschauende person auf passport kontrollieren.
Guardian
24-11-2004, 20:52
@gringo
da geb ich dir recht, könnt auch ewig weiterschreiben, problem ist nur, die övp baut alles um, für den fall das sie bei der nächsten wahl rausfliegen, das sie alles noch unter kontrolle haben
auch der punkt das sie die gesetze für ihre zwecke zurecht biegen wollen, ist mehr als bedenklich und erschreckend, wie macht besessen muß man sein.
wenn das eintritt, dann werden sie alles zunichte machen, was die nachfolger versuchen zu korregieren.
einen vorwurf kann man denen allen machen, leider aber nicht einklagen, das sie nicht für das volk regieren, sondern für sich.
Mich würde immer noch mehr interessieren, wie es kommen konnte, das trotz alle diesen schlechten Taten der vergangenen Jahre, die Leute trotzdem gewählt worden sind.
Ich mein manche scheinen ja wirklich dumm zu sein, aber selbst der dumme kann unterscheiden, was ihm gut tut und was nicht.
Und da wundern sich die leute, und beschuldigen die amis wie dumm die doch sind, wenn bush gewählt wird.
Der dumme kann nicht unterscheiden was ihm gut oder schlecht tut wenn er die zusammenhänge nicht sieht.
"Euch gehts so schlecht weil wir nun sparen müssen weil die bösen bösen sozis das ganze geld v erprasst haben" (dann schnell mal abfangjäger kaufen ... lalala)
i könnt mich den ganzen tag nur aufregen. Und wenn man dann einmal was sagt, ist man gleich ein links-linker gutmensch etc (lieber das als ein rechts rechtes böstier)
mfg ich
Natuerlich bin ich nicht einverstanden damit, dass die Bundes-OEH abeschafft wird, anderseits finde ich die niedrige Wahlbeteiligung bei der OEH-Wahl auch skandaloes. Es hat den Anschein, als waeren auch wir Stundenten zu bloed fuer Demokratie.
Natuerlich bin ich nicht einverstanden damit, dass die Bundes-OEH abeschafft wird, anderseits finde ich die niedrige Wahlbeteiligung bei der OEH-Wahl auch skandaloes. Es hat den Anschein, als waeren auch wir Stundenten zu bloed fuer Demokratie.
Stimmt. Die Studenten hatten lange genug die Möglichkeit zur Selbstbestimmung und haben sie nicht ernst genommen. Nun, da Ihnen dieses Recht genommen werden soll, gehen sie auf die Barrikaden.
Aber nichtsdestotrotz: Eine Frechheit, was da passiert.
Wenn ich mir anschau wieviele von den "Progress"-Zeitschriften bei uns im Studentenheim ungelesen in den papierkorb bei den Postfächern wandern...
Mir kommt langsam vor wir rutschen in eine weitere Biedermeierepoche. Jeder nur für sich.
argh (wie schon gesagt ... den ganzen tag nur aufregen)
(und ich hab mich gewundert wie wenige informatiker softwarepatente intressieren, nur wie wenig studenten sich für die ÖH intressieren ist ... ohne worte)
ja die wahlbeteiligung ist/war natürlich ein witz. w
Nun, da Ihnen dieses Recht genommen werden soll, gehen sie auf die Barrikaden.
nein. sie werden nicht einmal jetzt auf die barikaden gehen. sollte es wirklich proteste geben dann nehmen an denen garantiert nur ein bruchteil der studenten und vermutlich auch nur ein teil der aktiven wähler teil. dem rest ist es wurscht. oder er hat schon resigniert da diese regierung eh durch nix zu beeindrucken ist und über alles drüberfährt.
in der zib3 damals hat ein student (wirtschaftsinformatiker das soll jetzt aber keine resentiments schürren) im strasseninterview gemeint (sinngemäss) "er hat eh keine zeit für öh und unipolitik. er muss soviel lernen und überhaupt heisst die devise schnell fertig werden und nur nicht aufhalten lassen."
neobidermeier wie es jgoblin angesprochen hat trifft das wohl ganz gut.
und zum thema die sozis sind schuld weil die haben das geld verprasst: das ist diese dreistigkeit die ich meine. jahrelang als juniorpartner in der koalition sein, sie haben damals ALLEM im ministerrat zugestimmt, kann gar net anders sein sonst wird es nicht beschlossen. und dann auf einmal so tun als wäre man nie dabeigewesen. aber sowas von konsequent das man schon an realitätsflucht glauben möchte.
Wenn ich mir anschau wieviele von den "Progress"-Zeitschriften bei uns im Studentenheim ungelesen in den papierkorb bei den Postfächern wandern...
Die landet auch bei mir im Papierkorb. Spätestens nach einem Absatz "geschlechtsneutraler" Sprache, nach ein paar "StudentInnen", "mann" und "frau" ist mir speibübel und ich kann nicht mehr weiterlesen. Wird vieleicht dem Inhalt nicht gerecht, aber ich vertrage die Präsentation nicht.
also ich kann da JGoblin nur überall zustimmen,
man könnte sich den ganzen tag nur aufregen ...
Also ich find die Progress nicht so schlecht, sicher es gibt ein paar Makel aber vom Inhalt her gibts nix dagegen zu sagen!
Also ich find die Progress nicht so schlecht, sicher es gibt ein paar Makel aber vom Inhalt her gibts nix dagegen zu sagen!
Besonders wenn man noch den abgrundtiefschlechten Vorgänger kennt...
Für meinen Geschmack sind aber leider in jeder Progress-Ausgabe einige Artikel mit zu viel linkem "Kampfvokabular".
Also ich find die Progress nicht so schlecht, sicher es gibt ein paar Makel aber vom Inhalt her gibts nix dagegen zu sagen!
Im Vergleich zur "unique" oder anderen parteipolitischen Studentenzeitschriften ist die Progress eine Erleuchtung. Noch lieber hab ich allerdings die htu-info, auch wenn die nicht so umfangreich ist. Gut zu wissen, dass auf der TU großteils die Vernunft herrscht und nicht Uni-Wien-Protestextremismus.
@birger: Du setzt plangerechten Fortschritt im Studium mit einem oberflächlichen Studium gleich. Als ob nur jene, die länger studieren, auch intensiv studieren. Tolle Entschuldigung für alle, die länger brauchen.
ich setze ueberhaupt nichts gleich. das "plangerechte" studieren, wie du es nennst, halte ich fuer einen missbrauch von ressoucen, und ich verachte es.
im gegensatz dazu steht das studieren, wo kritisches denken gefoerdert wird, und ein gesellschaftspolitischer anspruch besteht. das (wie ich schon ausgefuehrt habe) ist imo der sinn eines studiums.
und ich habe nie behauptet, dass alle menschen, die laenger studieren, auch so studieren wie ich es beschrieben habe. von so einer verallgemeinerung ist meine aussage weit entfernt.
was das intensiv studieren betrifft, haben wir wohl oder ueber vollkommen verschiedene auffassunge, was das denn ist.
es erinnert ein wenig an das dritte reich, aber in leichter abwandlung
das ist ein sehr gefaehrlicher vergleich, weil es hierbei schnell moeglich ist, dir die relativierung des 3.reiches zu unterstellen. aber ich denke ich weiss was du meinst.
das problem, welches ich hierbei sehe, ist, dass es einen grossen technologischen fortschritt gegeben hat (rfid, kameras, netz, ...), und viele dinge, die zu dieser von dir beschriebenen gesellschaft fuehren schon durchgesetzt sind, nur faellt es niemandem auf- bzw ist die gesellschaft daran gewoeht (kameraueberwachung an oeffentlichen plaetzen, rfid chips fuer fluechtlinge, rasterfahnung, uvm).
bei der konferenz der informatik fachschften in dt. letztes semester gab es eine vom ccc initiierte diskussion ueber ueberwachung, wo jemand etwas sehr bezeichnendes gesagt hat: die dinge, gegen die vor 20 jahren gekaempft wurden, die als 1984 bezeichnet wurden, sind heute gang und gebe und von der gesellschaft akzeptiert.
was mich persoenlich stoert, ist dass es nicht an dieser regierung liegt. das ist eine entwicklung, dier der opposition sehr gelegen kommt, denn so muessen sie sich nicht die haende schmutzig machen, und ich bin mir sicher, dass sich nichts aendern wird, falls die wieder an die macht kommen. die studiengebuehren werden trotzdem bleiben, die privatisierung wird trotzdem weitergehen und die sozialleistungen werden trotzdem weiter gekuerzt.
soviel unterschied ist zwischen den regierungsparteien nicht, wie sie versuchen uns einzureden.
(ich weiss echt nicht was ich denken soll, wenn die gruenen fuer die abschaffung der neutralitaet eintreten, ein spoe buergermeister gegen asylbewerberInnen hetzt u.s.w.)
Nun, da Ihnen dieses Recht genommen werden soll, gehen sie auf die Barrikaden.
schoen waers. es gibt tatsaechlich einige studis, die aktionen planen, wo auch dann und wann barrikaden eine rollen spielen (blokade der senatssitzung auf der univie z.b.) aber dass sind leider nur wenige. und nichtmal die oeh, die die mittel haette, nimmt natuerlich weit abstand von solchen atkionen.
(oke, ich gebs zu, eigentlich ist das die ausnahme, auf der tu zb. sagt die uv, abgesehen von einigen referaten und einzelnen fsen, ja und amen zu allem was von der regierung kommt und die studis passen sich an.)
zum progress: fuer meine anspruech weit zu buergerlich, aber was will mensch sich vo so einer oeh auch besseres erwarten. ich les mir das zeux manchmal durch, weil doch einige interessante artikel drin sind
zu viel linkem "Kampfvokabular".
was ist schlecht daran?
wenigsten etwas kaempferisches an unserer oeh.
Gut zu wissen, dass auf der TU großteils die Vernunft herrscht und nicht Uni-Wien-Protestextremismus.
wir koennens aber auch tu: "guschen und ja sagen" nennen und fuer die univie koennen wir "kritisch denken und agieren" nehmen. aber, dass kritisches denken als 'extremismus bezeichnet wird, hat die krone den oesterrecherInnen schon gut eingeblaeut.
wie soll mensch ohne protest was veraendern? mit wahlen etwa?
ich setze ueberhaupt nichts gleich. das "plangerechte" studieren, wie du es nennst, halte ich fuer einen missbrauch von ressoucen, und ich verachte es.
im gegensatz dazu steht das studieren, wo kritisches denken gefoerdert wird, und ein gesellschaftspolitischer anspruch besteht. das (wie ich schon ausgefuehrt habe) ist imo der sinn eines studiums.
Wer also länger als vorgeschlagen studiert, studiert richtig, ist ein kritischer Denke mit Interesse für Gesellschaft und Politik. Und wer das Studium doch in der Mindeststudienzeit hinter sich bringt, kann nicht ganz gesund im Kopf sein ..
Und aus deinen Postings folgere ich, dass du dich natürlich zu dieser intellektuellen Elite der Länger-Studierenden zählst. Aber irgendwie liest sich dein Posting dann auch wie eine laut ausgesprochene Rechtfertigung an dich selbst, eine Erklärung, wie's halt mal länger dauert ("Hab grad kurz kritisch denken müssen, und da war das Semester schon vorbei.".
Inwiefern Studenten, die ihr Studium nach Vorschlag abschließen, Ressourcen verschwenden musst du bitte noch erklären.
Solange man studiert soll man nutzen, was man bekommt, es aber auch nicht mehr beanspruchen als nötig. Wiederhole ich eine Lehrveranstaltung mit begrenzten Studienplätzen, nehme ich einem anderen Studenten die Möglichkeit, sie zu besuchen - und das nur aufgrund meiner eigenen Faulheit.
und ich habe nie behauptet, dass alle menschen, die laenger studieren, auch so studieren wie ich es beschrieben habe. von so einer verallgemeinerung ist meine aussage weit entfernt.
Dann klär mich doch bitte auf, ich würd's gern verstehen.
was das intensiv studieren betrifft, haben wir wohl oder ueber vollkommen verschiedene auffassunge, was das denn ist.
Ja. Ich glaube die Meinung geht schon auseinander beim Verständnis der Worte "intensiv studieren".
wir koennens aber auch tu: "guschen und ja sagen" nennen und fuer die univie koennen wir "kritisch denken und agieren" nehmen.Richtig, das entspricht wohl eher der Wirklichkeit.
was mich persoenlich stoert, ist dass es nicht an dieser regierung liegt. das ist eine entwicklung, dier der opposition sehr gelegen kommt, denn so muessen sie sich nicht die haende schmutzig machen, und ich bin mir sicher, dass sich nichts aendern wird, falls die wieder an die macht kommen. die studiengebuehren werden trotzdem bleiben, die privatisierung wird trotzdem weitergehen und die sozialleistungen werden trotzdem weiter gekuerzt.
soviel unterschied ist zwischen den regierungsparteien nicht, wie sie versuchen uns einzureden.
(ich weiss echt nicht was ich denken soll, wenn die gruenen fuer die abschaffung der neutralitaet eintreten, ein spoe buergermeister gegen asylbewerberInnen hetzt u.s.w.)
Habe mich auch über diese Dinge gewundert. Aber in einer Welt, wo einem eingeredet wird, das an allen Ecken und Enden gespart werden muss, ist es nur logisch zusammen zu legen, zu zentralisieren und Entscheidungswege zu verkürzen. Ich denke nicht, dass sich dies ändern wird. Der politische Kurs ist vom wirtschaftlichen System dominiert. Wirtschaft und Politik müssten überdacht werden, aber dazu bedarf es mehr als einiger Idealisten in der Politik - es braucht eine Krise, einen Krieg.
was ist schlecht daran?
wenigsten etwas kaempferisches an unserer oeh.
Gefühle und Parolen stehen im Vordergrund. Ich vermisse da manchmal die Sachlichkeit.
Wer also länger als vorgeschlagen studiert, studiert richtig, ist ein kritischer Denke mit Interesse für Gesellschaft und Politik. Und wer das Studium doch in der Mindeststudienzeit hinter sich bringt, kann nicht ganz gesund im Kopf sein ..
schon wieder wird mir diesselbe verallgemeinerung untergejubelt.
ich habe nur einen vergleich aufgestellt, was meiner ansicht nach der sinn eines studiums ist und was nicht. in mindeststudienzeit studieren und sich penibelst an den stupla halten faellt nicht darunter. dh. nicht dass alle menschen die laenger studieren l33t sind und alle die in mindeststudienzeit studieren trolle. es gibt sicherlich auch menschen, die lange studieren und dabei nichts lernen. und es gibt vielleicht auch menschen, die in der mindesstudienzeit fertig werden und sich gesellschaftskritisch, gesellschaftspolitisch, forschungsmaessig mit den themens auseinandersetzen, was ich aber eher bezweifle, weil das waere echt stressig und teuer (die studiengebuehren haben ja nicht nur den sinn des geld machens).
was die buergerliche definition von gesundheit betrifft will ich mich jetzt nicht aussern.
Und aus deinen Postings folgere ich, dass du dich natürlich zu dieser intellektuellen Elite der Länger-Studierenden zählst.
ich zaehle zu den laenger studierenden, wuerde mich aber nicht als intellektuelle elite bezeichnen (vorallem weil ich das wort elite als beleidigung ansehe).
das ist sowohl in gesellschaftspolitischer arbeit, unipolitischer arbeit, kritischem auseinandersetzen mit den thematiken die auf der uni verbreitet werden begruendet, als auch in faulheit. auch wenn der dt. bundeskanzler meinte, dass es in unserer gesellschaft kein recht auf faulheit gaebe, gehe ich eher mit Paul Lafargue konform ("Alles individuelle und soziale Elend entstammt einer Leidenschaft für die Arbeit. O Faulheit, erbarme du dich des unendlichen Elends! O Faulheit, Mutter der Künste und der edlen Tugenden, sei du der Balsam für die Schmerzen der Menschheit!")
Inwiefern Studenten, die ihr Studium nach Vorschlag abschließen, Ressourcen verschwenden musst du bitte noch erklären.
gut, das war vielleicht etwas herb ausgedrueckt. ich halte es einfach fuer die falsche herangehensweise an das studium. da waere eine fh besser geeignet.
Wiederhole ich eine Lehrveranstaltung mit begrenzten Studienplätzen, nehme ich einem anderen Studenten die Möglichkeit, sie zu besuchen - und das nur aufgrund meiner eigenen Faulheit.
nicht nur aufgrund der eigenen faulheit. ich glaube das haben wir schon genug ausgefuehrt, dass die eigenen faulheit nicht der einzige grund sein muss. und wenn es tatsaechlich irgendwo zuwenig studienplaetze geben sollte, dann sind nicht die studierenden schuld, sondern die leute, die die bildung kuerzen und die verdummung der gesellschaft vorantreiben.
Dann klär mich doch bitte auf, ich würd's gern verstehen.
siehe oben. es sollte mehr differenziert werden.
aber irgendwie hab ich einerseits das gefuehl, dass wir uns von der eigentlichen thematik entfernen, als auch das ich hier gerade mit buergerlichen einstellungen kaempfen muss (leistungsgesellschaft, kein recht auf faulheit, arbeitszwang, wer nicht arbeitet und nichts leistet ist ein schlechterer mensch und so....)
das "plangerechte" studieren, wie du es nennst, halte ich fuer einen missbrauch von ressoucen, und ich verachte es.Die Aussage ist direkt beleidigend für viele unserer Kollegen.
rfid chips fuer fluechtlingewtf?
schon wieder wird mir diesselbe verallgemeinerung untergejubelt.
Ich kann nur interpretieren, was du schreibst. Deine Aussagen sind knapp und mindestens ebenso verallgemeinert.
und es gibt vielleicht auch menschen, die in der mindesstudienzeit fertig werden und sich gesellschaftskritisch, gesellschaftspolitisch, forschungsmaessig mit den themens auseinandersetzen, was ich aber eher bezweifle, weil das waere echt stressig und teuer (die studiengebuehren haben ja nicht nur den sinn des geld machens).
Ich denke das Problem ist, dass du ein längeres Studium mit kritischem Denken gleichsetzt. Was hat mein Studium der Informatik mit meinem Interesse für Politik zu tun? Und was ist bitte mit jenen Menschen, die nicht Studieren, die nicht maturiert haben? Sind sie unfähig zu kritischem denken? Wenn ich dich lese, bekomme ich den Eindruck ein verlängertes Studium garantiere die Bildung eines kritischen Verstandes - und sei auch der einzige Weg dazu.
Du magst vielleicht eben diese Kritikfähigkeit besitzten, durch deinen anderweitigen Einsatz im Studium länger gebraucht haben, nun die Sache aber umzudrehen und zu behaupten, ein verlängertes Studium führe dazu, halte ich für falsch.
was die buergerliche definition von gesundheit betrifft will ich mich jetzt nicht aussern.Ich denke meine Aussage war schon verständlich, es ist wohl kaum nötig für deren Verständnis Begriffe zu definieren (dazu noch "bürgerliche" .. welche Kategorien hast denn noch?).
ich zaehle zu den laenger studierenden, wuerde mich aber nicht als intellektuelle elite bezeichnen (vorallem weil ich das wort elite als beleidigung ansehe).Naja, Haarspalterei. Ersetzte Elite bitte einfach durch etwas, das für dich unverfänglicher ist.
das ist sowohl in gesellschaftspolitischer arbeit, unipolitischer arbeit, kritischem auseinandersetzen mit den thematiken die auf der uni verbreitet werden begruendet, als auch in faulheit. auch wenn der dt. bundeskanzler meinte, dass es in unserer gesellschaft kein recht auf faulheit gaebe, gehe ich eher mit Paul Lafargue konform ("Alles individuelle und soziale Elend entstammt einer Leidenschaft für die Arbeit. O Faulheit, erbarme du dich des unendlichen Elends! O Faulheit, Mutter der Künste und der edlen Tugenden, sei du der Balsam für die Schmerzen der Menschheit!")
Was du bei deiner Aussage über die Faulheit vergisst: Wir leben in einer Gesellschaft, und nicht jeder für sich alleine. Jede Beihilfe, jede öffentliche Leistung wird aus Steuergeldern gezahlt, die vom Volk aufgebracht werden müssen. Faulheit wird uns in Maßen gewährt, wer dies aber ausnützt, lebt auf Kosten anderer. Du magst damit vielleicht kein Problem haben, und einzelne können von der Gesellschaft auch mitgetragen werden. Zum Glück ist diese Faulheit aber kein Prinzip der Gesellschaft, sonst wär sie nicht von langer Dauer ..
gut, das war vielleicht etwas herb ausgedrueckt. ich halte es einfach fuer die falsche herangehensweise an das studium. da waere eine fh besser geeignet.
Manche Studenten verwechseln die Universität mit der Schule, möchten Noten, aber nichts lernen. Wieder Frage ich mich, was an einem zeitgemäßen Studium schlecht ist. Ich sehe keine Parallelen zwischen längerem Studium und einem kritischen Verstand. Wäre nett, wenn du erklären könntest wie für dich diese zwei zusammen hängen ..
nicht nur aufgrund der eigenen faulheit. ich glaube das haben wir schon genug ausgefuehrt, dass die eigenen faulheit nicht der einzige grund sein muss. und wenn es tatsaechlich irgendwo zuwenig studienplaetze geben sollte, dann sind nicht die studierenden schuld, sondern die leute, die die bildung kuerzen und die verdummung der gesellschaft vorantreiben.
Eh klar. Schuld sind immer die anderen ;). Na aber letzendlich muss allles finanziert werden .. eh schon wissen. Ich halte es auch nicht besonders klug besonder bei Bildung, Forschung & Entwicklung zu sparen. Trotzdem hat noch die Möglichkeit unter zumutbaren Bedingungen zu studieren.
aber irgendwie hab ich einerseits das gefuehl, dass wir uns von der eigentlichen thematik entfernen,
Tun wir, interessant ist's trotzdem.
als auch das ich hier gerade mit buergerlichen einstellungen kaempfen muss (leistungsgesellschaft, kein recht auf faulheit, arbeitszwang, wer nicht arbeitet und nichts leistet ist ein schlechterer mensch und so....)
Gerade weil viele diesen "bürgerlichen Einstellungen" folgen ist es andere möglich faul zu sein. Ich hätte noch von keinem Gesellschaftssystem gehört, das auf Faulheit basiert, kann's mir auch nicht vorstellen ;). Faulheit schön und gut, wer will, soll's sein, dabei aber auch bedenken, dass er auf Kosten anderer lebt und nicht alles bekommen kann, was er fordert.
Lord Binary
26-11-2004, 00:04
Wirtschaft und Politik müssten überdacht werden, aber dazu bedarf es mehr als einiger Idealisten in der Politik - es braucht eine Krise, einen Krieg.
Aha.......
Aha.......
Mach dir ein Bild über die Lage von Politik und Gesellschaft, und vielleicht verstehst es dann ;).
Übrigens: Krise OR Krieg. "Revolution" wie das früher immer hieß, "Bürgerkrieg", nenn's wie du willst.
Auf jeden Fall sieht man eine Tendenz (Zentralisierung, Entmündigung, ..) und nur einen schwachen Gegenstrom. Wer meint, dass die Politik von selbst einen anderen Kurs einschlägt lebt für meiner Ansicht nach im Traumland. Egal wen man wählt, der Kurs bleibt der selbe.
florianb
27-11-2004, 14:13
http://www.oeh-direkt.at/
Wings-of-Glory
27-11-2004, 15:22
Hab mal den Mundtot - Banner im Forumkopf eingebettetet.
Wings-of-Glory
27-11-2004, 15:40
Frage an d. FSINF... liegt bei euch irgendwo eine Unterschriftenliste auf?
Mir persönlich wäre sowas lieber, als an Gehrer und Co. eine Email zu schreiben.. wahrscheinlich hat sie eh permanent ihren Finger auf der DEL - Taste.. :-p
oder glaubt ihr, bringt das doch was, wenn man denen mailt?....
Detail am Rande... Wieso sind auf der ÖH-Direkt Seite eigentlich fast nur (aktiv und passiv) Frauen zu finden? Ist ÖH-Direkt rein frauenbestimmt?
Home:
Frau Dr. Brinek, Frau Achleitner,
Agnes Berlakovich, Andrea Mautz, Anita Weinberger
Statements:
Agnes Berlakovich, Anita Weinberger, Andrea Mautz, Armin Thurnher, Elfriede Jelinek
Die Sektion "UnterstützerInnen" sehe ich mehr als Guestbook, der Banner unterstützt meine Beobachtung...
Also das is ja wieder typisch.
Ist mal AUSNAHMSWEISE kein männliches Wesen vertreten, kommen sofort
die Fragen: warum sind denn da nur Frauen?
In 99% der Fälle ist es umgekehrt, da schreit dann keinR!
Also das is ja wieder typisch.Ja net anscheißen bitte, is nun mal ungewöhnlich und die Frage daher berechtigt.
Also das is ja wieder typisch.
Ist mal AUSNAHMSWEISE kein männliches Wesen vertreten, kommen sofort
die Fragen: warum sind denn da nur Frauen?
In 99% der Fälle ist es umgekehrt, da schreit dann keinR!
Armin Turnher nicht männlich. Da wird er sich freuen :-)
Davon abgesehen möchte ich an dieser Stelle gerne alle Frauen zur Diskussion einladen. "compnet" ist imho eher sächlich (das Netzwerk), dann widerum kann ich mich auch täuschen.
Ich möchte schlichtweg hervorstreichen, dass es männlichen Kollegen möglicherweise weniger ums Reden geht ("mundtot"). Vielleicht irre ich mich auch. Mir persönlich ist die Kampagne ("mundtot") herzlich wurscht.
Für mich haben sich viele Menschen das "Recht" zu reden sowieso schon verspielt. Wer sich nicht im kleinen unterhält sondern nur lästert, wenn irgendwas nicht passt, macht ja von seinem "nichtmundtotsein" sowieso keinen Gebrauch.
Und -- um mich jetzt noch weiter ins Abseits zu befördern -- die weiblichen Wesen können im Normalfall ja gut Reden. Möglicherweise fällt da das mundtotsein auch ins Gewicht, schmerzt vielleicht auch.
hab nur kurz zeit, deswegen nur eine antwort auf das was mich am meisten stoert:
Ich möchte schlichtweg hervorstreichen, dass es männlichen Kollegen möglicherweise weniger ums Reden geht ("mundtot"). Vielleicht irre ich mich auch. Mir persönlich ist die Kampagne ("mundtot") herzlich wurscht.
ich glaube du irrst dich gewaltig. du verbreitest nur sexistische vorurteile, ueber von der gesellschaft konstruierte frauenbegriffe.
Für mich haben sich viele Menschen das "Recht" zu reden sowieso schon verspielt.
du solltest mal dein recht zu denken in anspruch nehmen.
Und -- um mich jetzt noch weiter ins Abseits zu befördern -- die weiblichen Wesen können im Normalfall ja gut Reden.
noch eine annahme ueber einen von der gesellschaft konstruierten gesellschaftsbegriff. sexismus pur. wie waers mit ein paar fakten?:
"Alle fünf Minuten wird eine Frau vergewaltigt. Alle sieben Sekunden wird eine Frau von ihrem Mann geschlagen. Jede fünfte Frau ist mindestens einmal in ihrem Leben vergewaltigt worden. Jedes vierte Mädchen ist in der Kindheit von sexueller Gewalt bedroht. Jeder achte Mann übt Gewalt gegen eine Frau aus. 67 Prozent der weiblichen Mordopfer werden von ihren Männern umgebracht."
ich glaub nicht, dass die menschen da noch viel zum reden kommen.
in den phearums regeln steht zwar nicht explizit, dass sexismus verboten ist, aber imho gehoert sexismus zu menschenverachtend dazu. vielleicht sollten die mods mal darueber gedanken machen.
in den phearums regeln steht zwar nicht explizit, dass sexismus verboten ist, aber imho gehoert sexismus zu menschenverachtend dazu. vielleicht sollten die mods mal darueber gedanken machen.
Beide Poster haben verallgemeinert. rck's Reaktion auf compnet's unsachliches Posting wundert mich daher nicht. Und auch wenn's sexistisch sein mag ist es besser darüber zu reden, als von den Moderatoren den Knebel einzufordern. Das würde heißen, dass das Forum sich nach deren Moralverständnis richten würden, und das halte ich nun doch bedenklich.
hab nur kurz zeit, deswegen nur eine antwort auf das was mich am meisten stoert:
Gut. Probieren wir es anders.
Ich mag eher konservativ eingestellt sein -- mit Sexismus habe ich jedoch nichts am Hut. Probieren wir es geschlechtsneutral, an konkreten Beispielen.
"Einheitenberechner". Der Artikel, der auf meiner Homepage bisher am meisten angesehen wurde. Über 1800 hits. Kommentare 0. Schlußfolgerung: Menschen wollen nicht diskutieren? Oder ist der Artikel so "perfekt", dass es keinerlei weiterer Worte mehr Bedarf?
Analysieren wir die Kommentare (=imho eine durchaus valide Möglichkeit zu diskutieren) die tatsächlich stattfinden. Wo finden sie statt (jetzt über alle Artikel betrachtet, verallgemeinert)
1. wenn irgendwem was nicht passt (Notepad war vor Edit dran (http://www.kiesler.at/article35.html)). Eine Diskussion entwickelt sich daraus nicht.
Manchmal wäre ich froh, wenn zumindest das passiert. Im EPROG Forum habe ich schon ein paar mal Threads der Form "Naja, ich kenn Deine Lösung eh. Aber der Tutor hat mir davon abgeraten" gelesen. Wieso kann man das nicht im Kommentarbereich ausdiskutieren? Gibt es so wenige Studenten, die dieses Wissen brauchen könnten?
2. Anerkennung (Hammingdistanz (http://www.kiesler.at/article69.html)). Selten aber doch. Auch in dieser Klasse haben sich nur zwei halbwegs interessante Diskussionen ergeben (Content for Article Manager (http://www.kiesler.at/article134.html), Understanding the Display Engine (http://www.kiesler.at/article130.html)), die jedoch eher ein "Nachgefragt" waren. Ist ok.
Schade finde ich halt, dass das Wissen dann doch anders umgesetzt wird -- ohne darüber zu diskutieren. Ich bin Moderator im PHPWS Support Forum (http://phpwsforums.com/index.php), Hinweise auf diese Artikel als Antwort auf konkrete Probleme bleiben im Normalfall ohne Echo.
Besonders Schade finde ich, dass man oft erst provozieren muß (siehe zweites Posting von mir hier) um überhaupt Reaktionen zu bekommen. Das habe ich auch schon in Zwigesprächen herausgefunden ("Wieso schreibt keiner Kommentare?", "Weil die Themen nicht schockend genug sind").
Beispiele:
Alternative Plakate zur EU-Wahl (http://www.kiesler.at/article47.html) (694 hits, 0 Kommentare) Auf mein Reply zu "Bist Du wirklich dafür, dass die Türkei in die EU kommt" habe ich geantwortet "Bitte lass uns das im Kommentarbereich vom Artikel besprechen". Passiert ist nix.
Tutoren verlieren SV (http://www.kiesler.at/article26.html). "Wo isn der Link" - "A hab ihn schon" (121 hits).
These: Menschen macht es nix aus, mundtot zu sein (ich bin gerne Zielscheibe). Ist nämlich sehr bequem. Fernsehersyndrom. Aufdrehen, berieseln lassen. Meinung für sich behalten. Fertig.
Seht euch die Fachschaftsdiskussionen an. "Die Fachschaft ist so schlecht" lese ich da immer wieder. Was im Hintergrund passiert, weis niemand. Nur, wenn irgendwas schief läuft, das wird sofort bemerkt.
Seht euch die Demonstrationen um 1996 herum an. Ich bin mitgegangen. Bilanz: Ein Semester verlohren, nix gewonnen. Juhu. Naja, nicht ganz. Ein Zitat von Prof. Baron gehört, welches ich nie vergessen werde:
"Hier haben wir A, B, C und so weiter. Das hier sind Variablen. Mit denen können Sie rechnen.
Anders als mit Politikern. Mit denen können Sie nicht rechnen."
Ach ja, um noch die Sache mit den "Frauen ist das reden wichtiger" ein bisserl aufzuklären. Die einzige, die sich in meinem Forum nicht in das angedeutete Schema pressen lässt (ist in Wirklichkeit natürlich komplexer, wäre dann aber eine eigene Wissenschaftliche Arbeit) ist Sharon. Sie gibt überall (http://www.kiesler.at/article95.html) ihren (http://www.kiesler.at/article107.html) Senf (http://www.kiesler.at/article117.html) dazu und zeichnet sich nicht zuletzt dadurch positiv aus. Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass Frauen reden wichtiger ist als Männern.
noch eine annahme ueber einen von der gesellschaft konstruierten gesellschaftsbegriff. sexismus pur. wie waers mit ein paar fakten?:
"Alle fünf Minuten wird eine Frau vergewaltigt. Alle sieben Sekunden wird eine Frau von ihrem Mann geschlagen. Jede fünfte Frau ist mindestens einmal in ihrem Leben vergewaltigt worden. Jedes vierte Mädchen ist in der Kindheit von sexueller Gewalt bedroht. Jeder achte Mann übt Gewalt gegen eine Frau aus. 67 Prozent der weiblichen Mordopfer werden von ihren Männern umgebracht."
ich glaub nicht, dass die menschen da noch viel zum reden kommen.
in den phearums regeln steht zwar nicht explizit, dass sexismus verboten ist, aber imho gehoert sexismus zu menschenverachtend dazu. vielleicht sollten die mods mal darueber gedanken machen.
Jetzt bist Du dran mit Fakten. Kann mich nicht erinnern, das irgendwo "schöngeredet" zu haben. Wieso willst Du mich dann zensieren? Fan des "Polizeistaats"? Ich nicht.
...
Ohne dir zu nahe treten zu wollen, halte ich es für reichlich fehl am Platz, technische oder unterhaltende Artikel als Beleg für die Diskussionsbereitschaft von Männern und Frauen bei politischen Fragen zu nehmen.
Ups, zu spät
schon angschissen ...
Ohne dir zu nahe treten zu wollen, halte ich es für reichlich fehl am Platz, technische oder unterhaltende Artikel als Beleg für die Diskussionsbereitschaft von Männern und Frauen bei politischen Fragen zu nehmen.
Auch gut. Wie wäre es mit Wahlbeteiligung ÖH-Wahl? Oder wieso werden Gespräche wie dieses nur geführt, wenn ein Priveleg "entzogen" wird?
Davon abgesehen sind sehr wohl auch zwei "politische" Themen angeführt, möglicherweise sind sie irgendwo im Informationssumpf untergegangen... :(
Was solls. Ich kann die Menschheit offenbar nicht ändern, nur provozieren. Und das ist nicht unbedingt das, was ich mir unter einem "erfüllten Leben" vorstelle. Bin schließlich kein Aktivist...
So wie ich das sehe, geht es hier ja auch nicht mehr um ein wirkliches (mitunter produktives) Diskutieren des eigentlichen Themas, denn viel mehr um eine persönliche Auseinandersetzung zwischen einigen Menschen. Gut, das mag ein spezielles Problem an Online-Foren sein, die man in einer realen Gruppendiskussion (zwar hat, aber) meist leichter zu unterbinden vermag. Der Umstand bleibt, dass die Menschen sich nach ein, zwei Wortmeldungen schon gegenseitig anstacheln und Unterstellungen zuschieben. Aus Angriff erfolgt Rechtfertigung und folglich neuer Angriff.
Auch wenn ich weiß dass es schwierig ist, sich aus diesen Mustern herauszuhalten, und noch schwieriger, sich daraus zu befreien sofern man erst einmal in ein solches verfallen ist, so fände ich es doch gut, dass man versucht eben solche Dinge hier zu unterlassen. Das würde den Thread vermutlich um einiges kürzen und die Kernthemen herausstreichen. Und wenn es von selbst nicht geht, könnten doch andere Menschen darauf hinweisen (oft folgt die Einsicht ganz schnell, sobald man es erst einmal gesehen hat).
Da ich nun aber nicht als der sich ach so schlau glaubende Betrachter von Außen dastehen will, erwähne ich, dass es mir ja nur zu oft so geht, dass ich mich immer zu rechtfertigen versuche, wenn mir was unterstellt wird, und oft auch gern eine Rechtfertigung erneut angreife. Doch man kann ja versuchen sich darum zu bemühen, nicht immer auf persönlichen Differenzen herumzuhacken, und dann nur mehr das zu sagen, was übrig bleibt (was meist nicht viel, jedoch viel Wert ist).
Um zum Thema auch noch etwas zu sagen:
Ich kann die Motivation des neuen Wahlsystems ja verstehen (nicht akzeptieren). Aber mir ähnelt das dann sehr dem amerikanischen Wahlsystem, und darüber regt sich ja ganz Europa (inklusive der VP-Kreise) auf.
Außerdem ist es mir nicht ersichtlich wie man sich über, meiner Meinung nach offensichtliche, demokratische Grunprinzipien hinwegsetzen und gleichzeitig behaupten kann, man wäre für ein demokratisches System.
Ich vermute, die Konservativen Kreise haben schon jeher eine sehr zwiespältige Einstellung zu geschichtlicher Präzision gehabt. Allenfalls vermute ich dort die Größen der Selbsttäuschung nach dem Prinzip: Alles ist gut, was nicht gut ist, ist nicht da! (Die nächste Reflexionsstufe "dass Nicht-Gutes nicht da ist, weil es bewusst weggeräumt wurde", wird zugunsten der Effizienz nicht mehr erklommen).
stonemaster
28-11-2004, 19:21
Um zum Thema auch noch etwas zu sagen:
Ich kann die Motivation des neuen Wahlsystems ja verstehen (nicht akzeptieren). Aber mir ähnelt das dann sehr dem amerikanischen Wahlsystem, und darüber regt sich ja ganz Europa (inklusive der VP-Kreise) auf.
Außerdem ist es mir nicht ersichtlich wie man sich über, meiner Meinung nach offensichtliche, demokratische Grunprinzipien hinwegsetzen und gleichzeitig behaupten kann, man wäre für ein demokratisches System.
Ich vermute, die Konservativen Kreise haben schon jeher eine sehr zwiespältige Einstellung zu geschichtlicher Präzision gehabt. Allenfalls vermute ich dort die Größen der Selbsttäuschung nach dem Prinzip: Alles ist gut, was nicht gut ist, ist nicht da! (Die nächste Reflexionsstufe "dass Nicht-Gutes nicht da ist, weil es bewusst weggeräumt wurde", wird zugunsten der Effizienz nicht mehr erklommen).
AMEN!!!
so ein schaß hab ich schon lang nicht gelesen. soll jetzt kein angriff gegen deine person sein, nur MEINE perönliche meinung. aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du selbst an den blödsinn glaubst, den du da verzapft hast.
Interresant ist auch:
"Die Studierenden der Privatuniversitäten haben kein Interesse an der Mitgliedschaft in der Österreichischen Hochschülerschaft. Daher sollen sie nicht mehr inkludiert sein." [1]
Wenn ich das nun richtig interpretiert habe bedeut das, dass die Studenten bzw. deren Vertreter an den Privatunis befragt wurden und ihr Wunsch hier berücksichtigt wurde. Nette Geste, zweifelsohne. Und wo wurden die anderen Studenten bzw. deren Vertreter an den nicht-privaten Universitäten (respektive die ÖH) befragt?
Meiner Meinung nach, ist unsere ganze Demokratie im Arsch. Nein, im Arsch wärs noch gut, da wärs vermutlich wohlig warm (zumindest warm), wohingegen mir das aktuelle politische Klima mehr als frostig erscheint.
[1] Antrag 465/A (XXII. GP) Hochschülerschaftsgesetz 1998 , http://www.parlament.gv.at/pls/portal/docs/page/PG/DE/XXII/A/A_00465/fname_029965.pdf
wie soll mensch ohne protest was veraendern? mit wahlen etwa?
erinnert mich irgendwie an einen berühmten ausspruch:
Nur Schufte und Idioten können sich einbilden, daß das Proletariat erst die Majorität haben muß durch Wahlen, die unter dem Bourgeoisie-Joch stattfinden, erst dann versuchen kann, die Macht an sich zu reißen
oder:
Die Demokratie ist nur ein Mittel für die Klassenherrschaft, und auch dann kann es ein Weg der Gewalt sein
die nächsten schlagworte zum 2ten ausspruch wären dann schattendorf und justizpalast...
bedenklich
um wieder ein bisschen zum thema zurückzukommen....
wer hat heute die gehrer liesl in der pressestunde gesehen.
motto: beide formen des wahlrechts sind demokratisch und man solls halt amal ausprobieren.
was mir dazu einfällt ist, dass von mir bevorzugte fraktionen auf der TU-Wien gar net antreten, ich also gar keine chance habe die fraktion die ich präferiere für die bundesebene zu wählen. (und die flö hat mit ihrer gegnerschaft zur urabstimmungmeien sympathie verloren.)
was mir beim neuen wahlrecht ausserdem unklar ist: ich bin dank medizin. info studium auf 2 universitäten mitbelegt (+stammuni TU), habe also nach alten gesetz das recht auf allen 3 universitäten fakultäts und universitätsvertretung zu wählen (wenn ich mich da jetzt net falsch erinenrne in meiner aktiven studentenzeit war erst einmal wahl). zählt meine stimme mit dem neuen gesetz wo ja die universitätsvertreter der lokalen uni dann in die bundesebene entsendet werden sollen 3fach? oder darf ich nur mehr auf der tu wählen?
Aber mir ähnelt das dann sehr dem amerikanischen Wahlsystem, und darüber regt sich ja ganz Europa (inklusive der VP-Kreise) auf.
hmm. das amerikanische system (welches einem präsidialsystem mit mehrheitswahlrecht ist im gegensatz zu z.B. österreich mit parlamentarischem system und verhältniswahlrecht) hat vor und nachteile. aber so naiv wie du das tust kann man das weder betrachten noch formulieren, zudem regt sich niemand der wirklich ahnung von der materie hat über das amerikanische wahlsystem auf. es ist genauso legitim oder illegitim wie jedes andere wahlrecht, es kommt halt drauf an welche faktoren man als wichtiger bewertet. will man klare mehrheitsverhältnisse oder eine möglichst genaue umlegung des wählerwunsches in mandate, ist eine strikte trennung von exekutive und legislative wichtig oder nicht so wichtig,....
ies dir irgendwo mal eine gegenüberstellung von verhältnis und mehrheitswahlrecht durch und ev. noch von präsidial und parlamentarischem system. z.B. bein Anton Pelinka "Grundzüge der Politikwissenschaft"
danach kann man immer noch für ein verhältniswahlrecht sein (so wie ich es durchaus bin) aber ohne ahnung nur auf vorurteilen basierend das amerikanische system zu kritisieren ist.....
und das ganze hat nix aber auch gar nix mit dem aktuell geplanten hochschülerwahlmodus zu tun. zumal dort ja (laut orf on: "...sondern von den Vertretungen der einzelnen Hochschulen gemäß der Fraktionsstärke gekürt werden") was wieder einem verhältniswahlrecht entsprechen würde. wäre halt indirket statt direkt.
michi204
29-11-2004, 02:10
zumal dort ja (laut orf on: "...sondern von den Vertretungen der einzelnen Hochschulen gemäß der Fraktionsstärke gekürt werden") was wieder einem verhältniswahlrecht entsprechen würde. ich würde orf on eher nicht zitieren, wenn es um fakten geht. es hat sich gezeigt, dass deren online-"redakteure" meistens nicht genau recherchieren und von den themengebieten keine ahnung haben.
lg michi
Aber mir ähnelt das dann sehr dem amerikanischen Wahlsystem, und darüber regt sich ja ganz Europa (inklusive der VP-Kreise) auf.
aber ohne ahnung nur auf vorurteilen basierend das amerikanische system zu kritisieren ist.....
und das ganze hat nix aber auch gar nix mit dem aktuell geplanten hochschülerwahlmodus zu tun.
Ich habe nicht auf Vorurteilen basierend das amerikanische System kritisiert, ich habe nur gesagt, dass sich die Menschen alle darüber aufregen (mir persönlich ist es im Prinzip egal - die Dinge können auf vielfältigste Weisen funktionieren - die Gründe sind eben verschieden, manchmal aber durchaus bedenklich). Mir ist auch klar dass man sich nicht so einfach über geschichtlich gewachsene Systeme einfach hinwegsetzen kann, aber genau das ist ja hier der Fall. Vielleicht formuliere ich zu ungenau, ja. Allerdings wollte ich damit nur sagen, dass es eine Art Wahlmännersystem ist, und das kann allemal dazu verwendet werden einen bei Direktwahl gültigen Ausgang stark zu verzerren/-ändern. Und da liegt das Problem, bei den Gründen. Man kann sich da ja auch die Begründung von Brinek, Achleitner und Co durchlesen
(http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,727581&_dad=portal&_schema=PORTAL). Aber das ist auch nur eine Sichtweise. Aus der, aus der sie kommt sicher zu begrüßen und zielführend. Dass dann am Ende auch noch gebeten wird unter Verzicht auf eine 1. Lesung das ganze gleich weiterzuschieben, finde ich nicht akzeptabel.
Btw.: Wäre es akzeptable wenn wir nur mehr unsere Landesregierungen wählen und diese dann weiterwählen? Selbst wenn sich dann das von mir gewünschte Ergebnis einstellen sollte, würde ich mir bevormundet vorkommen. Und auch in der ÖH möchte ich einfach gerne selber einen direkten Einfluss auf das Ergebnise der BV-Wahl haben.
Es geht beim neuen HSG nicht "nur" um Studenten- oder Universitätspolitik, sondern um die Grundlagen der Demokratie.
Ich befürchte diesbezüglich weniger amerikanische, sondern vielmehr russische Verhältnisse: Dort gibt es zwar mehrere Parteien, aber gegen die regierende Partei hat faktisch niemand eine Chance. Die ÖVP beschreitet spätestens seit 2002 den Weg, sich selbst als dominierende Partei einzuzementieren, indem allen anderen die Grundlagen entzogen werden.
Eine starke Opposition ist aber ein wichtiges Merkmal einer funktionierenden Demokratie; ebenso die Form der Gewaltenteilung, in der in verschiedenen Gremien verschiedene Mehrheitsverhältnisse herrschen. (Um dem Standardargument vorzubeugen: Während der SPÖ-Alleinregierung und den SPÖ-geführten Koalitionsregierungen hat es immer relevante Gremien mit ÖVP-Mehrheit gegeben, unter anderem die ÖH).
Die (Bundes-)ÖH ist eine wichtige Grundlage für alle politischen Parteien: Da braucht man nur schauen, wer vom Bundespräsidenten abwärts dort aller tätig war. Wenn nun das Wahlrecht so geändert wird, dass die AG immer die Mehrheit bekommt (und das ist der zentrale Inhalt des neuen HSG, alle anderen Argumente für die Gesetzesreform sind offensichtlich vorgeschoben), dann werden alle Parteien außer der ÖVP mittelfristig Nachwuchsprobleme bekommen.
Seit den NR-Wahlen 2002 sind wir auf diesem Weg, die Österreicher wollen mehrheitlich ein autoritäres System mit einer staatstragenden Einheitspartei, denn da braucht man weniger nachzudenken. Wenn sie dieses System in Zukunft nicht mehr wollen werden, dann wird man das System allerdings auf unblutigem Weg nicht mehr abschaffen können. Aber anscheinend kann sich darunter bei uns niemand mehr etwas vorstellen, denn die letzte Diktatur ist schon zu lange her.
"Standard"-Schlagzeile von heute, bezogen auf die Ukraine: "Wir zeigen nun, dass wir kein unterwürfiger Haufen sind". Über Österreich könnte man derzeit nichts dergleichen schreiben.
by. prlament. gv.at
(5) Die Festlegung der Zahl der von den Universitätsvertretungen und Akademievertretungen zu
wählenden Vertreterinnen und Vertreter sowie die Festlegung des Wahlverfahrens gemäß den Grundsätzen
des Verhältniswahlrechts ist durch Verordnung der Bundesministerin oder des Bundesministers
vorzunehmen.“
ja. vieleicht hab ich dich nur falsch verstanden. mir ging nur dieses ständige herumhacken auf dem amerikanischen wahlsystem schon auf die nerven.
auf jeden fall muss ich dir zugestehen zumindest den initiativantrag gelesen zu haben (ich hab nach der ersten seite aufgegeben ...2. § 1 Abs. 1 Z 2 und Z 9 entfallen; in § 1 Abs. 1 Z 8 wird der Beistrich durch einen Punkt ersetzt; § 1
Abs. 1 Z 1 und 3 lauten:..... werd aber versuchen die relevanten dinge zu lesen)
Btw.: Wäre es akzeptable wenn wir nur mehr unsere Landesregierungen wählen und diese dann weiterwählen?
auf dem modus wird der bundesrat bestellt. nur so zur erinnerung. die gehrer kommt nämlich immer mit dem argument auf die antwort das neue wahlrecht sei undemokratisch. die övp hat übrigens auch im bundesrat die mehrheit. zufall das sie bei dem system anleihe genommen haben?
Und auch in der ÖH möchte ich einfach gerne selber einen direkten Einfluss auf das Ergebnise der BV-Wahl haben.
ja. da geb ich dir natürlich volkommen recht. wie oben schon mal geschrieben treten von mir bevorzugte gruppierungen auf der TU gar nicht an. => dirket wahl ist immer das beste.
ja. vieleicht hab ich dich nur falsch verstanden. mir ging nur dieses ständige herumhacken auf dem amerikanischen wahlsystem schon auf die nerven.
Ja, das Ami-Flaming geht mir auch am Arsch, ganz generell. Nicht dass ich gut find' was dort passiert, aber das ist ja wieder einmal eine super Möglichkeit von unseren eigenen Problemen abzulenken. Wir sind im Grunde ja um nichts besser. Aber gut, die Diskussion ist hier wohl nicht mehr gefragt.
Bezüglich Bundesrat: Wird zwar indirekt gewählt, aber die eigentliche Vertretung findet im Nationalrat statt, wo die Gesetze beschlossen werden. Bundesrat ist so eine Art Kontrollinstanz, was ja gut ist. Aber ebenso ist die BV der ÖH die eigentliche Interessensvertretung. Von mir aus kann ja eine entsprechende Kontrollinstanz dazugeschalten werden, aber ich will meine Vertreter direkt wählen. Ich will mir ja nicht sagen lassen wer mich am besten vertritt. Ich lasse mir gerne Tipps geben, ja, aber entscheiden will ich. Scheinbar ist diese Meinung in Österreich aber nur mehr selten vertreten ... oder vielleicht auch gar nicht so selten, nur setzt sich keiner mehr richtig für seine Meinungen ein ... und jetzt gehe ich auch mal darüber denken ob ich mich überhaupt einsetze für das was ich denke.
Frage an d. FSINF... liegt bei euch irgendwo eine Unterschriftenliste auf?
Mir persönlich wäre sowas lieber, als an Gehrer und Co. eine Email zu schreiben.. wahrscheinlich hat sie eh permanent ihren Finger auf der DEL - Taste.. :-p
oder glaubt ihr, bringt das doch was, wenn man denen mailt?.... Nein wir haben keine Unterschriftenliste herumliegen. Ausserdem glaube ich nicht, dass diese Webpage direkt E-Mails versendet, ich denke die werden hier gesammelt.
was mir dazu einfällt ist, dass von mir bevorzugte fraktionen auf der TU-Wien gar net antreten, ich also gar keine chance habe die fraktion die ich präferiere für die bundesebene zu wählen.
Hmm, ich denke sie werden/wuerden auf jeden Fall versuchen zur Wahl anzutreten ... Dazu nachher mehr.
was mir beim neuen wahlrecht ausserdem unklar ist: ich bin dank medizin. info studium auf 2 universitäten mitbelegt (+stammuni TU), habe also nach alten gesetz das recht auf allen 3 universitäten fakultäts und universitätsvertretung zu wählen (wenn ich mich da jetzt net falsch erinenrne in meiner aktiven studentenzeit war erst einmal wahl). zählt meine stimme mit dem neuen gesetz wo ja die universitätsvertreter der lokalen uni dann in die bundesebene entsendet werden sollen 3fach? oder darf ich nur mehr auf der tu wählen?
Ich verstehe das auch so, als duerften man (indirekt) mehrmals das selbe Gremium waehlen. Vorallem mit dem neuen Absatz (4) nimmt das sehr skurrile Ausmasse an, wir haben ausgerechnet, dass man in Wien nur ca. 120 Leute braucht, die auf allen Unis mitbelegen um eine Mandat in der Bundesvertretung zu bekommen.
Hier fuer alle, dies noch nicht geschafft haben, den Initiativantrag zu lesen der diesbezuegliche Auszug aus dem Antrag.
Wahl von Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertreter in die Bundesvertretung
§ 35a. (1) Die Universitätsvertretungen und die Akademievertretungen haben Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertreter nach dem Grundsatz des Verhältniswahlrechts in die Bundesvertretung der Studierenden zu wählen. Bei der Wahl ist das d`Hondtsche Verfahren, aufgrund der gültig abgegebenen Stimmen für die Universitätsvertretung, anzuwenden.
(2) Für je 5000 Studierende pro Universität ist von der Universitätsvertretung je eine Studierendenvertreterin oder ein Studierendenvertreter in die Bundesvertretung zu entsenden. Verbleibt bei der Berechnung der zu entsendenden Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertreter ein Rest von mehr als 2500 Studierenden, so erhöht sich die Zahl der Studierendenvertreterinnen oder Studierenden vertreter um eins. Universitätsvertretungen von Universitäten und Akademievertretungen von Akademien mit mindestens 1000 Studierenden haben jedenfalls eine Studierendenvertreterin oder Studierendenvertreter zu entsenden.
(3) Alle Mitglieder von Universitätsvertretungen von Universitäten und Akademievertretungen von Akademien mit weniger als 1000 Studierenden bilden eine Entsendungsgemeinschaft. Diese Entsendungsgemeinschaft entsendet jene Anzahl von Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertreter in die Bundesvertretung, die den Bestimmungen des Abs. 2 entspricht. Die Entsendungsgemeinschaft ist auch dann entsendungsfähig, wenn einzelne Mitglieder an der Wahl nicht teilnehmen.
(4) Wahlwerbende Gruppen für die Wahl zur Universitätsvertretung und Akademievertretung können sich, auch universitäts- und akademieübergreifend, vor der Wahl zur Universitätsvertretung und Akademievertretung zu Listenverbänden für die Wahl zur Bundesvertretung zusammenschließen. Entsenden an einem Listenverband teilnehmende wahlwerbende Gruppen keine Studierendenvertreterin oder keinen Studierendenvertreter in die Bundesvertretung, so sind die bei der Wahl der Universitätsvertretung und Akademievertretung abgegebenen gültigen Stimmen aller dieser im jeweiligen Listenverband teilnehmenden wahlwerbenden Gruppen zu addieren. Werden mindestens 1000 Stimmen erreicht, wird von diesem Listenverband jedenfalls eine Studierendenvertreterin oder ein Studierendenvertreter in die Bundesvertretung zusätzlich entsandt.
(5) Die Festlegung der Zahl der von den Universitätsvertretungen und Akademievertretungen zu wählenden Vertreterinnen und Vertreter sowie die Festlegung des Wahlverfahrens gemäß den Grundsätzen des Verhältniswahlrechts ist durch Verordnung der Bundesministerin oder des Bundesministers vorzunehmen."
Wir haben auch ca. einen Abend gebraucht, um das Ergebnis fuer die letzte Wahl zu errechnen. Man kann dieses wohl inzwischen auf einigen Quellen nachlesen.
Skunk.
PS: Danke fuer den Banner im Informatik-Forum-Kopf :)
Wegen dem Schreiben von Mails etc.: Hat da schon wer Erfahrungen damit gemacht, bringt es was wenn viele Leute nicht einfach emails sondern Briefe schreiben? Mir kommt vor, Briefe müllen ab einem gewissen Grad mehr, vor allem weil man einen Brief zumindest noch öffnen muss, was man ja meistens auch tut. Bei mails ists einfach, DEL drücken, oder Spam-Filter etc. Klar kann ich einen realen Brief auch einfach in den Müll werfen. Aber normalerweise mache ich so einen meist auf. Außerdem muss ich ab einer größeren Menge zumindest öfter den Müllkorb leeren gehen, hehe.
Hat es da unter Umständen schon Aktionen gegeben?
http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=907,172943&_dad=portal&_schema=PORTAL
http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=907,183383&_dad=portal&_schema=PORTAL
(zumindest erstere könnte eventuell eine private Adresse angegeben haben)
soda. sieht mehr einem fleckerlteppich als einem post aehnlich, aber was solls. hab versucht mich kurzzuhalten.
wtf?
http://melbourne.indymedia.org/news/2004/09/79903.php
Ich denke das Problem ist, dass du ein längeres Studium mit kritischem Denken gleichsetzt.
[...]
Wieder Frage ich mich, was an einem zeitgemäßen Studium schlecht ist.
ich behaupte _nicht_, dass ein laengeres studium ein kritisches denken foerdert und politisches interesse weckt. ich behaupte schon, dass menschen, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen aspekten auseinandersetzen und / oder (gesellschaft, uni)politisches interesse ausleben, laenger brauchen werden
zum 2.: ich sehe denn sinn dahinter nicht. ich wiederhole nochmal: ein studium ist fuer mich etwas wissenschaftliches, das die menschen gerne machen, das die gesellschaftlichen aspekte, veraenderungen analysiert und zu verbessern sucht. ich habe z.b. vor mein leben lang zu studieren, weil es mir spass macht (was natuerlich durch die stgb. erschwert wird).
Zum Glück ist diese Faulheit aber kein Prinzip der Gesellschaft, sonst wär sie nicht von langer Dauer ..
tut mir leid wenn ich das sagen muss, aber ich sehe so viele schlechte seiten an dieser gesellschaft, dass ich jauchzend vor freude tanzen wuerde, wenn diese gesellschaft 'im arsch' waere.
Trotzdem hat noch die Möglichkeit unter zumutbaren Bedingungen zu studieren.
(falls hier ein jedeR zwischen hat und noch fehlt): das halte ich fuer ein geruecht.
Frage an d. FSINF... liegt bei euch irgendwo eine Unterschriftenliste auf?
bin zwar nicht fs, aber ich kann morgen mal schaun ob ich zeit finde sowas zu machen, wenn das beduerfnis besteht.
...Finger auf der DEL ...]
ich schaetze unsere politikerinnen eher als mausschubserinnen ein ;-)
mit Sexismus habe ich jedoch nichts am Hut.
...
ich hab mir das andere posting noch ein paar mal durchgelesen und hab mich dem eindruck nicht erwehren koennen, dass du dich ueber frauen herablassend aeusserst (vorallem durch das wortspiel mit mundtot)
These: Menschen macht es nix aus, mundtot zu sein
Mir macht es was aus. ich bin ein mensch. somit ist deine aussage nicht korrekt. wenn du damit die 'viele menschen' meinst, ist das fuer mich nur mehr ein grund, die 'vielen' menschen wachzuruetteln um ihnen zu zeigen, wie sie sich aus der matrix befreien koennen.
Wieso willst Du mich dann zensieren? Fan des "Polizeistaats"? Ich nicht.
ich will dich nicht zensieren. es steht in den board regeln, dass solche beitraege geloescht werden. ich kann mir auch bessere mittel vorstellen (glaeserne zensur, paradebsp indymedia). ich persoenlich bin entschieden gegen die loeschung von artikeln, aber die mods haben sich dafuer entschieden, und es fehlen auch die personellen resourcen und um andere methoden durchzuziehen.
und nein: ich bin kein fan des polizeistaats. im gegenteil.
Bin schließlich kein Aktivist...
muss diese bashing unter der guertellinie wirklich sein? du willst doch nicht ernsthaft gesellschaftpolitische aktivitaeten mit provokation gleichsetzen?
Und wo wurden die anderen Studenten bzw. deren Vertreter an den nicht-privaten Universitäten (respektive die ÖH) befragt?
is halt schon etwas her, nur zur info
"Die Zwangsmitgliedschaft für alle Studenten wurde nach einer Abstimmung 1991 mit einer Mehrheit von 80 % der Stimmen beibehalten"
Studieren sollen sie, nicht politisieren. Diese Meinung prägt immer noch eine Mehrheit der Bevölkerung. Möglicherweise stärker noch als in den 60er-Jahren, als die 68er dieses Bild zerbrechen wollten. Schnell studieren, rasch in den Job: Danach streben die meisten, getragen von den Wünschen der Eltern und eingerahmt von einer Politik, die den Naturwissenschaften traut, den Geisteswissenschaften aber misstraut, weil sie die meisten Kritiker produzieren. Wahrscheinlich ist es gar kein Masterplan, sondern so ein instinktives Gefühl gewesen: Wenn man dem Studentenparlament die Direktwahl nimmt, degradiert man es zu einer Art Bundesrat, der im Streit um lokale Interessen verkommt.
Die Hochschülerschaft (warum heißt die eigentlich noch immer so?) wäre ein regionales Phänomen. Man hätte ihr den Stoßzahn gezogen. In den politisch so lebendigen 60er-Jahren war dieses Studentenparlament (der "Zentralausschuss") bereits der Vorreiter vieler politischer Entwicklungen. Neue politische Gruppierungen entwickelten sich hier, die Auseinandersetzung mit dem Rechtsradikalismus mündete in stundenlange Rededuelle, die studentische Mitbestimmung wurde immer heftiger gefordert, das staatliche Stipendiengesetz durchgesetzt. Die Debatten der 70er- und 80er-Jahre spiegelten die Themen dieser Zeiten. Mehrere Minister wissen das, wollen aber offenbar davon nichts mehr wissen. Macht verdirbt. Stärker als die lokalen Hauptausschüsse war der Zentralausschuss mit einer Mischung aus direkt gewählten und indirekt delegierten Mitgliedern ein Forum politischer und journalistischer Talente, die vor allem im Gefolge der unruhigen Jahrzehnte den "langen Marsch durch die Institutionen" antraten.
Die Studentenvertretung war und ist eine Kaderschmiede der Demokratie. Sie zu schwächen oder gar zu entmachten wäre ein Riesenfehler. Die Regierung müsste den gegenteiligen Weg forcieren, sie müsste zu noch mehr Demokratie, zu weiteren Experimenten ermutigen. Beispielsweise der ÖH-Forderung nachgeben und das Internet-Voting bei ÖH-Wahlen einführen. Die Ausländerrechte stärken. Und schließlich direkt-demokratische Instrumente einsetzen. Ein Beispiel: Die Studenten sollten über Studienpläne abstimmen können. Wenn sich bei einer 50-prozentigen Beteiligung zwei Drittel gegen einen Studienplan aussprechen, wäre er abgelehnt. Weil aber in den Beraterstäben der heutigen Politik ausreichendes zeitgeschichtliches Wissen fehlt und für viele Abgeordnete politologische Überlegungen zu mühsam sind, reduzieren sich die Argumente pro und kontra ÖH-Gesetz auf machtpolitische Aspekte. Wen stärken wir? Wen schwächen wir?
Wer von diesen Gfrastern ist noch am ehesten für uns? Wen schicken wir zum Teufel? Schaut euch doch die Zeitungen und den ORF an: Lauter Ex-Kummerln und Linkskatholiken. Da muss vorgebaut werden. Jetzt säen, damit unsere politischen Nachkommen Ruhe ernten können. In den psychologischen Tiefen von Schwarz-Blau drängt auch ein schweres Trauma dazu, politisch therapiert zu werden. Die Donnerstag-Demos waren über weite Strecken das organisatorische und propagandistische Machwerk der linken Hochschülerschaft. Anständige Minister fühlten sich nicht mehr sicher. Der anfangs so liberal wirkende Chef des Innenressorts geriet unter Linksverdacht, weil er nicht durchgriff. Mittlerweile hat Ernst Strasser ohnehin zur rechten Ordnung gefunden. Hell ist nur die neue Fassade in der Herrengasse. Pars pro toto. Die ÖH als Vorspiel? Bekanntlich soll ja auch die Arbeiterkammer "zurückgebaut" werden. Auf Serviceniveau. Denn die eigentliche Bürgergesellschaft ist ohnehin die des Andreas Khol. Der wahre Bürger macht keine Politik, denn er ist bei der Feuerwehr, beim Kameradschaftsbund oder bei den Tiroler Schützen. Warum soll die Studentenvertretung mehr sein als ein Sparverein? (DER STANDARD, Printgabe, 20./21.11.2004)
tut mir leid wenn ich das sagen muss, aber ich sehe so viele schlechte seiten an dieser gesellschaft, dass ich jauchzend vor freude tanzen wuerde, wenn diese gesellschaft 'im arsch' waere.
Sieht man die Probleme unserer Gesellschaft mag man vielleicht in so einen Pessimismus verfallen, ich halte es jedoch nicht richtig zu denken, dass ein anderes System etwas ändern würde. Die Menschen bleiben die selben.
Vielleicht müssen wir ja mit dem jetzigen politischen Kurs mal auf die Nase fallen, ich hoffe aber, dass dieser Sturz nicht zu blutig wird, und man spätestens dann umdenkt. Bis dahin ist die beste Wahl noch immer, sich zu beteiligen an dieser Gesellschaft, seine Möglichkeiten zu nutzen, und nicht Flinte ins Korn zu werfen.
Sieht man die Probleme unserer Gesellschaft mag man vielleicht in so einen Pessimismus verfallen, ich halte es jedoch nicht richtig zu denken, dass ein anderes System etwas ändern würde. Die Menschen bleiben die selben.
Es würde schon reichen, wenn genug Leute die zentralen Errungenschaften unseres bestehenden Systems (Demokratie, Pluralismus, Meinungsfreiheit, Bürgerrechte) schätzen und gegen Eingriffe verteidigen würden (oder zumindest ihre Prioritäten bei Wahlentscheidungen entsprechend setzen würden). Die Regierung würde nicht so autoritär agieren, wenn sie nicht wüßte, dass das derzeit mehrheitsfähig ist.
tut mir leid wenn ich das sagen muss, aber ich sehe so viele schlechte seiten an dieser gesellschaft, dass ich jauchzend vor freude tanzen wuerde, wenn diese gesellschaft 'im arsch' waere.
mich würde brennend interessieren welche art von gesellschaft du gutheißen würdest... hast du irgendwelche konstruktive lösungswege?
:engel:
Ich habe keine Lösungsvorschläge aber es gibt wirklich viele Seiten der Gesellschaft die so nicht sein sollten: Wirtschaftliche Interessen haben viel zu viel Einfluss in der Politik, das ist das Hauptproblem.
Und das Problem der Menschen ist dass es den meisten egal ist. Viele wollen sich gar nicht mit mehr Politik herumschlagen als der die ihnen die Kronenzeitung bieten. Da müsste man ja dann richtig viel lesen und zu denken beginnen. Ich denke dass ein sich ernsthaftes Beschäftigen mit der Politik mehr Zeitaufwand bedeutet als die meisten dafür geben wollen. Deswegen sind die interessantesten Themen im "Volk" eh die die von div. Zeitungen show-mäßig herausgebracht werden.
Man siehts aber auch z.B. an der Informatik und Gesellschaft VO. IMHO ist das eine der wichtigsten Vorlesungen die wir Erstsemestrige haben und dennoch sehen viele sie als leichte VO mit leicher Prüfung die schnell vorbei ist. Weiß ich aus Gesprächen mit Mitstudierenden und daraus dass sowohl in diesem Forum als auch auf der VO HP selbst nicht viel mehr Kommentare geschrieben werden als: "Wann ist die Prüfung usw?".
Die Frage ist ob man ein solches Gesellschaftssystem wie wir es haben dementsprechend anpassen kann dass es "gut" (tm) wird? Oder braucht es einen radikalen Umsturz. Ich glaube solange es Menschen gibt die Macht ausüben können auf andere, werden diese auch von ihr verführt. Die jetztige Gesellschaftsordnung wird zwar auch positive Dinge hervorbringen, aber es wird dann später wieder Menschen geben die diese ausnützen, umgehen, pervertieren etc. (z.B. Ernst Strasser und der Menschenrechtsbeirat).
Verzeiht wenn das ein wenig unzusammenhängend geschrieben ist.
sauzachn
30-11-2004, 16:10
Und das Problem der Menschen ist dass es den meisten egal ist. Viele wollen sich gar nicht mit mehr Politik herumschlagen als der die ihnen die Kronenzeitung bieten.
Ich halte die Aussage für unfair, denn sie trifft vermutlich auf die meisten hier Mitlesenden (=ober(st)e Bildungsschicht) nicht mit.
Ich kann das Problem mit der Politik nur an mir selbst darstellen. Ich war früher höchst politisch interessiert. Ich habe früher (freiwillig :-) einige Bücher über unseren Staat gelesen, damit ich weiß, was z.b. der Verwaltungsgerichtshof tut, von dem man ja so nur alle paar Monate mal was hört. Oder was die Aufgaben des Bundespräsidenten sind (wird ja immer wieder gefordert, ihn abzuschaffen). Kenntnis der Geschichte der Parteien und der Geschichte Österreichs (von der Monarchie über die 1. Republik, Ständestaat/Bürgerkrieg, Anschluß, 2. Republik) führen auch dazu, daß man die Zusammenhänge versteht (besser als A. Khol vermutlich, der heute noch Dollfuß als aufrechten Demokraten sieht; Dollfuß war meiner Meinung nach ein Klerikalfaschist, der nur das Glück hatte, daß ihm etwas noch Schlimmeres folgte).
Mein Interesse war in einem Höhenflug, als die Wahl 99 "passierte". Während der Sanktionen (die ich immer noch für gerechtfertigt halte; sie waren keine Sanktionen gegen Österreich, sondern ausschließlich gegen die Regierung, und da wiederum sollten sie dafür sorgen, daß keine FP-ler in EU-Ämter kommen, was ich (auch im Nachhinein betrachtet) für sehr vernünftig halte!) war ich auch manchmal auf DO-Demos und natürlich auf den großen Demos. Ich fand es eine Frechheit, daß eine so rechte Partei wie die FP (die Zitate namhafter Personen dieser Partei sprechen wohl für sich selbst) die Führung unseres Staates übernehmen sollte. Und daß eine Partei, die jahrzehntelang der kleinere Partner in der Regierung war, jetzt plötzlich von nichts mehr wußte ("30 Jahre Sozialismus...." ich kanns nicht mehr hören!), was sie selbst mitbeschlossen hat.
Später hat es immer wieder Momente gegeben, wo ich stutzig wurde. Etwa die letzte Wahl, wo die ÖVP haushoch gewonnen hat (mir fiel alles runter, als ich die erste Hochrechnung sah). Oder als Gusenbauer in den Koalitionsverhandlungen sofort die Rücknahme der Studiengebühren (ein zentrales Wahlkampfversprechen!) fallen ließ. Da wurde mir klar: Denen gehts nur um Macht, um sich selbst. Die vielzitierten "Futtertröge" waren plötzlich in meinem Bewußtsein und noch nie war mir so klar wie da, wie verlogen Politik in Österreich eigentlich ist.
Und was ist heute?
Ich kann mir nicht mal die Namen von Ministern merken, da diese schneller wechseln als manche ihre Unterwäsche. Die Inkompetenz schreit den meisten der (FP-)Minister aus dem Gesicht - ich habe den Eindruck, daß man früher wenigstens Leute dort hingesetzt hat, die ein wenig davon verstanden, was sie machen.
Ein Finanzminister läßt sich eine Homepage von einer Interessensvertretung bezahlen - und geht (zumindest bisher) straffrei aus, ja nicht einmal ein Verfahren wird eingeleitet (weil ein dem Minister unterstelltes Amt keinen Grund dazu sieht). In anderen Ländern genügt alleine der Verdacht auf Steuerhinterziehung für einen Finanzminister als Rücktrittsgrund.
Die Spitzelaffäre versickert einfach so. Wer kann sich heute noch daran erinnern? Daß Ex-Justizminister Böhmdorfer Haider a priori als "über jeden Verdacht erhaben" sieht. Daß letztendlich nur der Aufdecker der Affäre angeklagt und verurteilt wird.
Es gäbe noch viele Dinge mehr aufzuzählen. Doch ich will auch noch über die Opposition - ähm... welche Opposition? Haben wir so was überhaupt? Vielmehr hab ich den Eindruck, die liegt im Koma. Geführt von einem Parteiobmann, der eigentlich gar nicht so recht weiß, was er will und der schon mit sich selbst und seiner Partei nicht zurechtkommt. Was soll er dann gegen die Regierung ausrichten? Es ist ja schon fast eine Kunst, die Fehler der Regierung so zu ignorieren.
Schließlich reifte in mir immer mehr der Gedanke: Ist _das_ wirklich etwas, wofür ich aktiv Zeit aufwenden will? Worüber ich mich informieren will? Wozu? Warum nicht die Zeit mit Dingen verbringen, wo ich reale Aussichten hab, eine Änderung zum positiven herbeizuführen (etwa das Studium :-)
Und wer bis hierhin gelesen hat (puhh...), mein Fazit: Die Politik in Österreich ist (auf beinahe jeder Ebene!) ein Kasperltheater, für das ich inzwischen nicht mehr bereit bin, auch nur eine Stunde meines Denkens zu investieren.
Gedanken eines von der Politik frustrierten Österreichers.
Die ÖH gehört UNS - AKTION
am Donnerstag, 2.12. vor der Hauptuni
Am 2.12. tagt der Wissenschaftsausschuss. Wir Studierende wollen der FPÖVP zeigen: Die ÖH gehört uns und nicht der FPÖVP!
Wann: Donnerstag, 2.12., 10:45 h
Wo: Vor der Hauptuni
HoererInnenversammlung
zum OeH-Gesetz
2.12., 18.30 Audimax der Univie.
mir spass macht (was natuerlich durch die stgb. erschwert wird).
bloede frage aber stgb == strafgesetzbuch?
Guardian
30-11-2004, 20:57
Stimmt. Die Studenten hatten lange genug die Möglichkeit zur Selbstbestimmung und haben sie nicht ernst genommen. Nun, da Ihnen dieses Recht genommen werden soll, gehen sie auf die Barrikaden.
Aber nichtsdestotrotz: Eine Frechheit, was da passiert.
naja, was würdest du sagen, wenn die wahl der regierung in österreich unter einen gewissen prozentpunkt fällt, und dann die stärkste partei sagen würde,
wir schaffen die wahl ab oder ändern sie gleich :confused:
Guardian
30-11-2004, 21:12
das was mir sorgen macht ist, das die regierung es immer wieder probiert, das
bestehende system zu untergraben, um etwaige machtwechsel zu verhindern.
jetzt probieren sie es an der ÖH und werden mit sehr hoher wahrscheinlichkeit,
entweder damit durchkommen, oder das gesetz wird wieder wie sooft
abschmettert.
meine persönliche ansicht ist:
ich vertraue dieser regierung nicht, nicht nur weil ich sie nicht gewählt habe,
sondern auch weil sie ständig versuchen, es sich zu richten.
vor nicht all zu langer zeit kam seitens der regierungsparteien, das system
so zu ändern, das es wie in england (gb) funktioniert. sprich die sieger kriegen
alles ohne rücksicht nehmen zu müssen auf andere.
einfacher gesagt, wer gewinnt bekommt alles, muß braucht keinen partner
zum regieren.
jetzt experimentieren sie an kleineren institutionen, um die "machtübernahme" zu perfektionieren. das ist mein persönlicher eindruck.
früher war ich stolz ein österreicher zu sein, und in österreich leben zu dürfen. mittlerweile schäme ich mich fast dafür, weil wir solche extremen
ans ruder gelassen haben. die sich kein blatt vor den mund nehmen. :(
michi204
30-11-2004, 21:36
bloede frage aber stgb == strafgesetzbuch?
ich tippe mal auf studiengebühren..
lg michi
@sauzachn: meine aussage ist nicht allgemein gültig, selbstverständlich gibt es viele ausnahmen.
Ich glaube auch nicht dass es jeder zeitmäßig schafft sich intensivst mit Politik auseinanderzusetzen. Ich habe selber nicht die Zeit jeden Tag Zeitung zu lesen oder Ähnliches.
Aber ich denke über gewisse Themen sollte man sich etwas näher informieren. Beispiel Asylwerber in Österreich: Ich habe innerhalb einer Woche in der Krone zwei oder dreimal die Schlagzeilen (sinngemäß) "40% der Asylwerber sind kriminell.", "6facher Straftäter seit Jahren Asylwerber" usw. gelesen. Der Großteil der Österreicher behaupte ich (die Krone ist ja die größte Zeitung) nimmt solche Schlagzeilen unreflektiert hin, ohne sie zu hinterfragen.
Genauso die HSG Geschichte: Ich denke dass viele zu faul sind sich hinzusetzen und sich zu informieren, wenn das mal länger dauert. Will damit niemanden beleidigen aber ich denk mir ja selbst manchmal "Schon wieder soviel Mails übers HSG in der fsinf Liste, soll ich die jetzt alle lesen?" Und trotzdem mach ichs (meistens).
FAZIT: Meiner Meinung nach bringt "Berichterstattung" wie sie die Krone betreibt eine schöne Ausrede um sich nicht wirklich informieren zu müssen. Die Leute lesen die Schlagzeilen, denken dass sie sich auskennen, fangen an fleißig mitzudiskutieren und gehen danach auch wählen.
Es ist Aufgabe und Pflicht der ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) als Interessensvertretung aller Studierenden anlässlich der Beschlussfassung der HSG Reform (voraussichtlich am 10.12.) ein deutliches Zeichen zu setzen. Die ÖH wird die Abschaffung der Direktwahl zum österreichweiten Studierendenparlament und die damit verbundene Umfärbungspolitik der Regierung nicht einfach stillschweigend hinnehmen.
Daher ruft die ÖH für Donnerstag, dem 9.12.2004 zum Protestmarsch "DEMOkratie" auf.
Das Vorsitzteam der ÖH, Barbara Wittinger und Patrice Fuchs, dazu unisono: "Die Zerschlagung einer Interessensvertretung, die seit 1945 als eine der demokratiepolitischen Säulen der zweiten Republik besteht, über die Köpfe der Betroffenen hinweg spottet jeglicher Beschreibung. Wir rufen alle Mensch auf, am 9. Dezember 2004 ein Zeichen gegen die Zerschlagung der ÖH und damit gegen die Abschaffung der Demokratie zu setzen! Wir lassen uns nicht mundtot machen!"
Start ist um 12 Uhr vor der Hauptuni Wien (Unirampe), Dr Karl Lueger-Ring 1, 1010 Wien.
Unterstützt wird der Protestmarsch unter anderem von:
AKS, BAGRU, Bagru NAWI, ESIB (ESIB - The National Unions of Students in Europe), FS Architektur TU Wien, FS Informatik TU Wien, FS WinF TU Wien, GAJ, GPA-Jugend, GRAS, KHJÖ (Katholische Hochschuljugend Österreichs), KSV, LIAB, LSF, LUST, ÖGJ, ÖH Angewandte Kunst Wien, ÖH Bildende Künste Wien, ÖH Kunstuni Linz, ÖH Musikuni Graz, ÖH Uni Graz, ÖH Uni Med Graz, ÖH Uni Innsbruck, ÖH Uni Salzburg, ÖH Uni Wien, SJÖ, STV Pädak Bund Kärnten, STV Pädak Bund Vorarlberg, STV Pädak Bund Wien, VSSTÖ
ist jetzt morgen auch was?
oder wurde das ganze auf den 9ten verschoben?
oder beides?
ach damn. gerade war er noch online jetzt ist er weg.
edit: die öh page sagt es ist morgen auch was und am 9ten.
ich bin auf jeden fall morgen dabei. am 9ten hab ich prüfung. weis aber noch nicht um wieviel uhr.
am dienstag gibt es zwei paralelle veranstaltungen:
einerseits gibt es eine protestveranstaltung vor der uniwien, anderer seits gibt es eine hoererinnenversammlung im schuette-lihotzky hoersaal. beides ist um 14.00
noch was:
am montag (also morgen) gibt es eine veranstaltung im audimax der tuwien mit clemens haipl und martin puntigam, musikalisch unterlegt von cafe amigo und texta.
schade, dass die oeh schon zu solchen mitteln (konzerte und prominenz) greifen muss um studierende zu erreichen.
dann merk ich auch noch (vielleicht schon etwas off-topic) gleich an, dass in kommender zeit einige veranstaltungen geplant sind, die nun nicht direkt dem protest dienen sondern sich mit der frage beschäftigen wieso die studenten sich nicht mehr für ihre anliegen einsetzen - und eben schon mittels oben genannter "konzerte und prominenz" beworben werden müssen, um ihre eigenen und auch eigentlichen interessen zu verteidigen.
leider weiß ich derweil nur einen termin, und der ist auch ungewiss, aber vielleicht weiß ja noch jemand was. würde ich auf jeden fall interessant finden.
Mo., 20.12. Gußhausstraße 14/3 (beim alten EI vorbei noch bissl runter) - vom KSV initiierte Disskussionsveranstaltung (die angeblich keine Mitglieder-Werbeaktion werden soll, hats geheißen) - genauere Daten sind mir leider nicht bekannt
andere Veranstaltungen wurden angekündigt, dazu habe ich aber keine Infos mehr rumliegen.
Hallo weiß von euch jemand ob sich die URL der ÖH-Website geändert hat oder die Site einfach nur offline ist? Kann sie unter http://www.oeh.at nicht mehr erreichen.
Gruß G
sauzachn
28-02-2005, 11:36
oeh.at wird auf oeh.ac.at weitergeleitet und die geht bei mir tatsächlich auch grad nicht.
Die Bundesvertretung ist gerade in die Taubstummengasse uebersiedelt und was ich gehoert hab, haben die dort ziemliche Netzprobleme ...
Wird schon wieder :)
Skunk.
Der "Mundtot"-Banner dürfte mittlerweile hinfällig sein.
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