View Full Version : [Frage] Beispiel 64
Paulchen
07-11-2004, 14:39
Sowohl für die Gruppen bis Montag als auch für jene bis Mittwoch gibt es das Beispiel 64:
http://stud4.tuwien.ac.at/~e0425426/Mathebeispiele/Beispiel%2064.pdf
Würd mich freuen, wenn wieder mehr Erkenntnisse ausgetauscht würden über dieses Forum... :coolsmile
nur eine frage
ist es nicht eher ein körper weil es gilt ja:
körper = <M\{0}, * > ab. Gruppe
und wie es im pdf file steht gibts für jedes ein inverses ausser a=0
oder irre ich mich da?
Paulchen
07-11-2004, 15:33
da bin ich mir nicht ganz sicher
wenn a=0 und b=0, dann komme ich auf ein Element 0+0*sqrt(4)=0
wenn aber a=0 und z.B. b=1, dann komme ich auf 0+sqrt(4)=sqrt(4)!=0, und dafür gibt es kein inverses Element, daher gilt G4 nicht =>abelsches Monoid?
kann das sein, dass dann 63, 64, 65 und 66 genau die gleichen Beispiele sind, nur halt M = Q{sqrt...} ??
Paulchen
07-11-2004, 18:39
kann das sein, dass dann 63, 64, 65 und 66 genau die gleichen Beispiele sind, nur halt M = Q{sqrt...} ??
irgendein unterschied müsste da schon sein, sonst wäre das ja sehr merkwürdig.
vielleicht ist ja der unterschied z. b. zwischen 63 und 64, dass sqrt(4)=2 ist und daher lauter rationale zahlen entstehen, sqrt(5) allerdings eine reelle zahl ist und a+b*sqrt(4) daher eine reelle zahl ist
ich weiß nur noch nicht, was das für einen unterschied macht
Wie ist denn das jetzt mit dem Multiplikativeninversen? Bei Bsp 65 gibt es ja sicher keine Inverses für zB (0+1*sqrt(7)) denn die Zahl das wäre ja 1/sqrt(7) was aber nicht Teil von M ist.
Bei 64 ist aber sqrt(4)= +-2 und daher € M. Das heißt A' für A=(0+1*sqrt(4)) wäre für +2 = (0.5+0*sqrt(4)) und für -2 = (-0.5+0*sqrt(4)).
Was meint Ihr? :confused:
Paulchen
08-11-2004, 17:05
Urbanek hat in seinen Kommentaren zum Bsp. 64 auch erwähnt, dass dieses Beispiel ein Sonderfall ist, da immer eine rationale Zahl entsteht, wenn a+2*b gerechnet wird (auch bei a-2*b), d. h. Q ist Teilmenge von M. Umgekehrt ist M Teilmenge von Q, da sich jede rationale Zahl in der Form a+2*b ausdrücken lässt (b=0). Daher ist M=Q; <Q,+,*> (ist in der VO vorgekommen) ist ein Körper => <M,+,*> ist ein Körper.
Ist nun a+b*sqrt(7) gegeben, so ist die Angelegenheit unangenehmer: Hier muss man alles so durchrechnen wie in meiner PDF-Datei; das einzig Umfangreichere dabei kann die Ermittlung des multiplikatv inversen Elementes sein. Dazu muss man nämlich zeigen, dass 1/(a+b*sqrt(7)) auch ein Element von M ist, und das erfolgt durch Erweitern dieses Bruchs mit (a-b*sqrt(7)) wodurch man (a-b*sqrt(7))/(a²-7*b²) erhält. Das kann man natürlich zerlegen in a/(a²-7*b²)+((-b)/(a²-7*b²))*sqrt(7), was wieder ein Element von M ist. Das einzige, was dann noch zu zeigen ist, ist der Umstand, dass man nicht mit 0 erweitert (schließlich darf durch 0 ja nicht dividiert werden), d. h. dass (a-b*sqrt(7)) immer ungleich 0 ist.
Da es, abgesehen davon, für jedes Element in M ein inverses Element gibt (es sei denn, (a-b*sqrt(7))=0), ist G4 für M\{0} erfüllt, was für einen Körper ausreicht: <M\{0},*> muss eine abel'sche Gruppe sein.
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